Film: Die Mumie – Wie Tom Cruise das Dark Universe ruiniert haben soll

mumie plakat
© Universal

Filmdaten:
Genre:
Action/Abenteuer/Horror
Mit:
Sofia Boutella, Tom Cruise
Jahr:
2017
Land:
USA
Regie:
Alex Kurtzman
Länge:
110 min
OT:
The Mummy

Hallo Filmfreunde,

in der heutigen Besprechung geht es um den Film „Die Mumie“, der 2017 der Auftakt zum großen Dark Universe aus dem Hause Universal hätte werden sollen. Wie ihr vielleicht wisst bin ich ein großer Fan der klassischen Monsterfilme wie z.B. „Dracula“, „Frankenstein“ oder eben „Die Mumie“ aus den 1930er und 40er Jahren. Kein Wunder also, dass ich mich riesig auf das geplante Horroruniversum gefreut habe, in dem die Ikonen der Filmgeschichte wieder zu neuem Leben erweckt werden sollten.

Voller Vorfreude hatte ich zur Einstimmung auf das Dark Universe eine Beitragsreihe mit dem Titel Universal Monsters verfasst, in der ich einige der großen Klassiker ausführlich besprochen habe. Diese Beiträge liegen mir auch heute noch sehr am Herzen und ich lade euch daher herzlich ein mal reinzulesen.

Heute, etwa 18 Monate nach dem Kinostart der Mumie, sind die Pläne für das Dark Universe schon wieder mehr oder weniger begraben. Es tauchen zwar hin und wieder Meldungen auf, dass weiterhin an neuen Filmen des DU gebastelt werden soll. Der zweite geplante Film „The Bride of Frankenstein“, in dem Javier Bardem das legendäre Monster hätte spielen sollte, wurde jedoch rigoros gestrichen und beerdigt.

Doch was ist eigentlich passiert, dass ein derart groß angelegtes Projekt wie das Dark Universe nach so kurzer Zeit scheinbar wieder eingestampft wurde? Nun, die Antwort ist auf den ersten Blick so offensichtlich wie nachvollziehbar. Der Auftaktfilm „Die Mumie“ floppte an den Kinokassen auf ganzer Linie. Dazu wurde der Film von den Kritikern geradezu zerrissen. Wie in solchen Fällen üblich, braucht es für ein solches Scheitern natürlich einen Schuldigen. Universal war in seiner Analyse recht schnell und feuerte kurzerhand Alex Kurtzman und Chris Morgan, die als kreative Köpfe nicht nur hinter „Die Mumie“ standen sondern für das gesamte Dark Universe verantwortlich waren.

Doch vielleicht ist dieser Ansatz ein bisschen zu kurz gegriffen. So gab der gefeuerte Regisseur Kurtzman in einem Interview mit dem Hollywood Reporter zu Protokoll, dass „Die Mumie“ nicht der Film geworden ist, den er eigentlich drehen wollte.

The Mummy wasn’t what I wanted it to be. I’m no longer involved in that and have no idea what’s going on with it. I look back on it now [and] what felt painful at the time ended up being an incredible blessing for me. I learned that I need to follow my own instincts, and when I can’t fully do that, I don’t think I can succeed.“

Wenn wir nun Kurtzman glauben, dass „Die Mumie“ seiner Vision nach ein ganz anderer Film geworden wäre, stellt sich die Frage wer oder was ihn daran hinderte eben diesen Film zu drehen. In einem sehr interessanten Variety-Bericht war nun zu lesen, dass möglicherweise Hauptdarsteller Tom Cruise der wahre Schuldige für das filmische Fiasko sein könnte. Cruise soll sich vetraglich ein erhebliches Mitspracherecht in kreativen Fragen sowie beim Marketing des Films zugesichert haben. Angeblich ließ Cruise das ursprüngliche Drehbuch so umschreiben, dass er mehr Screentime als die titelgebende Mumie selbst hatte und seine Figur einen heldenhafteren Storybogen bekam. Im Original-Skript sollen Held und Monster beide noch etwa gleich viel Screentime gehabt haben.

