Filmlogbuch #17 – 10 kurze Kurzkritiken

Logbuch

Hallo Filmfreunde,

herzlich willkommen zu einem neuen Eintrag in meinem Filmlogbuch, in dem ich meine zehn zuletzt gesehenen Filme festhalte und kurz vorstelle. Viel Spaß mit folgenden zehn kurzen Kurzkritiken:

1. The Big Short (2015) – Drama/Komödie

big short

Ich habe mich ja bisher immer für einen einigermaßen intelligenten Filmgucker gehalten. Bei diesem Film, den mir gefühlt JEDER empfohlen hat, habe ich jedoch einfach mal überhaupt nichts verstanden. Klar, es geht irgendwie um die Banken, die irgendwelche illegale Sachen mit Immobilien-Investments machen. Konkret kann ich mich jedoch an keine einzige Szene erinnern, bei der ich nachvollziehen konnte, wer die handelnden Leute sind, was sie da genau tun und was ihre Motive sind. Von daher kann ich zu diesem Film wirklich nichts Hilfreiches sagen.

 

2. The First Purge (2018) – Thriller

purge

Ich bin immer wieder überrascht wie unbeliebt die Purge-Reihe doch eigentlich ist. Auch wenn ich der Meinung bin, dass die zugrunde liegende Idee der Reihe wesentlich besser hätte umgesetzt werden können, fand ich die bisherigen Filme eigentlich ganz in Ordnung. Im vierten Teil handelt es sich nun um ein Prequel, in dem wir erfahren wie es zum Phänomen der Purge kam. Dabei bekommen wir die Geschichte aus einem (überwiegend schwarzen) Armenviertel erzählt. Nichts wirklich Spektakuläres aber insgesamt ganz nett und sehenswert.

 

3. Der seidene Faden (2017) – Drama

faden

Hier haben wir einen meiner Meinung nach sehr schwierigen Film. Daniel Day-Lewis spielt einen eigenwilligen Mode-Designer, der eines Tages auf eine junge frau trifft, die seine Muse und Partnerin wird. Im Film geht es dann um Kunst, Besessenheit, Beziehungen, verschiedene Formen der Liebe und wie all dies zusammenhängt. Das wirkt hier und da ziemlich konfus und war auf Grund der exzentrischen Figuren für mich oftmals wenig greifbar. Trotzdem hat der Film seine Momente, die den Zuschauer bei der Stange halten. Unter dem Strich fand ich „Der seidene Faden“ ganz nett, kann aber die vielen Preise und Nominierungen, die der Film seinerzeit erhalten hat, nicht ganz nachvollziehen.

 

4. Auslöschung (2018) – Science Fiction

annihilition

Nachdem mich Alex Garlands „Ex Machina“ vor einigen Jahren wirklich begeistern konnte, hatte ich mich lange im Voraus auf den zweiten Film des Regisseurs „Auslöschung“ gefreut. Umso größer war dann die Enttäuschung, als bekannt wurde, dass es der Film nicht ins Kino schaffen und nur auf Netflix erscheinen würde. Nun habe ich den Film endlich auf DVD nachgeholt und kann noch weniger verstehen, warum er nicht im Kino lief. Natalie Portman spielt hier eine Biologin, die sich einer Mission anschließt, die ein übernatürliches Phänomen untersuchen soll. Mehr will an dieser Stelle nicht verraten. Außer dass der Film nicht so intellektuell fordernd ist wie im Vorfeld behauptet wurde. Zwar kann man den Film durchaus als Metapher für andere, weltliche Phänomene deuten und interpretieren. Dennoch funktioniert „Auslöschung“ auch als straightes ScienceFiction Drama auf jeden Fall. Insgesamt hat mir „Auslöschung“ sehr gut gefallen, wenngleich er meiner Meinung nach nicht an „Ex Machina“ heranreicht.

