Film: One cut of the Dead (Flimmerfreundschaft #3)

One Cut of the dead
© Koch Medien

Filmdaten:

Genre: Zombiekomödie
Mit: Takayuki Hamatsu
Jahr: 2017
Land: Japan
Regie: Shin’ichirô Ueda
Länge: 96 min
OT: Kamera o tomeru na!

Hallo Filmfreunde,

bei dieser Beitragsreihe handelt es sich um ein Format, das ich von der lieben Friedl und dem lieben Michael übernommen habe. Bei der Flimmerfreundschaft geht es darum, dass ich mir in jeder Ausgabe eine/n Filmfreund/in einlade, der /die mir dann einen Film aussucht, den ich anschauen soll. Umgekehrt suche auch ich einen Film aus, der meinem Pendan gefallen könnte. Dazu stellen wir uns gegenseitig zehn Fragen zum Film, die es zu beantworten gilt. Die Fragen haben dann entweder direkt mit einzelnen Aspekte des Films zu tun oder sind eher persönlicher Natur und haben nur indirekt etwas mit dem Film zu tun.

In diesem Beitrag habe ich meinen Freund Benni von FilmkritikenOD und dem schlechtesten Filmpodcast Deutschlands (oder wie war das noch mal?) eingeladen, der den Film „One Cut of the Dead“ für mich ausgesucht und mir dazu folgende zehn Fragen gestellt hat. Ich selbst habe mir für ihn den Film „Raw“ ausgesucht, den ich vor einiger Zeit hier auch vorgestellt habe. Meine Fragen dazu hat Benni dann auch ganz brav hier beantwortet.

Nun aber zu Bennis Fragen an mich zu „One Cut of the Dead“:

 

1. Warum würdest du nach deinem Ableben gerne ein Zombie werden? Warum nicht?

Warum sollte man so etwas wollen? Zombies stinken. Das wäre mir alleine schon unangenehm genug. Dazu kommt, dass man ständig irgendwelche Körperteile verliert, was ich mir in einigen Situationen auch ziemlich lästig vorstelle. Außerdem haben Zombies in der Gesellschaft insgesamt nicht das beste Standing und sind mir persönlich auch zu sehr triebgesteuert. Ich bin da eher ein Kopfmensch.

 

2. Wenn du als Zombie Beatrix von Storch essen müsstest, welches Körperteil würdest du dir für den Schluss aufheben?

Jetzt stellt sich die Frage ob ich mir das Beste oder das Ekligste Stück bis zum Schluss aufhebe. Ich bin beim Essen generell eher gierig und kann die leckeren Sachen oft nicht lange liegen lassen. Von daher wäre es wohl irgendetwas ekliges oder wenig nahrhaftes. Ich könnte mir vorstellen, dass Frau von Storch ziemlich hässliche Füße mit ungepflegten Fußnägeln hat. Wahrscheinlich würden die bis zum Schluss auf meinem Teller liegen bleiben. Wenn es um den Nährwert geht, wäre es möglicherweise das Gehirn, das bestimmt wie einige Fertigprodukte nur aus Luft, Wasser und Weichmachern besteht.

 

3. Welche drei Utensilien sind dein Muss für eine Zombie-Apokalypse?

Als allererstes braucht man natürlich eine Waffe. Und zwar so eine, bei die eine relativ hohe Reichweite und Haltbarkeit hat, ohne dass die Munition ausgehen kann. Von daher würde ich mal eine Machete oder ein Schwert wählen.

Als zweites würde ich auf einen großen Rucksack zurückgreifen, den man für’s Plündern und den Transport wichtiger Fundstücke braucht.

Mein dritter Gegenstand wäre dann wohl ein ultimativer Überlebens-Guide, in dem ich nachlesen kann wie man in der Wildnis Nutzpflanzen anbaut, Werkzeuge und Waffen herstellt und Krankheiten behandeln kann.

 

4. Gehen wir deine Gefühlslage während des Anschauens durch: Was waren deine Gedanken zum Film nach 30 Minuten / nach 60 Minuten / als der Abspann über den Bildschirm flimmerte?

Nach 30 Minuten: Zorn

Benni, du durchtriebener *********** eines **********. Wie konntest du nur so einen ******** Film aussuchen, du ***********. Das bekommst du zurück, du *************!

Nach 60 Minuten: Scham

Lieber Benni, bitte entschuldige meine Entgleisung vorhin. Du hattest mich ja gewarnt, dass ich die ersten 30 Minuten durchstehen muss. Tut mir leid, dass ich vorschnell den Stab über dir gebrochen habe.

Beim Abspann: Erheiterte Verwirrung

Ok, das nenne ich einen krassen Film. Zwar nur am Ende teilweise lustig aber dafür ein grandioses Drehbuch und eine Ode an alle Filme dieser Welt. Darüber muss ich Nachdenken. Wie wohl Bennis Fragen dazu aussehen werden?

