Filmlogbuch #13 – 10 kurze Kurzkritiken

Logbuch

Hallo Filmfreunde,

ich hoffe ihr hattet ein schönes erstes Adventwochenende. Pünktlich zum Wochenstart habe ich mal wieder einen Logbucheintrag vorgenommen, in dem ich meine zehn zuletzt gesehenen Filme vorstelle. Viel Spaß.

 

1. The Commuter (2018) – Action-Thriller

commuter

Zwei wichtige Tipps von mir für meine lieben Leser.

Erstens: Wenn ihr irgendwann unterwegs seid, egal ob im Zug, im Flugzeug oder sonst wo, und Liam Neeson plötzlich auftaucht, schaut dass ihr da weg kommt. Der Mann zieht Probleme förmlich an.

Zweitens: Wenn ihr euch nächstes mal überlegt einen Film mit Liam Neeson zu schauen. Lasst es bleiben. „The Commuter“ ist der negative Höhepunkt einer jetzt schon länger anhaltenden Abwärtsspirale, in der sich der Schauspieler im Grunde seit „96 Hours“ befindet.

The Commuter“ habe ich mir eigentlich wegen Vera Farmiga angeschaut, die in exakt zwei Szenen mitspielen darf. Den Rest kann man getrost vergessen. Der Film ist echt schwach.

 

2. Rush (2013) – Biograpie/Drama

Rush

Ganz anders sieht es mit diesem Filmchen aus, das mich echt überrascht hat. Bevor ihr jetzt direkt zum nächsten Film springt, bleibt noch einen Moment da. Ja, es geht um die Rivalität der beiden Formel1 Legenden Niki Lauda und James Hunt. Aber! Der Film ist keinesfalls nur für Formel1- oder Rennsportfans gemacht. Er ist packend, actionreich und legt dennoch den Schwerpunkt auf die Charakterzeichnung der beiden Protagonisten. Für mich ein Highlight.

 

3. Halloween (2018) – Horror

Halloween

Yay! Ich war das erste mal seit Monaten wieder im Kino. Yay! Michael Myers ist wieder da! Und Yay! Die Leute im Kino nerven nach wie vor. Ich liebe den Halloween Film von 1978 und mag die Fortsetzung auch. Sehenswert.

 

4. Predestination (2014) – Sci-Fi/Drama

predestiation

Hierbei handelt es sich um einen australischen Zeitreise-Thriller mit Ethan Hawke. Dieser spielt einen Agenten, der durch die Zeit reist, um Verbrechen zu verhindern. Die Story ist spannend, wenngleich auf Grund der Zeitreiseproblematik ziemlich verworren. Ein Film, den man vielleicht mehr als ein mal sehen muss, um alle Details zu erfassen. Ich fand ihn jedenfalls sehr sehenswert und empfehle ihn euch guten Gewissens weiter.

 

5. Food Inc. (2008) – Doku

food inc

Ja ich habe mal wieder eine Doku zum Thema Ernährung geschaut. Dieses mal einen Film, der mir schon mehrfach empfohlen wurde, obwohl er schon zehn Jahre alt ist. Das merkt man allerdings auch, da einige Aspekte nicht mehr aktuell sind oder zur Zeit der Veröffentlichung gerade erst in den Kinderschuhen steckten. Dazu kommt, dass es sich bei „Food Inc.“ um einen amerikanischen Film über das amerikanische System handelt. Das ist zwar ganz interessant, lässt sich aber (zum Glück) nicht vollständig auf die Situation in Deutschland (oder Europa) übertragen. Zum Nachdenken regt der Film aber auf jeden Fall an. Insgesamt ganz nett.

 

6. The Collector (2009) – Horror

collector

Machen wir es kurz. Dieser Film ist echt schlecht. Ein Einbrecher will nachts einen Edelstein aus dem Haus einer scheinbar verreisten Familie entwenden und merkt dann zu spät, dass im Haus ein Verrückter weilt, der tödliche Fallen aufgestellt hat und Leute foltert. Tja, wer blutige Ekelszenen mag, wird hier seine Freude haben. Gruselig oder gar logisch ist hier jedoch nichts. Der Film ist echt schwach.

 

7. Happy Death Day (2017) – Horror/Komödie

death day

Die megaunsympathische Collegestudentin Tree wird eines Abends ermordet, um dann am selben Morgen wieder aufzuwachen. Immer wieder erlebt sie ihren Todestag und versucht vergeblich ihr Ableben zu verhindern und herauszufinden wer ihr Mörder ist. Das ist phasenweise ganz amüsant, verliert aber recht schnell seinen Reiz. Insgesamt eine ganz nette Adaption des Klassikers „Und täglich grüßt das Murmeltier“.

