Original vs. Remake (5): The Clash of the Girls with the Dragon Tattoos

Clash

Einleitung:
Herzlich willkommen zum fünften Fight der Original vs. Remake Series. Nach einer ungeplant langen Pause fliegen heute endlich wieder die Fäuste. Und das in einem Kampf zweier Konkurrenten, die sich nichts schenken werden. Das verspricht ein enges Höschen zu werden.

In der linken Ecke, Jahrgang 2009, aus Schweden und trainiert von Niels Arden Oplev:

Verblendung

(Män som hatar kvinnor)

Warner
© Warner

In der rechten Ecke, Jahrgang 2011, aus Hollywood, USA und trainiert von David Fincher:

The Girl with the Dragon Tattoo

Verblendung Craig
© SONY Pictures Entertainment 2018

Als Ringrichter fungieren auch heute wieder Ma-Go und erstmalig auch die liebe Ainu. Die Zuschauer fragen sich wem der 2004 verstorbene Bestsellerautor Stieg Larsson wohl die Daumen gedrückt hätte? Ach was soll’s… Heute geht es nicht um literarische Vorlagen. Heute gibt es endlich wieder Fighting-Action. Und damit es direkt losgehen kann, schalten wir jetzt auch ohne größere Umschweife in den Ring. Wie immer sollte sich den Kampf nur anschauen, wer mit den hässlichen Details umgehen kann. (Das soll eine Spoilerwarnung sein…) Ring frei!

 

Runde 1: Story und Plot

 

Ainus Meinung:
Nachdem es sich bei beiden Filmen um eine Buchadaption handelt ist es nur logisch, dass sich die Streifen handlungstechnisch sehr ähneln. Trotzdem findet man hier und da doch durchaus gravierende Unterschiede, die sich als kleine Details tarnen. Da ich das zugehörige Buch nicht gelesen habe, kann ich an dieser Stelle nur Mutmaßungen anstellen, aber meiner Einschätzung nach hält sich das Original enger an seine literarische Vorlage. Das trägt dazu bei, dass sich die Geschichte in ihrer Gesamtheit durchdachter und runder anfühlt als beim Remake, bei dem die Handlung stellenweise weniger ausgereift daher kommt. Und obwohl einen beide Filme durchaus in ihren Bann ziehen können, was die Story betrifft, erhält hier das Original den Punkt von mir.

 

Ma-Gos Meinung:
Inhaltlich unterscheiden sich beide Filme tatsächlich nur geringfügig voneinander. Die wichtigsten Szenen und Handlungselemente sind in beiden Filmen enthalten und manche Sequenzen wurden in Finchers Remake sogar fast eins zu eins übernommen. Im Gegensatz zum Remake hat der Journalist Blomkvist eine persönliche Beziehung zu der verschwundenen Harriet und damit auch ein privates Interesse daran den Fall aufzuklären. Im Original hingegen verspricht Blomkvists Auftraggeber Henrik dem Journalisten, dessen Feind Wennerström ans Messer zu liefern. Hier ist Blomkvist vor allem von Rachegelüsten getrieben. Auch Lisbeth Salanders Rolle ist in beiden Versionen eine etwas andere. Darauf werde ich aber in der zweiten Runde noch genauer eingehen. Insgesamt hatte ich das Gefühl, dass die Einführung des komplexen Vanger Clans im Original deutlich klarer und übersichtlicher gelingt als im Original. Allerdings habe ich das Remake auch zuerst gesehen und hatte vielleicht bei der Sichtung des Originals einfach einen besseren Überblick. Auch wenn es bei Romanverfilmungen schwer ist von so etwas zu sprechen, stellt für mich jedoch „Verblendung“ die deutlich höhere Eigenleistung da als „The girl with the Dragon Tattoo“. Wie meine Ringrichterkollegin Ainu, habe ich die Romanvorlage nicht gelesen. Allerdings würde ich Ainu widersprechen, da sich Finchers Remake meines Wissens strenger an die Vorlage hält als das Original und dem Stoff folglich im Grunde nichts Neues hinzufügt. Einige der kleineren Änderungen halte ich sogar für eher negativ. Hier ist zum Beispiel Blomkvists im Remake schwierige Beziehung zu seiner Tochter, die während seiner Ermittlungen plötzlich auftaucht und ihm den entscheidenden Hinweis gibt. Sogar der Schauplatz, namentlich die schwedische Insel Hedeby, wurde übernommen. Da hätte ich mir gewünscht, dass man die Handlung beispielsweise an die amerikanische Ostküste verlegt, wie es auch schon bei „ The Departed“ der Fall war. So kann man sich schon fragen, wozu es ein amerikanisches Remake eigentlich braucht. Von daher geht mein Punkt hier klar an das Original.