 

5. Bad Times at the El Royale (2018) – Mystery-Krimi

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Wenn man nichts über diesen Film weiß, könnte man meinen man hätte es mit dem neuesten Tarantino-Werk zu tun. Sieben sich fremde Menschen treffen sich zufällig in einem Hotel. Jeder von ihnen, inklusive des Hotels, hat ein Geheimnis und eine Geschichte, die in begleitet. Durch das Aufeinandertreffen der sieben Charaktere eskaliert die Situation und das blutige Chaos nimmt seinen Lauf. Der Film erinnert mich ein bisschen an eine Mischung aus „The Hateful Eight“ und „Pulp Fiction“ und hat mir auf Grund der Erzählstruktur und pfiffigen Wendungen unheimlich viel Spaß gemacht. Im Gegensatz zu den meisten echten Tarantino-Filmen, fehlt es den Dialogen in „Bad Times at the El Royale“ hier und da an dem gewissen Biss. Oh, und Chris Hemsworths Figur hat mich irgendwie auch nicht so richtig überzeugt. Trotzdem ist der Film für mich ein kleines Highlight.

 

6. Boston (2016) – Drama/Thriller

boston

Hierbei handelt es sich um die Verfilmung des Terroranschlags auf den Boston Marathon 2013 und die daran anschließenden Ermittlungen des FBI. Der Film ist spannend und unterhaltsam, wenngleich er wenig bietet, das nicht schon aus den Medien bekannt war. Ein bisschen ärgerlich fand ich zudem, dass einer der Attentäter wie ein vollkommener Schwachkopf dargestellt wird. Tja, und Mark Wahlberg spielt auch mit. Dass der Film mir trotzdem gefallen hat, spricht eindeutig für Regisseur Peter Berg.

 

7. BlacKkKlansman (2018) – Krimi/Drama

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Ein schwarzer und ein jüdischer Polizist infiltrieren als verdeckte Ermittler den Ku-Klux-Klan. Diese Geschichte klingt so absurd, dass die eigentlich nur wahr sein kann. Bei BlacKkKlansman handelt es sich um eine Krimi-Komödie, bei dessen komödiantischen Teil dem Zuschauer meistens das Lachen im Hals stecken bleibt. Der Film spielt in den 1970er Jahren und baut trotzdem, mal mehr und mal weniger subtil, Bezüge zur Gegenwart in die Handlung ein, die ziegen, dass „Blackkklansman“ durchaus ein aktueller Film und Rassismus keinesfalls ein überwundenes Problem ist. Inhaltlich hat der Film leider ein paar gröbere Mängel, die mir das Sehvergnügen dann doch gemindert haben. Trotzdem ist „Blackklansman“ auf jeden Fall ein sehenswerter Film, den ich jedem empfehlen kann.

 

8. Aufbruch zum Mond (2018) – Drama/Biopic

Aufbruch

Aufbruch zum Mond“ ist der dritte Film in Folge, mit dem Regisseur Damien Chazelle sein Publikum begeistern konnte. In meinem Fall ist ihm dies allerdings nur mit „Whiplash“ gelungen. Bei „Aufbruch zum Mond“ handelt es sich um ein Biopic über den Astronauten Neil Armstrong, dem ersten Menschen auf dem Mond. Auch wenn der Film durchaus seine Momente hat, konnte er mich insgesamt über weite Strecken nicht wirklich mitnehmen. Das lag zum einen daran, dass ich Neil Armstrongs Beweggründe und sein Verhalten als Familienmensch nichr richtig nachvollziehen konnte. Zum anderen erschließt sich mir der Sinn der Raumfahrerei nicht und „Aufbruch zum Mond“ hat eben dieses Gefühl bei mir noch bestärkt. Insgesamt fand ich den Film in Ordnung, mehr aber auch nicht.

 

9. Die Taschendiebin (2016) – Drama/Thriller

Taschendiebin

Wow. Viel zu selten hat man in diesen Tagen die Chance einen Film zu schauen, von dem man im Vorfeld so gut wie nichts wusste und dann umgehauen wird. Bei diesem südkoreanischen Film von Park Chan-wook war es dann bei mir endlich mal wieder der Fall. Für diejenigen die den Film noch nicht kennen bleibe ich an der Stelle bewusst vage, damit ihr die gleichen Voraussetzungen vor der Sichtung habt wie ich. Im Grunde geht es in „Die Taschendiebin“ um ein Dienstmädchen und deren Dienstherrin, die sich mit der Zeit näher kommen und Gefühle für einander entwickeln. Es entfaltet sich eine unerwartete Geschichte um Liebe, Hass, Betrug und Sex(ismus). Tolle Schauspieler, extrem tolle Einstellungen und Bilder und ein paar wirklich unvorhersehbare Twists. Ich denke ihr merkt, dass ich von diesem Highlight nach wie vor begeistert bin. Unbedingt anschauen!

 

10. Julieta (2016) – Romanze/Drama

Julieta

Nachdem ich hier meinen zweiten Film des spanischen Regisseurs Pedro Almodovar gesehen habe, glaube ich, dass ich nicht zu dessen Zielgruppe gehöre. In „Julieta“ geht es um eine Frau, die seit Jahren nichts mehr von ihrer Tochter gesehen oder gehört hat. Als sie eines Tages ein Lebenszeichen des verlorenen Kindes vernimmt, kommen die Erinnerungen an die dunkle Vergangenheit wieder hoch. In Form von Rückblenden erfahren wir dann was zwischen Mutter und Tochter vorgefallen ist und warum die beiden Frauen so lange keinen Kontakt mehr hatten. Das ist phasenweise echt spannend und interessant. Dann aber wieder recht zäh und seifenopernmäßig. Insgesamt ist „Julieta“ ein sehr ruhiges Drama, das durchaus seine Momente hat. Allerdings auch seine Längen. Immerhin hat mir der Film besser gefallen als mein erster Almodovar-Film, „Volver“ mit Penelope Cruz.

 

So Filmfreunde,

das waren meine zehn Filme für diesen Beitrag. Welche habt ihr davon gesehen oder habt es vor? Was seht ihr ähnlich und was komplett anders? Ich freue mich auf eure Kommentare.

Euer Ma-Go

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23 Kommentare zu „Filmlogbuch #17 – 10 kurze Kurzkritiken

Gib deinen ab

  1. Da habe ich doch einige Filme auch gesehen, Der seidene Faden hat mich seinerzeit nicht wirklich gereizt, weswegen ich ihn bisher nicht geguckt habe. Die Taschendiebin ist in meiner inzwischen knapp 100 Filme umfassenden Primewatchlist, bin aber gespannt auf den Film. Nach Peter Bergs Desaster namens Mile 22 hab ich keine Lust mehr, weitere Filme von dem zu gucken, fand Battleship schon schrecklich, aber Mile 22 ist mein letzter Platz 2018.
    Gesehen habe ich The Big Short, BlackKlansman, Auslöschung, Aufbruch zum Mond und Bad Times at the El Royale und die fand ich alle sehr gut.
    The Big Short hat mich damals im Kino weggeblasen, dieser eigenwillige Stil hat diesen Film für mich zu einem Highlight gemacht. Ich kann mir aber vorstellen, dass der mit seinem Tempo und seiner Sprache überfordert, vor allem wenn man ihn in OV sieht.
    Bei BlackKklansman lese ich immer mal wieder, dass der isnzenatorische Schwächen habe, kann das aber nicht wirklich teilen. Den hätten sie von mir aus, den Bester Film Oscar geben können, wenn sie schon ein Statement setzten wollten. Ich mochte den sehr, aufgrund seiner Machart und seiner Darsteller und auch seinem Ende.
    Bei Auslöschung möchte ich anmerken, dass man den Film sicher aus der einfachen Perspektive sehen kann, dann findet man aber das Ende noch blöder als so. Das ist nämlich die einzige Schwäche dieses Films, den ich gerade auf der Subebene sehr stark fand.
    Ich weiß ja nicht, welches Publikum du meinst, aber Aufbruch zum Mond ist leider leider gefloppt, weswegen er auch bei den Oscars keine Rolle spielte, obwohl das der technisch beste Film des Jahres mit Roma und Fallout war. Ich fand den aber auch emotional bewegend, vor allem dieses Ende, das mir nachhaltig im Gedächtnis geblieben ist.
    Bei Bad Times muss ich sagen, dass der mir besser gefällt, als die meisten Tarantinofilme, obwohl der sehr langsam erzählt ist. Fand den aber sowohl von der Inszenierung her als auch von den Charakteren und ihre Dynamik ansprechend, bis auf Chris Hemsworth, der mal wieder beweist wie wenig der drauf hat.