 

5. Wann hättest du den Film abgebrochen, wenn er dir davor von niemandem empfohlen worden wäre und du keine Ahnung gehabt hättest, dass er nicht durchgängig so bleibt wie zu Beginn?

Ich glaube an der Stelle ziemlich zu Beginn als die Frau des Regisseurs ihren Mitschauspielern ihre Selbstverteidigungskünste präsentiert. Diese Szene war zunächst echt absurd schlecht.

 

6. Glaubst du, dass dieser Film auf VoD-Plattformen funktionieren könnte?

Schwer zu sagen. In der Regel ist man beim Streamen wahrscheinlich schneller geneigt einen Film, der einem nicht gleich zusagt abzubrechen. Zumindest schneller als wenn man sich extra die DVD oder BD gekauft hat. Auf der anderen Seite würde man sich einen so unbekannten japanischen Film auch nur dann auf DVD kaufen, wenn man ihn (mit entprechender Warnung) von irgendjemandem empfohlen bekommen hat. Gleiches gilt dann wahrscheinlich auch für die VoD-Plattformen. Von daher könnte es schon sein, dass der Film dank der stetig enger werdenden Vernetzung auch dort Erfolg haben könnte.

 

7. Stimmst du mir zu, wenn ich sage, dieser Film ist das perfekte Beispiel dafür, dass ein gutes Ende eine schrecklichen Beginn ausgleichen und sogar in ein positives Licht rücken kann? Fallen dir andere Beispiele ein? Bzw. kennst du ähnliche Filme, die eine solche Ode an das Filmemachen sind?

Nein, ich stimme dir nicht zu. Allerdings ist es an dieser Stelle schwierig zu antworten ohne hier massiv zu spoilern. Deswegen möge diese Antwort nur lesen wer den Film bereits gesehen hat. Alle anderen mögen direkt zu Frage 8 springen.

In diesem Fall ist es so, dass die erste halbe Stunde ja absichtlich schlecht (im Sinne von trashig, nicht misslungen) gemacht ist. Die Überraschung, die dann kommt, ist dank des grandiosen Drehbuchs sehr gut und führt dann unweigerlich zu dem Ende, das der Film bekommt. Würden wir am Anfang einen 30-minütigen High-Definition Zombie Kracherkurzfilm sehen, wäre das Ende stinklangweilig und somit ziemlich miserabel. Das Ende passt nur deshalb so gut, weil der Film davor perfekt darauf hinarbeitet.

 

8. Hast du diesen Film bereits irgendjemandem empfohlen, nachdem du ihn gesehen hast? Wem, bzw. warum nicht?

Nein habe ich nicht. Das liegt ganz einfach daran, dass ich in meinem Bekanntenkreis einfach so gut wie keine echten Filmfans oder Filminteressierte habe. Aber ich hole das jetzt hiermit nach und empfehle den Film ganz offiziell meinem Freund dem Filmlichter, der sich ja immer mal wieder darüber auslässt, dass Zombiefilme oftmals zu generisch sind und ihn ermüden. Ich würde wetten, dass ihm der Film gefällt.

 

9. Den Film bezeichne ich salopp als kreativ-bunte Verwebung aus Film und zugehörigem Making-Of. Du hast jetzt die Chance, diesem neugeborenem Genre einen griffigen Namen zu geben:

Eine Frage ohne Fragezeichen. Das nenne ich auch mal Kreativität. Nach kurzem Überlegen nehme ich dann den an „Found Footage“ angelehnten Begriff „Film-Footage“-Film und baue damit sowohl eine Alliteration als auch ein Hendiadyoin ein. Dass ich erwarte, dass sich der Begriff durchsetzt muss ich wohl nicht erwähnen, oder?

 

10. Wie hat dir meine Filmauswahl für dich gefallen und wie siehst du die Chancen auf ein Fortbestehen unserer Flimmerfreundschaft?

Auf jeden Fall danke, dass du mir diesen Film ausgesucht und zur Verfügung gestellt hast. Ich denke nicht, dass ich ihn mir ansonsten (bis zum Schluss) angeschaut hätte. Insofern können wir, wenn es sein muss, auch weiterhin befreundet bleiben. Und den Film konnte ich am Ende sogar für die große Filmreise-Challenge einloggen. Aufgabe: Schaue einen Film aus Fernost. Check.

 

Das waren meine Antworten auf Bennis Fragen. Habt ihr „One Cut of the Dead“ gesehen? Wenn ja wie fandet ihr den Film? Und was hättet ihr auf die zehn Fragen des Kollegen geantwortet?