 

Zwischenstand Runde 1:

Original 2 : 0 Remake

 

Runde 2: Schauspieler und Figuren

Ainus Meinung:
Dieser Punkt war für mich echt eine harte Nuss, versammeln doch beide Adaptionen einen ganzen Haufen talentierter Namen. Während beim skandinavischen Original Namen wie Nyqvist und Rapace die Hauptfiguren Blomkvist und Salander verkörpern, stehen ihnen bei der amerikanischen Version Craig und Mara gegenüber – allesamt Mimen, die ihr Handwerk beherrschen. Nachdem es hier aber nicht zwei Gewinner geben kann und ein Richter immerhin zum Richten da ist, habe ich mich doch nach längerem Abwiegen und Überlegen für die Paarung Craig/Mara entschieden. Das liegt einerseits daran, dass sie für mich bereits rein äußerlich wie für die Rolle gemacht wirken. Der blonde Schönling und Charmebolzen Craig passt für mich ideal auf die Rolle des nonchalanten Journalisten Blomkvist, der für eine gute Story schon mal Kopf und Kragen riskiert und dem seine Redakteurin und seine Kollegen dennoch das meiste durchgehen lassen. Bei Mara wird es für mich sogar noch deutlicher, man mag mich zwar jetzt klischeehaft nennen aber für mich passt die magere und blasse Mara, die aber dennoch eine gewisse Härte ausstrahlt einfach einen ticken besser ins Bild der unnahbaren Hackerin, als die durchtrainierte Rapace. Während bei den Schauspielern also Maras Darstellung der Salander das Zünglein an der Waage darstellt, ist es bei den Figuren die Charakterisierung des Blomkvist durch Craig. Der Blomkvist des Remakes wirkt schlau aber nicht überheblich, manchmal ängstlich aber nicht panisch, stellenweise überfordert aber nie völlig ratlos und verletzlich aber nicht zerbrechlich. Dieser Punkt geht also an das Remake.

 

Ma-Gos Meinung:
Wenn ich eine Pro/Contra Liste der beiden Versionen erstellen würde, könnte das Remake hier an einigen Stellen punkten. Ich mag zum Beispiel wie meine Vorrednerin Daniel Craigs Mikael Blomkvist deutlich lieber als Michael Nyqvists Version im Original. Aber auch kleinere Rollen wie die des Vergewaltigers Nils Bjurman fand ich im Remake (Yorick van Wageningen) einfach besser, weil widerwärtiger gespielt, als der schwedischen Originalversion (Peter Andersson). Und auch Stellan Skarsgard fand ich als perversen Serienkiller unheimlicher als Peter Habers Version im Original.
Doch trotz dieser Vorzüge stellt sich die Sache in dieser Runde nicht ganz so klar dar wie es auf den ersten Blick aussehen mag. Denn das Original hat einen ganz dicken Pluspunkt, der die Vorteile des Remakes locker wieder ausgleicht. Und das ist die Figur der Lisbeth Salander. Wie weiter oben bereits erwähnt unterscheidet sich die Rolle des titelgebenden Mädchens mit dem Drachentattoo in beiden Filmen deutlich. Sowohl Rooney Mara im Remake als auch Noomi Rapace im Original liefern beide großartige Darbietungen ab. Hier würde ich keiner der beiden Schauspielerinnen einen Vorteil zusprechen. Der Unterschied liegt viel mehr darin, wie Regisseur Oplev seine Lisbeth im Original in Szene setzt und dabei von der Romanvorlage abweicht. Das beginnt schon mit Lisbeths Äußerem. Während Rooney Mara immer gestylt, geschminkt und glatt rasiert ist, sehen wir Noomi Rapace hier und da auch mal ungeschminkt und mit unrasierten Achseln. Die Original-Lisbeth wirkt einfach wie die glaubhaftere Rebellin, der es wirklich egal ist was ihre Mitmenschen von ihr denken. Auch als ich Lisbeth und Mikael während ihrer gemeinsamen Ermittlungen näherkommen, wirkt Maras Version zugänglicher und verschmuster als Rapaces Figur, die Mikael beim Sex einfach unbefriedigt liegen lässt, nachdem sie ihren Orgasmus hatte. Auch wird im Original Lisbeths Hintergrundgeschichte nur angedeutet, während sie im Remake in einem Moment romantsischer Zweisamkeit Mikael und dem Zuschauer explizit von ihrer schicksalhaften Vergangenheit berichtet. Am deutlichsten wird der unterscheid jedoch am Ende des Films. Im Remake verliebt sich Rooney Mara in Daniel Craig und kauft ihm eine teure Motorradjacke, damit die beiden gemeinsam in den Sonnenuntergang cruisen können. Enttäuscht muss sie jedoch feststellen, dass Mikael offensichtlich andere Pläne hat als die erhoffte gemeinsame Zukunft. Im Original ist es genau andersrum. Mikael freut sich auf ein baldiges Widersehen nach seiner Haftstrafe und auf eine gemeinsame Zukunft mit Lisbeth. Die hat jedoch andere Pläne und lässt ihn sitzen.
Insgesamt ist diese Runde somit ziemlich schwer zu bewerten. Das Remake hat insgesamt die besseren Schauspieler. Dafür punktet das Original mit einer deutlich stärkeren, unabhängigeren und insgesamt glaubwürdigeren weiblichen Hauptrolle, die von der literarischen Vorlage abweicht. Wie es Ainu so treffend ausdrückte ist für mich Rapaces Lisbeth Salander „das Zünglein an der Waage“, das den Ausschlag für mich auf die Seite des Originals gibt. Punkt für das Original.

 

Zwischenstand Runde 2:

Original 3 : Remake 1

 

Runde 3: Technik und Ausstattung

Ainus Meinung:
Auch bei diesem Punkt könnte man meinen, dass sich die beiden Kontrahenten ziemlich ähnlich sein dürften, immerhin verzichtet das Thrillergenre bereits aus Tradition größtenteils auf ein kleines Hilfsmittel namens CGI. Außerdem dient dieselbe eisige skandinavische Landschaft als Setting in beiden Filmen und die Handlung ist auch ähnlich. Aber einen wichtigen Faktor gibt es, der all diese Argumente über den Haufen wirft und dafür verantwortlich zeichnet, dass die Filme inszenatorisch sehr wohl klar und deutlich voneinander zu unterscheiden sind, ein einziger Name: David Fincher. Während sich Oplev beim Original bei der Wahl der Farbpalette sehr gedeckt hält und damit eine Natürlichkeit erzeugt, die stellenweise stagnierend wirkt, bedient sich Fincher kräftiger, gesättigter Farben, die eine unverkennbare Dynamik in seine Filme bringen und mit zu seiner persönlichen Handschrift gehören – nie war ein helles Feuer in einer rabenschwarzen Nacht schöner anzusehen, nie wirkte das erstarrte Grau eines Sees stechender, nie das warme Licht einer flackernden Glühbirne hoffnungsvoller. Fincher liebt den Kontrast, und das nicht nur beim Color Grading, allein die einzelnen Wohnhäuser, die herrschaftliche Villa neben der baufälligen kleinen Hütte und dem darüber thronenden modernen Glasbau, alles ist Teil des Ganzen, trägt dazu bei, dass der Film mehr wird als die Summe seiner Teile, verschmilzt zu einem atmosphärischen Gerüst, welches die Handlung trägt. Nach all dem Gesagten dürfte es somit wohl nicht verwundern, dass auch dieser Punkt aus meiner Sicht an das Remake geht.