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    1. Hi.
      Vielen Dank für deinen ausführlichen Kommentar. 🙂

      „Nach Peter Bergs Desaster namens Mile 22 hab ich keine Lust mehr, weitere Filme von dem zu gucken, fand Battleship schon schrecklich, aber Mile 22 ist mein letzter Platz 2018“

      Von den beiden genannten habe ich keinen gesehen. Ich kenne von Berg nur „Hancock“ (mehr so mittel), „Operaton Kingdom“ (ganz gut) und „Deep Water Horizon“ (gut). Vielleicht hast du also nur die falschen Filme von ihm gesehen. 😉 In jedem Fall muss man Boston nicht unbedingt gesehen haben.

      „Ich kann mir aber vorstellen, dass der mit seinem Tempo und seiner Sprache überfordert, vor allem wenn man ihn in OV sieht.“

      Danke für dein Verständnis 😉

      „Bei BlackKklansman lese ich immer mal wieder, dass der isnzenatorische Schwächen habe, kann das aber nicht wirklich teilen.“

      Das ging schon da los, warum Adam Driver nach der Kontaktaufnahme den Fall nicht alleine weiterführt. Das Risiko aufzufliegen wäre so auf jeden Fall geringer gewesen 😉

      „Ich weiß ja nicht, welches Publikum du meinst, aber Aufbruch zum Mond ist leider leider gefloppt, weswegen er auch bei den Oscars keine Rolle spielte,“

      Hier muss man unterscheiden wie viele Leute den Film sehen WOLLTEn und dafür ins Kino gingen und wie viele der tatsächlichen Zuschauer in dann mochten. Sowohl bei IMDb als auch bei Letterboxd oder hier in unsere kleinen Gemeinde kam der Film überwiegend sehr gut an

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      1. Hancock fand ich so mittel und Deepwater Horizon hab ich auf meiner Festplatte mit vielen ungesehenen Filmen.
        Bei BlackKklansman muss ich sagen, dass es da doch eher an der vorliegenden Story liegt, aber das ist natürlich sehr verrückt.
        Naja, First Man hat in allen Werten den schlechtesten Score aller Chazelle Filme und wurde bei den Oscars übergangen, obwohl das typisches Oscar Material ist. Christian, Ainu und ich mochten den sehr, aber vielen war der zu langweilig und zu unemotional, was ich beides überhaupt nicht nachvollziehen kann, ich bin da eher schon bei David Hain.

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        1. „Christian, Ainu und ich mochten den sehr, aber vielen war der zu langweilig und zu unemotional, was ich beides überhaupt nicht nachvollziehen kann, ich bin da eher schon bei David Hain.“

          Na das sind ja gefühlt zumindest schon mal 50% der aktiven Filmblogger 😉 Wermi und Filmkompass fanden den auch stark. Und wer ist bitte David Hain und was hat der mit dem Film zu tun???

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          1. David Hain ist einer der inzwischen einigen YouTuber, die sich ernsthaft mit dem Thema Film auseinandersetzt. Der hat mit Robert Hofmann ein Format, wo er jeden Monat über die Kinofilme des Monats spricht und da hat er eine wunderbare Rede für den Film gehalten, dass man den Film nicht verstanden habe, wenn man den Film emotional kalt findet, und das sehe ich tatsächlich ähnlich.

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          2. Ah ok. Danke

            Solche Aussagen finde ich immer schwierig. Wenn die Hälfte der Klasse in der Mathearbeit eine fünf schreibt, ist es leicht zu sagen „Wer das falsch gerechnet hat, hat es einfach nicht verstanden.“
            Wenn es aber viele nicht verstanden haben, hat vielleicht der Lehrer einen Scheißjob abgeliefert. 😉
            Wobei ich jetzt gar nicht sicher bin, ob ich den Film als emotionslos und kalt bezeichnen würde.

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  2. Ich habe keinen gesehen, und es auch nicht vor 😀 😀 Aber ich finde diese Kurzrezis großartig! Man hat direkt das Wichtigste auf einen Blick ❤
    Liebe Grüße und noch einen schönen Samstag 🙂
    Nadine

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  3. Ich kenne nur Die Taschendiebin, die ich ähnlich bewerte wie Du und Auslöschung, den ich, galube ich, auf Augenhöhe mit Ex machina sehen würde (beides tolle Filme). BlacKkKlansman, der seidene Faden und First man habe ich auf meiner Liste. Irgendwas in mir wehrt sich gegen The Big Short, vermutlich reine Bockigkeit, weil mir den auch JEDER empfiehlt. 😉

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  4. Gesehen habe ich nur BlackKklansman. Bin da ähnlicher Meinung, auch wenn ich noch das Buchschmerzen-Gefühl am Ende genau vor mir habe.

    Und wieder einer, der die „Taschendiebin“ abfeiert. Muss ich dringend nachholen. Hast du ihn auf deutsch oder mit Untertitel geguckt?

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  5. Na, da war ja wieder jemand sehr fleissig und die Arbeit spricht sogar Leute an, die keinen der Filme gesehen haben. Das soll dir erst mal jemand nachmachen. Toll.
    Ich habe einige der beschriebenen Filme gesehen. Highlights waren dabei für mich „Bad Times….“ und „The Big Short“ , auch wenn ich beim letzteren auch so meine Schwierigkeiten hatte, dem thematisch zu folgen. Da ging es mir wie dir. Hätte ich mir nicht vorweg ein wenig Wissen angelesen, wäre ich vermutlich ziemlich baden gegangen. Das ist wie mit „Die Unbestechlichen“ (der von `76), auch schon x-mal gesehen, weil es wirklich ein toller Film ist, dennoch noch immer nicht so komplett durchgestiegen 😊

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    1. „da war ja wieder jemand sehr fleissig und die Arbeit spricht sogar Leute an, die keinen der Filme gesehen haben“

      Ja, das können wohl nur die ganz großen 😉

      Vielleicht hätte ich mich im Vorfeld auch intensiver informieren müssen. Ich frage mich nur, ob alle die den Film so empfehlen das auch getan haben oder ob die nur die positiven Kritiken nachplappern 🤔

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      1. Dass du einer der ganzen Großen steht ja eh vollkommen außer Frage 😊
        Der Verdacht, dass bei The Big Short viele sich an die Lobpreisungen „der Eliten“ anhängen, liegt nah. Das ist aber auch weiß Gott ein komplexes Thema und die Machart des Films setzt meiner Meinung nach gewisse Vorkenntnisse voraus.

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  6. Oh, dieses Mal sind wir uns ausnahmsweise gar nicht mal so uneinig. Wer hätte das gedacht? Besonders beim Lob für „Die Taschendiebin“ bin ich dabei. Den fand ich ganz großartig! Hast du die Kinofassung oder den Extended Cut gesehen?

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    1. „Oh, dieses Mal sind wir uns ausnahmsweise gar nicht mal so uneinig.“

      Das ist natürlich schön. Allerdings hatte ich dich gar nicht auf meiner „Leute-die-meistens-keine-Ahnung-haben-aber-trotzdem-lieb-sind“-Liste 😉

      Die Taschendiebin habe ich gesehen, als sie letztens auf ARTE lief. Kann dir nicht sagen welche Version das war.