 

8. Das Belko Experiment (2016) – Thriller/Splatter

belko

Ein Gruppe von 80 Angestellten wird am Arbeitsplatz Teil eines brutalen Experiments. In zwei Stunden sollen 30 von ihnen Tod sein, sonst werden 60 von ihnen hingerichtet. Das blutige Gemetzel nimmt seinen Lauf. Allerdings wäre diese Orgie an Gewalt und Blutvergießen eigentlich gar nicht nötig gewesen, da es im Grunde um eine gar nicht so unrealistische Studie der menschlichen Natur geht und wie in Ausnahmesituationen Moral und Menschlichkeit in den Hintergrund rücken. Das ist durchaus interessant, wenngleich die wirklich expliziten Gewaltdarstellungen grenzwertig sind. Trotzdem fand ich den Film mit Abstrichen sehenswert.

 

9. Die Melodie des Meeres (2014) – Animation/Fantasydrama

song of the sea

Hier haben wir einen visuell etwas gewöhnungsbedürftigen Animationsfilm aus Irland. Darin geht es um ein kleines Mädchen, das sich eine Selkie herausstellt, ein Fabelwesen aus der keltischen Mythologie. Gemeinsam mit ihrem Bruder muss das Mädchen die Fabelwesen von einem Zauber erlösen, damit diese in ihre Welt zurückkehren können. Ich bin mir nicht sicher, ob das ein Film ist, der Kindern gefällt. Für Erwachsene ist er jedoch vielleicht auch ein wenig zu kindlich. Insgesamt erzählt „Die Melodie des Meeres“ eine rührende Geschichte und ist trotz der genannten gewöhnungsbedürftigen Optik ein sehenswerter Film.

 

10. A Ghost Story (2017) – Drama

ghost sory

Uff! Was kann ich über diesen Film sagen? Vielleicht zunächst mal, dass diejenigen, die ihn zu Ende schauen ganz sicher nicht zu den ungeduldigen Zeitgenossen gehören. Auch wenn es der Titel vielleicht vermuten lässt, handelt es bei „A Ghost Story“ nicht um einen Grusel- oder Horrorfilm. Viel mehr haben wir es hier mit einer Art seeeeeehr langsamen Liebesgeschichte zu tun. Es geht um das Loslassen und Festhalten an Dingen, die eigentlich vorbei sind. Ich weiß, dass das alles sehr nichtssagend klingt. Aber ich möchte wirklich nicht zu viel über den Film verraten. Die einen werden ihn hassen, weil er trotz der kurzen Laufzeit von 92 Minuten sehr langsam daher kommt und einige Szenen beinhaltet, in denen eigentlich nichts passiert. Die anderen werden ihn genau dafür lieben. Ich ordne mich irgendwo in der Mitte ein, da mich der Film emotional durchaus bewegt hat und ich ihn deswegen für insgesamt sehenswert halte.

 

Das waren die zehn Filme dieses Logbucheintrags. Habt ihr welche davon gesehen? Und stimmt ihr mir zu? Ich freue mich auf eure Kommentare. Bis bald,

Euer Ma-Go

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8 Kommentare zu „Filmlogbuch #13 – 10 kurze Kurzkritiken

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  1. Ich kann Neeson nicht verstehen, dass er in den letzten Jahren immer den gleichen Film, jeweils in einen anderen Fortbewegungsmittel , dreht. Der Mann war doch früher ein wirklich guter und wandlungsfähiger Schauspieler. Ich denke, es dauert nicht mehr lang, dann dreht er Direct to Video. Sehr schade.
    Rush fand ich auch super. Das 1970er-Jahre Feeling wurde wirklich gut rübergebracht und Hemsworth und Brühl spielen wirklich exquisit.

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  2. Ich fand Rush auch richtig gut, obwohl ich mich überhaupt nicht für Motorsport oder Formel-1 interessiere. A Ghost Story hat mich total fasziniert. Der Film hat mich förmlich eingesogen. Die Melodie des Meeres möchte ich auch unbedingt noch sehen. Auf den bin ich sehr gespannt.

    Gefällt 1 Person

    1. Ja „fasziniert“ trifft es im Zusammenhang mit A Ghost Story“ ziemlich gut. Trotzdem fand ich ein paar der langen Szenen schon übertrieben zäh. Dazu zähle ich noch nicht mal die Kuchenszene, von der alle immer sprechen. Das konnte ich nachvollziehen und fand sie sogar gewissermaßen wirkungsvoll. Wenn aber Rooney Mara z.B. den Müll rausbringt und wir ihr da geschlagene zwei Minuten dabei zuschauen müssen, erschließt sich mir der Sinn einer solchen Szene nicht.

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  3. Wichtige Frage zu The Commuter: fragt Liam Neeson zu einem leeren Platz „Is this seat… Taken?“ samt Blick direkt in die Kamera? Dann würde ich ihn vielleicht schauen. 😉

    Happy Death Day fand ich etwas besser als Du. hat mich positiv überrascht, wenn er auch über Strecken vor allem von seiner Hauptdarstellerin getragen wurde.

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