 

Ma-Gos Meinung:
Auch hier haben beide Filme meiner Meinung nach ihre Stärken und Schwächen. Während mir im Original der Sound etwas besser gefällt, weil er an den richtigen Stellen die Spannung sehr gut untermalt, finde ich das Remake dafür optisch wesentlich ansprechender. Finchers Version wirkt insgesamt düsterer und kälter und für mich als Mitteleuropäer fast skandinavischer als das Original. Hinzu kommen die farblichen Vorzüge, die Ainu geradezu schwärmerisch aufgelistet hat. Da schließe ich mich um es kurz zu machen einfach mal an. Auch wenn das Remake einige Szenen und Sequenzen vom Original übernommen hat, ist die emotionale Wirkung hier deutlich größer. Deswegen geht mein Punkt in dieser Runde an das Remake.

 

Zwischenstand nach Runde 3:

Original 3 : Remake 3

 

Runde 4: Genre Taste

Ainus Meinung:
Hier war ich mir zunächst nicht sicher, was ich unter diesem Punkt anführen beziehungsweise vergleichen soll und bin es immer noch nicht ganz – aber so wie ich es verstanden habe geht es hier wohl um einen genrespezifischen Gesamteindruck. Und bei dieser Kategorie wird dem Original wohl genau das zum Verhängnis, was ihm bei der Story den Punkt sichern konnte; während nämlich das Remake durch die handlungstechnischen Veränderungen auch hervorragend als Einzelfilm funktioniert, merkt man dem Original aufgrund der komplexeren Geschichte an, dass es der Beginn einer ganzen Reihe (in diesem Fall einer Trilogie) ist. Er nimmt sich mehr Zeit um Nebenhandlungen und für diesen Teil scheinbar eher unwichtige Nebenfiguren besser auszubauen und genauer zu beleuchten, wodurch er etwas behäbiger in die Gänge kommt. Alles in allem würde ich daher sagen, dass auch beim Gesamteindruck das Remake die Nase eine ganz kleine Spur vorne hat, dank einer flotten Inszenierung, eines runden Spannungsbogens und eines latent beklemmenden Gefühls, welches es beim Zuschauer erzeugt.

 

Ma-Gos Meinung:
Beide Filme sind spannende und gut gemachte Thriller. Tatsächlich finde ich beide Filme in Sternchen ausgedrückt sogar gleich gut. Finchers visueller Stil in Kombination mit Oplevs Idee einer starken weiblichen Hauptfigur würde einen noch deutlich besseren Film ergeben. Je mehr ich darüber nachdenke, desto schwieriger fällt es mir hier einen eindeutigen Punkt zu vergeben. Finchers Version ist wie gesagt nicht nur düsterer, sondern auch an einigen Stellen deutlich härter. Ich fand zum Beispiel die Vergewaltigungsszene im Remake noch drastischer und schwerer zu ertragen als im Original. Aber ist das ein Qualitätskriterium? Ich weiß es nicht. Auf jeden Fall macht man mit keinem der beiden Filme etwas falsch. Von daher teile ich den Punkt hier gerecht auf.