Ich freue mich auf eure Kommentare und lade für die nächste Ausgabe meinen Kumpel Christian von Audiovisuell ein, der bestimmt auch gerne mal mitmachen möchte 😉

14 Kommentare zu „Film: One cut of the Dead (Flimmerfreundschaft #3)

Gib deinen ab

  1. Wer veröffentlicht denn einen Artikel auf 0:00 Uhr? Deine Zielgruppe lebt wohl in den USA 😛

    —————

    „Ich bin da eher ein Kopfmensch.“ Zwei Sätze später: „Ich bin beim Essen generell eher gierig und kann die leckeren Sachen oft nicht lange liegen lassen.“

    Rede dir nur ein, dass du deine Triebe unterdrücken könntest, rede es dir nur ein.

    —————

    „3. Welche drei Utensilien sind dein Muss für eine Zombie-Apokalypse?“

    Eine sehr vernünftige Antwort.

    —————

    „„Benni, du durchtriebener *********** eines **********. Wie konntest du nur so einen ******** Film aussuchen, du ***********. Das bekommst du zurück, du *************!“

    „In diesem Fall ist es so, dass die erste halbe Stunde ja absichtlich schlecht (im Sinne von trashig, nicht misslungen) gemacht ist.“

    Da du nach 30 Minuten nicht weißt, was dich erwartet, ist der Anfang aus deiner Warte „schlecht“; immerhin hättest du ihn ja auch abgebrochen. Dass es ihm am Ende gelingt, den Anfang in einem anderen Licht darzustellen, genau das meine ich mit meiner These, dass er ein perfektes Beispiel sei. Aber Hauptsache anderer Meinung sein, obwohl man dieselbe hat. Wohl schon zu viel von der Beatrix genascht 😉

    —————

    „Fallen dir andere Beispiele ein? Bzw. kennst du ähnliche Filme, die eine solche Ode an das Filmemachen sind?“

    Und ich dachte schriftlich wäre es kein Problem, auf Unterfragen einzugehen. Wegen mir hättest du dir auch gerne bis zum 07.06. Zeit lassen können bei einer solch Oberflächliche herangehensweise… wohl zu viel von der Beatrix genascht 😉

    —————

    „Film-Footage-Film“

    Ob das jetzt ein Hendiadyoin ist, darüber kann man sich streiten, aber grundsätzlich gefällt mir der der Begriff.

    —————

    „Insofern können wir, wenn es sein muss, auch weiterhin befreundet bleiben“

    Warte mal lieber meine Antworten ab ^^

    Gefällt 1 Person

    1. „Wer veröffentlicht denn einen Artikel auf 0:00 Uhr? Deine Zielgruppe lebt wohl in den USA“

      Meine Zielgruppe gibt es gar nicht 😀 Aber das was du da ansprichst nennt man gemeinhin PÜNKTLICHKEIT. Solltest du mal googlen…

      „Rede dir nur ein, dass du deine Triebe unterdrücken könntest, rede es dir nur ein“

      Verdammt 😀 😀 😀

      „Und ich dachte schriftlich wäre es kein Problem, auf Unterfragen einzugehen.“
      Upsi, habe ich gar nicht gemerkt, dass da was fehlt. Der zweite Teil meiner Antwort lässt sich aber leicht nachholen.

      NEIN KENNE ICH NICHT.

      „Ob das jetzt ein Hendiadyoin ist, darüber kann man sich streiten“

      Warum?

      „Warte mal lieber meine Antworten ab“

      Wenn sie denn irgendwann noch kommen… 😛

      Gefällt 1 Person

      1. „Warum [kein Hendiadyoin]?“

        Weil aus meiner Sicht keine der beiden Definitionen aus dem Duden dazu passt (selbst dann nicht, wenn man das verbindende „und“ zwischen den beiden Wörtern als nicht benötigenswert erachtet)

        „(1) die Ausdruckskraft stärkende Verbindung zweier synonymer Substantive oder Verben (z. B. bitten und flehen)“ oder
        „(2) besonders in der Antike beliebtes Ersetzen eines Attributs durch eine reihende Verbindung mit „und“ (z. B. die Masse und die hohen Berge statt: die Masse der hohen Berge)“

        „Wenn sie denn irgendwann noch kommen… 😛“

        Der 28.05. geht noch über 6 Stunden. Aber jetzt sind sie ja da…

        Liken

  2. Ha, der steht eh schon auf meiner Liste, aus exakt den von Dir genannten Gründen. Nur dass ich erst mal durch eine gar nicht mal so gute erste halbe Stunde durch muss ist mir neu! Bin jetzt eher noch gespannter…

    Gefällt 1 Person

  3. Ach verdammt, ich habe den Film noch nicht gesehen und will mich am liebsten vollkommen überraschen lassen, weshalb ich die Fragen und die Antworten mal nonchalant übersprungen und nur die Einleitung sowie das Ende gelesen habe… ^^
    Aber vielen, vielen Dank für die Einladung – ich bin natürlich dabei 🙂

    Gefällt 1 Person

Ja, hier darfst du gerne etwas schreiben. Trau dich! :)

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

Bloggen auf WordPress.com.

Nach oben ↑

%d Bloggern gefällt das: