Halloween Spezial: 31 Blogger’s Gruselstories (12) – Warum ich Horrorfilme liebe

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Ein Text der lieben Gorana von ERGOThek:

Hi, ich bin Gorana und ich schreibe auf ERGOThek seit über 10 Jahren über Filme, Serien und Bücher. Heute erzähle ich euch meine persönliche Horrorgeschichte. Ich habe kein schlimmes Gruselerlebnis, das mich heute noch in meinen Träumen verfolgt, und keinen bleibenden psychischen Schaden, den eine bestimmte Filmszene verursacht hat. Aber genau das macht diese Geschichte zu meiner Geschichte. Ich erzähle euch, warum der Horror mir keine Alpträume bereitet.

Zuallererst mal, ich liebe Horrorfilme. Diese Liebe die ich empfinde ich groß, aufrichtig und absolut ehrlich. Meine Kinderpsyche wurde verschont, denn ich hatte als Kind kein Bedürfnis danach mich zu fürchten. Ich war lieber unbeschwert, und wollte nie vorzeitig erwachsen werden (das will auch heute noch nicht). Ich wußte immer, dass alles zu seiner Zeit kommen wird, und so sah ich mir lieber Komödien und Karatefilme an. Unsere Wege kreuzten sich immer wieder, aber die Horrorfilme und ich, wir beachteten uns nicht, bis ich eines Tages meinen Mann kennenlernte und mit ihm auch Horrorfilme zu lieben begann.

Ich war schon erwachsen und meine emotionale Welt war stabil, der Zeitpunkt war ideal um dieses stimmungsvolle Genre endlich besser kennenzulernen. Mein erstes intensives Horrorerlebnis kam mit „The Descent“, und damit begann auch meine Faszination für die Kunst des Horrorfilms. Ich würde lügen wenn ich sagen würde, ich hatte bei der Sichtung dieses Films keine Angst. Er ist nicht nur durchgehend stockdunkel, auch die Klaustrophobie erschlägt einen auch wenn man nicht an ihr leidet. All das muss man bei diesem Film 1,5 Stunden ertragen, um dann über das unfairste Ende der Filmgeschichte zu staunen. Das war ein sehr prägendes Horror Erlebnis, welches ich erst später so richtig verinnerlicht hatte, und zu schätzen gewusst habe.

Horrorfilme können nämlich etwas, das andere Filme kaum schaffen. Sie leben von ihrer besonders intensive Stimmung, die ist quasi Voraussetzung für jeden Horrorfilm. Das Licht ist immer voller Schatten, außer die Dunkelheit reißt alles an sich. Es ist nie richtig hell wenn der Horror zuschlägt, und die Menschen sind nie richtig auf das vorbereitet was sie gleich erwartet. Da ist ein großer Unterschied ob ich einen Film unter konstanter geistiger und Körperlicher Anspannung sehe, oder völlig entspannt und somit wahrscheinlich auch mit ständig abschweifenden und unkonzentrierten Gedanken. Ersteres macht das Filmerlebnis sehr viel intensiver. Es gibt, wie überall, gute und schlechte Filme die dieses Genre zu dem machen was es ist, aber mehr als bei jedem anderen Genre, finde ich beim Horrorgenre an so gut wie jedem Film etwas Gutes, Schönes oder Besonders. Und mehr als bei jedem anderen Genre bleiben mir die einzelnen Filme und Filmszenen im Gedächtnis, weil sie ganz andere Stellen in meinem emotionalen Zentrum aktivieren. Es ist ein Gefühl, das so ein gruseliges filmisches Kunstwerk hinterlässt, und nicht nur eine Erinnerung.

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