Doch bevor wir nun alle in einträchtiges Cruise-Bashing einstimmen, möchte ich zwei Dinge zu bedenken geben. Erstens ist es schwer zu belegen, wie viele der im Beitrag aufgefürten Vorwürfe gegen Cruise tatsächlich stimmen. Immerhin beruft man sich dort größtenteils auf Aussagen einiger Beteiligter, die vielleicht nur ihre eigene Haut retten wollen und deshalb schön die Varantwortung weiterreichen. Zweitens wissen wir nicht, ob Kurtzmans angedachte Version des Films tatsächlich besser gewesen wäre. Vielleicht haben Cruises Änderungen, sofern es diese überhaupt gab, den Film sogar vor einer noch größeren Katastrophe bewahrt.

Wenn man sich den Film unvoreingenommen anschaut, werden ein paar Schwächen sehr schnell offensichtlich. Allerdings lassen sich diese meiner Meinung nach nicht alle auf das Einwirken seitens Cruise zurückführen.

1. Zu viel Cruise-Time:

mumie cruise
© Universal

Ein Vorwurf, der nicht nur bei Variety angesprochen wird, sondern den ich auch in einigen Kritiken gelesen habe, war, dass Cruise im Film mehr Screentime hat als Sofia Boutella, die die Mumie und damit die eigentliche Hauptrolle spielt. Diesen Vorwurf halte ich für ziemlich absurd. Ich habe die genaue Screen-Time nicht gestoppt. Aber gerade in der zweiten Hälfte des Film ist die Mumie in beinahe jeder zweiten Szenen zu sehen und es kommt sogar zu ein paar tollen Szenen, in der Held und Monster direkt interagieren. Selbst wenn Cruise mehr Szenen haben sollte als Boutella, würde ich das für ziemlich normal halten. In so ziemlich allen Monsterfilmen, egal ob das nun Michael Myers in Halloween, Hannibal Lecter in „Das Schweigen der Lämmer“ oder selbst Boris Karloff in der Original Mumie ist. Die Monster sind immer seltener zu sehen als der Held.

Wo ich mir jedoch durchaus vorstellen könnte, dass Tom Cruise seine Finger im Spiel gehabt haben könnte, ist bei der Figur der Archeologin Jenny (Annabelle Wallis). Und das meinte ich eigentlich gar nicht so schweinisch wie es sich vielleicht anhört. Die Archeologin ist nämlich nicht nur unfähig, sondern dient im Film ausschließlich als Loveinterest für Cruise, welches es zu retten gilt, um den heldenhaften Charakter der männlichen Hauptfigur zu unterstreichen. Ansonsten wirkt Jenny leider vollkommen deplaziert und ist für die Handlung von keinerlei Relevanz. Hier könnte ich mir durchaus vorstellen, dass diese Figur nachträglich auf Drängen Cruises in den Film geschrieben wurde, um Cruises Rolle mehr Profil zu verleihen.

Cruise soll ja der Meinung gewesen sein, dass „Die Mumie“ in Anbetracht der Blockbuster-Konkurrenz von „Wonder Woman“ und „Guardians of the Galaxy Vol. 2“ nur durch seinen Namen und seine Starpower in der Lage sei sich auf dem Markt zu behaupten. Vielleicht lässt sich so auch erklären, warum sämtliche Filmplakate nur mit seinem Namen werben, obwohl mit Sofia Boutella ein mindestens ebenbürtiger Star beteiligt ist. Warum man auf der deutschen DVD mit dem Zusatz „DAS HEISSESTE MONSTER DER FILMGESCHICHTE“ wirbt, bleibt für mich jedoch ein absolutes Rätsel. Ich halte das nicht nur für vollkommen unpassend und deplaziert, sondern nebenbei auch noch inhaltlich falsch.

 

2. Der Ton macht die Musik

Ein größeres Problem sehe ich in der allgemeinen Atmosphäre des Films. Wenn ich einen Horrorfilm machen möchte, brauche ich eine düstere und unheimliche Grundstimmung. Damit meine ich selbstverständlich keine billigen Jump-Scrares, sondern viel mehr einen geschickten Einsatz von Licht und Schatten, von Kamerawinkeln und ähnlichem. Erfreulicherweise ist genau das in „Die Mumie“ in einigen Szenen durchaus vorhanden. Allerdings scheint man sich darauf nicht verlassen zu haben und baute einige sehr actionlastige Szenen in den Film ein. Ob Tom Cruise auf diese bestand oder ob er diese mit seiner Erfahrung und Know-How lediglich bereichert hat, ist schwer zu sagen. Jedenfalls sind die Actionszenen alles andere als schlecht und manche davon sogar durchaus sinnvoll. Allerdings wirkt es unter dem Strich so als hätte man sich nicht so recht einigen können, ob die Mumie nun einen Horror- oder doch eher einen Actionschwerpunkt haben soll.

Richtig schlecht und nervig fand ich hingegen die Rolle Jake Johnsons, der quasi Tom Cruises Kumpel und Sidekick spielt und ausschließlich als Comic Relief eingesetzt wird. So sind einige Szenen in „Die Mumie“ durchaus witzig. Doch wirken diese humoristischen Einschübe in dem grundsätzlich eher düsteren Film meistens eher unpassend.

 

3. Das Monster zwischen Gut und Böse

Kommen wir abschließend zum eigentlichen Star des Films: Sofia Boutella als Prinzessin Ahmanet, oder kurz die Mumie. Die Mumie selbst ist die größte Stärke des Films und gleichzeitig auch mein letzter Kritikpunkt. Boutellas Darbietung der verfluchten Prinzessin ist schlicht grandios. Ihr Bewegungen, ihre optische Erscheinung und ihre Blicke ziehen den Zuschauer förmlich in ihren Bann. Mir persönlich gefällt Boutellas Mumie sogar viel besser als das Orginal, für das der große Boris Karloff noch heute gefeiert wird. Mein einziges Problem mit der neuen Mumie: Sie ist zu böse.

mumie
© Universal

Werfen wir einen kurzen Blick zurück auf das Original von 1932. Darin spielt Boris Karloff den Hohepriester Imhotep. Zu Lebzeiten verliebte sich Imhotep in die Prinzessin Anck-es-en-Amun. Da er ein einfacher Hohepriester und sie die Tochter des Pharaos war, handelte es sich um eine verbotene Liebe. Als seine Geliebte unerwartet stirbt, versucht Imhotep mit Hilfe eines göttlichen Zaubers, sie aus dem Reich der Toten zurückzuholen. Diese Handlung und seine verbotene Liebe zur Prinzessin wird hart bestraft und Imhotep bei lebendigem Leibe mumifiziert und für alle Ewigkeit verdammt. Einige Tausend Jahre später erwecken Archäologen die verfluchte Mumie unwissentlich zum Leben und Imhotep entkommt. In Ägypten stößt er zufällig auf die junge Helen und erkennt in ihr die Wiedergeburt seiner geliebten Prinzessin. Aus Liebe will er ihre sterbliche Hülle töten, mumifizieren und ihr damit zu einem unsterblichen Leben an seiner Seite zu verhelfen. Im Original ist die Mumie somit eine tragische Figur, die ohne böse Absicht zu dem Monster gemacht wird, das sie ist. Ihr Handeln ist aus menschlicher Sicht natürlich böse. Dennoch handelt das Monster im Grunde aus Liebe.

In der 2017er Fassung verhält sich das nun vollkommen anders. Sofia Boutella spielt Prinzessin Ahmanet, die zu Lebzeiten bereits eine ziemlich fiese Person war. Die machtbesessene Prinzesin strebte unnachgiebig nach dem Thron des Pharaos, um mit harter Hand und frei von Gnade zu regieren. Als sie sich um ihren Platz als Königin betrogen sieht, tötet sie erst mal ihren Vater, dessen Frau und den Säugling, der an ihrer Stelle der neue Thronfolger sein soll. Zusätzlich schließt sie aus Rache einen Pakt mit dem Gott des Todes, damit sie mit ihm gemeinsam für alle Zeiten über Ägypten herrschen kann. Dies wird jedoch verhindert und Ahmanet wird verflucht und in einer Art ewigen Gefängnis für immer weggesperrt. Auch sie wird im Film dann versehentlich zum Leben erweckt und der Spuk beginnt. Das ist natürlich deutlich unsympathischer als die Geschichte um Karloffs Imhotep. Hätte man den Ursprung der Mumie aus dem Orginal übernommen, hätte der Zuschauer wesentlich mehr Identifikationspunkte mit einem tragischen Monster gehabt, als mit einem typischen Superheldenschurken, der lediglich die Weltherrschaft anstrebt.

Hier würde ich aber Tom Cruise von jeder Schuld freisprechen und den Fehler bei Kurtzman und dessen Kollegen suchen.

Abschließend lässt sich also nicht eindeutig klären warum „Die Mumie“ an den Kinokassen so brutal zerschellt ist. Tom Cruise oder Regisseur Alex Kurtzman die alleinige Schuld dafür zu geben halte ich jedoch für falsch. Ebenso möchte ich an dieser Stelle festhalten, dass ich die vielen negativen Kritiken größtenteils für überzogen und unangemessen erachte. Denn „Die Mumie“ ist meiner Meinung nach, trotz der oben beschriebenen Schwächen, kein schlechter Film. Ich persönlich halte den Film sogar für einen soliden Auftakt in das hoffentlich doch noch nicht ganz tote Dark Universe, da er ein paar tolle Ideen beinhaltet, die auf den ersten Blick vielleicht gar nicht so auffallen und die man vermutlich auch gar nicht erwartet hätte. Welche das sind werde ich im zweiten Teil dieses Beitrags, der nächste Woche an gleicher Stelle erscheinen wird, analysieren. Bis dahin dürft ihr gespannt sein und euch schon mal freuen. Vielleicht lest ihr ja auch noch mal meine Beiträge zu den Universal Monster Klassikern, die hier findet:

 

1. Dracula: Über Wirkung und Qualität von Filmen

2. Drácula: Ein Vergleich parallel produzierter Filme

3. Frankenstein: Ein Film als Grenzgänger

4. Die Mumie: Über die zweifelhafte Kunst der Selbstkopie

5. Der Unsichtbare: Erzählstrukturen im Wandel der Zeit

6. Frankensteins Braut – Der Fluch des miesen Sequels?

7. Der Wolfsmensch – Fanservice: Der Wunsch des Publikums?

8. Das Phantom der Oper – Remakes, ein lästiges Phänomen unserer Zeit?

9. Der Schrecken vom Amazonas – Das Ende der goldenen Monster-Ära

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18 Kommentare zu „Film: Die Mumie – Wie Tom Cruise das Dark Universe ruiniert haben soll

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  1. Die Mumie hatte doch bislang in keiner Verfilmung mehr Zeit auf der Leinwand als die Nebenfiguren, habe ich zumindest nie so empfunden.

    Ich denke ein besseres Drehbuch hätte hier weitergeholfen, anstatt endloser CGI Effekte. Cruise war an sich ganz gut für die Rolle und ich fand den Streifen nun auch nicht grottig, aber er hatte so viel potential was verpufft ist. Wohin nur?
    Mein Problem war daneben, dass ich dank Penny Dreadful nun ganz klare Vorstellungen habe wie das DU aussehen könnte, gäbe man es in die richtigen Hände und dann kam dieser Film, der irgendwie nie Spannung aufbauen konnte und auch nicht wirklich unheimlich war und viel zu harmlos dazu.
    Ich denke gerade im DU muss man dem Zuschauer mehr zumuten und die Chance auf ein ordentliches Horroruniversum für Erwachsene in Angriff nehmen statt auf FSK 12 hinzuarbeiten. Irgendwie wird es Zeit sich abzuheben.

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    1. Sag ich ja 😉👍

      Die FSK 12 hat mich auch schon vor dem Release das Schlimmste befürchten lassen. Dabei hat mir die Grundidee des Films, die zumindest ich darin erkannt haben will, eigentlich ganz gut gefallen. Nur war das Drehbuch wie du richtig sagst nicht gerade gut.

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  2. Tja, das „der ist schuld, nein der ist schuld“ folgt ja beinahe jedem Blockbuster-Fehlschlag (siehe derzeit Hellboy). Mit Cruise hat sich hier halt ein praktischer, weil halbwegs glaubwürdiger, Sündenbock gefunden. Und ihn selbst wirds kaum kratzen, dreht er halt weiter seine unmöglichen Missionen und nebenbei worauf er sonst Bock hat.

    „Den“ Schuldigen zu finden ist vermutlich eh müßig. Das Problem (wiederum wie anscheinend bei Hellboy) sind dann eben zu viele widersprüchliche kreative (oder nicht mal kreative, sondern am nebulösen „Massenmarkt“ orientierte) Ideen, die einander widersprechen. Es ist ironisch, dass die Mumie ihrem Horroraspekt nicht genug vertraut hat, hat doch IT im selben Jahr bewiesen, dass da absolut Blockbuster-Potential drinsteckt.

    Boutella hat echt mal pech was Franchises angeht. In Star trek Beyond war sie auch sehr gut und auch da kommt auch kein Teil 4…

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      1. Höä? Aber die Mumie muss doch Teil des Dark Universe werde… Lass mich raten, Cruise kriegt die Mummy Powers, weil er sie besiegt? Dann ist es auch egal, dass die eigentliche Mummy so fies ist, wie Du beschreibst. Und „DAS HEISSESTE MONSTER DER FILMGESCHICHTE“ ist dann latürnich der Tom (er hat die DVD Designer gezwungen das draufzuschreiben!!!)

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        1. Da ich nach wie vor die Hoffnung habe, dass du dir den Film ansiehst, werde ich jetzt mal das Ende noch nicht spoilern. Nur so viel: aus Sicht der Mumie würde ich nicht zwangsläufig von einem Happy End sprechen.

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  3. Da der Trailer bereits nichts Gutes versprochen hat und du trotz deines beschwichtigen Fazits im Endeffekt kein gutes Haar an dem Film verlierst, belasse ich es auch weiterhin beim Ignorieren des Streifens. Aber eine Frage habe ich dann doch:

    „sondern nebenbei auch noch inhaltlich falsch“

    Welches Filmmonster ist denn nun das heißeste?

    Gefällt 2 Personen

    1. In diesem Teil ging es um die Gründe warum der Film offensichtlich gescheitert ist. Dass ich da überwiegend über die negativen Aspekte spreche, ist da doch naheliegend 😉

      Im zweiten Teil werde ich dann erklären warum ich den Film trotzdem nicht schlecht fand. Also gib ihm vielleicht doch irgendwann mal eine Chance.

      Dass du nach dem Heißesten Monster der Filmgeschichte überhaupt fragst schockiert mich. Frankensteins Braut natürlich. Das weiß doch nun wirklich jeder. 😉

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      1. Jetzt springen schon die Filmblogger auf die Sequel-Welle auf… das müssen schon sehr gute Gründe sein, die du da nennst (z.B. dass keine Szene aus dem Trailer im Film übernommen wurde), damit ich Lust auf den Film bekomme.