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  7. Ich bin ja schon manchmal echt überrascht über deine Bewertungen – aber diesmal habe ich ein paar mal sogar Schnappatmung bekommen.
    Gibst du The Big Short nun 0 Sterne oder einfach keine Bewertung? Im ersten Falle muss ich leider vehement widersprechen und würde dir dringend raten, den Film nochmal anzusehen (welche Sprachversion wars denn? Ich glaube, im O-Ton versteht man als Nicht-Muttersprachler tatsächlich nichts)
    Bei Patriots Day, Blackkklansman und The Handmaiden gehe ich mit, wobei ich die ersten beiden noch einen Tick besser fand. Auch Annihalition fand ich besser. Viele lesen den als Metapher auf Krebs, ich habe darin eher eine allgemeine Botschaft über das Wesen der Natur gesehen. So wie der Forscher am Anfang und zwischendurch immer wieder fragt „Was will es?“ ohne zu verstehen, dass solche Kräfte einfach wirken, ohne eine Absicht zu haben.
    Tja, und bei First Man, da muss ich definitiv widersprechen. Ich liebe diesen Film abgöttisch. Vor allem das Sounddesign! Ich glaube, es wird gern übersehen, wie einschneidend der Tod seiner Tochter zu Beginn des Films für Armstrong war. Ein Ereignis, dessen Nachwehen ihm man durchweg deutlich anmerkt. Und was den Zweck der Raumfahrt betrifft, sagt Armstrong m.E. einen sehr schönen Satz: Sie wird uns hoffentlich neue Perspektiven eröffnen 🙂

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    1. Nichts für Ungut, aber diese Sternchendiskussionen sind mittlerweile recht ermüdend. Wie du weißt bin ich ohnehin kein Freund davon und überlege schon länger sie (wie in meinen ausführlichen Besprechungen) auch hier wegzulassen.

      Was The Big Short angeht kann ich dich beruhigen. Ich habe hier gar keine Wertung vorgenommen. Wobei das eigentlich gar keine Rolle spielt. Denn der Text, so kurz er auch ist, bleibt der gleiche. Egal ob da jetzt 0, 10 oder 473 Sterne stehen 😉
      Ich habe übrigens den Film auf Englisch angefangen, nichts verstanden, auf Deutsch umgeschaltet, weiter nichts verstanden, nach dem Film die Zusammenfassung gelesen und immer noch planlos 🙈
      Ich sehe es wie Steffelowski und glaube nicht, dass eine Zweitsichtung da viel bringt.

      Anihilition habe ich ähnlich gedeutet wie du.

      First Man:
      Ich kann mir überhaupt nicht vorstellen, dass irgendjemand die Bedeutung des Todes der Tochter übersehen kann. Ich kann nur nicht nachvollziehen wie Armstrong damit umgegangen sein soll. Ich war zum Glück noch nie in einer solchen Situation. Aber aus dem Bauch raus würde ich sagen, dass wenn das erste Kind stirbt, man vielleicht umso mehr Kraft und Liebe in die beiden verbliebenen steckt. Aber das ist natürlich schwer zu beurteilen, da solche Extremsituationen rational nicht zu greifen sind.

      Was die Eröffnung neuer Perspektiven angeht:

      Ich glaube direkt nachdem Armstrong das sagt kommt die Szene im Besprechungszimmer. Die Russen sind so weit gekommen:
      20cm langer Strich auf der Tafel.
      Wir wollen so weit kommen:
      Strich quer durch den Raum.
      Wir setzen das Ziel einfach so hoch, DAMIT WIR GEWINNEN.
      Ich glaube beim Apollo Programm ging es um sehr viel. Aber nicht um die Eröffnung neuer Perspektiven oder wissenschaftliche Erkenntnisse. 😉

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      1. Das wird ja auch explizit angesprochen (Stichwort „Whitys fliyin to the Moon“) – die Kritik hätte aber durchaus mehr Platz bekommen bekommen.
        Dass diese zwei Szenen direkt hintereinander kommen – damit hast du natürlich recht, das kann man durchaus so deuten wie du. Ich habe das Strich-Ziehen allerdings schlicht als (zugegeben etwas Platte) Visualisierung der Herausforderung gesehen, die vor den Männern liegt. Nun ja, man kann ja nicht immer einer Meinung sein 😉

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