Film: Loving Vincent – „Der schönste Film aller Zeiten“

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© Weltkino Filmverleih

 

Filmdaten:
Genre:
Animationsfilm/Krimi/Biographie
Mit:
Douglas Booth
Jahr:
2017
Land:
Polen/Großbritannien
Regie:
Dorota Kobiela & Hugh Welchman
Länge:
94 min
OT:
Loving Vincent

 

Hallo Filmfreunde,

das in der Überschrift benutzte Zitat stammt aus der TV-Zeitschrift TV Spielfilm und wird auf der offiziellen Seite des Films angezeigt. Ich weiß nicht, ob „Loving Vincent“ tatsächlich der schönste Film aller Zeiten ist. Aber auf jeden Fall ist er der beste, den ich im vergangenen Jahr gesehen habe. Aber der Reihe nach.

Bei dem Film handelt es sich um den ersten Film, der vollständig aus Ölgemälden erschaffen wurde. Dazu wurde der komplette Film zunächst mit echten Schauspieler/innen gedreht, darunter u.a. Saoirse Ronan. Danach wurden die realen Filmbilder von knapp 150 Malern in Ölgemälde übertragen. Etwa 850 Motive wurde für den Film gemalt, wobei über 120 Originalgemälde von Vincent van Gogh vollständig oder in Ausschnitten nachempfunden wurden. Die Motive selbst wurden in verschiedenen Versionen leicht variiert gemalt und somit in Bewegung versetzt. Auf diese Weise entstanden über 65.000 Einzelbilder. Ein unfassbarer Aufwand, der einen Film als Ergebnis hat, den es so noch nie gab. Hier ein paar Impressionen aus dem Film:

 

Inhaltlich ist der Film wie eine Art Krimi aufgebaut. Ein Jahr nach dem Tod Vincent van Goghs taucht ein Brief des Künstlers an dessen Bruder Theo auf. Der junge Armand Roulin (Douglas Booth) soll den Brief aushändigen und macht sich auf die Suche nach dem Bruder. Seine Suche führt Armand nach Auvers-sur-Oise, wo Van Gogh die letzten Wochen seines Lebens verbracht hat. Im Ort befragt Armand verschiedene Personen, die kurz vor dem Tod des Künstler mit ihm Kontakt hatten. Als er in seinen Erkundigungen Ungereimtheiten und einige verdächtige Lügen erkennt, beschließt Armand die Wahrheit über den Tod des Malers herausfinden. Stückchenweise erfährt der Zuschauer über Rückblenden und Erzählungen der Dorfbewohner einige traurige und interessante Details aus dem Leben van Goghs. Da ich wahrlich kein van Gogh Kenner bin, war da einiges Interessantes, Neues und Lehrreiches für mich dabei. Für gebildetere Filmfans wird der Film inhaltlich wahrscheinlich nichts Neues bereithalten.

Wichtig zu erwähnen wäre vielleicht noch, dass der Film im Wesentlichen auf Fakten oder zumindest persönlichen Empfindungen van Goghs basiert, die er in zahlreichen erhaltenen Briefen zum Ausdruck brachte, die er im Laufe seiner Lebensjahre an seine Vertrauten schrieb. Die auf Grund der verschiedenen Zeugenaussagen zum Teil recht widersprüchliche Lebensgeschichte van Goghs ist an sich schon interessant erzählt. Die visuelle Gestaltung, bei der das Gesamtwerk des Künstlers quasi zum Leben erweckt, ist meiner Meinung nach einfach grandios und unfassbar faszinierend. Für mich ist der Film ein absolutes Highlight, das ich jedem mit Nachdruck empfehle.

 

Loving Vincenthabe ich im Rahmen der großen Filmreise-Challenge gesehen.

Aufgabe 69 – Schaue einen Film, in dem es um die bildende Kunst oder einen Künstler geht.

Für weitere Informationen mögen Interessierte einfach auf das hübsche Banner klicken.

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11 Kommentare zu „Film: Loving Vincent – „Der schönste Film aller Zeiten“

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    1. Danke für den Link. Dass ein paar Werke nach Frankfurt kommen, hatte ich auch schon mitbekommen. Vielleicht könnte das ja einen Ausflug wert sein. 😉

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      1. Ich werde mir dann zum 1.6. eine Städelmitgliedschaft für 100 Euro holen und zum 1.1. wieder kündigen. Mitglieder dürfen nämlich an den Schlangen vorbei ohne Umwege ins Museum gehen. Vincent van Gogh ist mir das wert.

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  1. Baaahh, der steht auch schon eine gefühlte Ewigkeit auf meiner Liste. Ich will aber noch warten, bis sich endlich mal die Gelegenheit ergibt, ihn mit der Freundin zu schauen, die ihn auch unbedingt sehen wollte, aber kein Prime hat…. Jetzt bin ich noch ungeduldiger ^^

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  2. Oh ja, der Film hat mich auch sehr berührt! Und er bekommt noch so einen extra-touch an Wirkung, dadurch dass die Einzelbilder aus Gemälden in van Goghs Stil bestehen. Traumhaft. Ich mochte das sehr gern und sehe es als große Verneigung vor dem zu Lebzeiten so gescholtenen Künstler. Schade, dass er damals den Oscar nicht gewonnen hat. Wobei schade ist da nicht das richtige Wort … richtig mies war das.

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