        So so, dein Loophole also, um der strafbaren Nekrophilie in Deutschland zu entgehen. Aber zählt das nicht auch, wenn die Angebetete aus Leichenteilen zusammengenäht und dann zum Leben erweckt wurde? ^^

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  4. Aufgrund des Trailers und der wahrhaft katastrophalen Kritiken habe ich mir den Film gar nicht erst angesehen. Auch der Hauptdarsteller trug nicht unbedingt dazu bei, das mein Interesse an Die Mumie besonders groß war. Cruise ist ja durchaus bekannt dafür, dass er seinStardom dazu nutzt, auf die Produktion eines Filmes Einfluss zu nehmen. Die MI-Filme sind inzwischen auch zu reinen Tom-Crusie-Vehikeln verkommen, was s ich auf die Qualität der Filme innerhalb ihres Genres allerdings auch nicht nur negativ auswirkt. Im Bereich des Action-Films setzt das MI-Franchise ganz sicher immer noch Maßstäbe. Dem guten Tom hier eine Alleinschuld am Misserfolg des Films zuzuschreiben, ist ganz sicherlich nicht ganz richtig.

    Aus meiner Sicht fallen noch 2 weitere Aspekte ins Gewicht:
    1. Der Mix macht es halt nicht immer. Das Zusammenspiel von Horror und Action klappt in vielen Fällen so gar nicht. So denn auch hier. Dieses Mittelding aus Indiana Jones und klassischerem Horror ist viel zu unentschlossen, um sich wirklich eindeutig zu einem Genre zu bekennen. So kann es natürlich mit der Wiederbelebung eines DU, welches doch wohl eindeutig die klassischen Monster der 1930er-Jahre im Fokus hat, nichts werden.

    2. Vielleicht sind die Monster in der heutigen Zeit einfach nicht mehr monströs genug. Inzwischen hat man doch schon alles auf der Leinwand gesehen. Wie will man da noch wirklichen Grusel, geschweige denn Horror, erzeugen. Das dürfte schwierig werden, zumal das Mainstreampublikum immer nach neuem Nervenkitzel verlangt.

    Auch wenn ich selbst ein Liebhaber aller Horror-Klassiker vergangene Zeiten bin, halte ich es für schwierig, hier neue Akzente zu setzen. Nee, vielleicht sollte man Dracula, Frankensteins Monster & Co. einfach in Frieden ruhen lassen.

    Gefällt 2 Personen

    1. Ich stimme dir in den allermeisten Punkten zu.

      „Vielleicht sind die Monster in der heutigen Zeit einfach nicht mehr monströs genug. Inzwischen hat man doch schon alles auf der Leinwand gesehen. Wie will man da noch wirklichen Grusel, geschweige denn Horror, erzeugen.“

      Auch da hast du im Grunde Recht. Ich würde jetzt aber auch nicht erwarten, dass „Die Mumie“ ein Horrorfilm im Stile von „The Conjuring“ oder „Hereditary“ sein soll. Am Sonntag kommt der zweite Teil der Filmbesprechung, bei dem es sich quasi um meine Interpretation des Films handelt. Darin wird deutlich, dass man bei Universal meiner Meinung anch schon eine sehr gute Idee hatte, was man mit den Monsterklassikern heute anfangen könnte. Vielleicht liest du ja mal rein und schaust dir den Film dann doch mal an. Ich kann ihn dir bei Bedarf gerne ausleihen 😉

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  5. Interessanter Beitrag. Jetzt muss ich ihn mir wohl doch mal zu Gemüte führen. Ich hoffe, der ist noch auf Amazon verfügbar. Dann könnte ich auch mitreden, warum er gefloppt ist ^^
    Ich denke aber, Cruise könnte zumindest eine Teilschuld treffen. Kann mir vorstellen, dass er am Set echt anstrengend sein kann, wenn er mal nicht komplett im Mittelpunkt steht ^^

    Gefällt 1 Person

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