 

Zwischenstand nach 4 Runden:

Original 3,5 : Remake 4,5

 

Runde 5: Zuschauerwertung
Laut der IMDB kommt „Verblendung“ auf eine Wertung von 78, „The girl with the Dragon Tattoo“ ebenfalls auf 78. Auf Letterboxd schlägt das Remake das Original mit 76:74. Das ergibt eine addierte Zuschauerpunktzahl von 154:152. Hauchdünner Bonuspunkt für das Remake.

 

Endstand:

Original 3,5 : Remake 5,5

 

Fazit:
Und hier haben wir das Ergebnis. Zum ersten mal seit Gründung der Original vs. Remake Battle Association ist es hiermit dem Remake gelungen seinen Kontrahenten zu bezwingen. Auch wenn es eher ein hauchdünner Punktsieg als ein krachender KO war, geht der Sieg für Finchers Neuverfilmung insgesamt in Ordnung. Allerdings muss man fairerweise sagen, dass beide Kämpfer ein sehr ansprechendes Niveau an den Tag gelegt haben und sich beachtlich geschlagen haben.
Einen extra Kinnhaken bekommt zum Abschluss jetzt auch noch das deutsche Verleih- und Verlagswesen. Denn wenn man den Originaltitel der Romanvorlage „Män som hatar kvinnor“ (dt. „Männer, die Frauen hassen“) wie die englischen Kollegen in „The Girl with the Dragon Tattoo“ (dt. „Das Mädchen mit dem Drachentattoo“) umändern muss, ist das schon ziemlich dumm. Zumal es im Roman und den Filmen eigentlich gar nicht um Lisbeth Salander geht. Genauso gut könnte man das Buch auch „Der Journalist, der einen Fall aufklärt“ nennen. Das kommt immerhin auch vor. Wenn man dann aber als deutscher Verlag/Verleih da noch eins drauf setzen muss und den Titel in den noch unsinnigeren „Verblendung“ abändert, setzt das meiner Meinung nach der Dummheit die Krone auf. Zumindest in diesem Nebenkampf haben wir dann mal einen krachenden KO gesehen.

 

Habt ihr auch ein hübsches Drachentattoo, das ihr uns zeigen wollt? Oder wollt ihr uns verraten was ihr von dem heutigen Kampf haltet? Würde euer Fazit anders ausfallen? Wenn ihr Wünsche, Vorschläge oder Anregungen für künftige Fights habt, die ihr gerne sehen würdet, schreibt es einfach in die Kommentare. Bis zum nächsten Mal.

 

Bisherige Fights zum Nachlesen:

(1) Ringu vs. The Ring

(2) King Kong vs. King Kong

(3) A Tale of two Sisters vs. Der Fluch der zwei Schwestern

(4) Infernal Affairs vs. The Departed

24 Kommentare zu „Original vs. Remake (5): The Clash of the Girls with the Dragon Tattoos

Gib deinen ab

  1. Für mich ist das Original besser, vor allem wegen der rundeten Story und dem besseren skandinavischen Feeling. Fand das ganze in Remake etwas hölzern und die Darsteller sind sich ebenbürtig.
    Ich würde ja ein A Star is Born Battle vorschlagen, wo die vierte Fassung kurz vor der Kinopremiere steht.

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    1. Danke für deinen Kommentar. Ich finde es immer spannend und auch amüsant, wenn zwei Leute denselben Film schauen und dann zu genau gegensätzlichen Ergebnissen kommen. Das was du bezüglich der Story sagst, hat FilmkritikenOD genau andersrum gesehen. Aber so ist das manchmal. 🙂

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  2. Allein wegen Noomi (und die Unterschiede in ihrer Lisbeth) gewinnt bei mir das Original. Aber zum Look und Daniel Craig gebe ich euch vollkommen Recht! Und sicher auch noch bei ein paar anderen Dingen, die ich nicht mehr im Kopf habe, weil es schon eine Weile her ist, dass ich einen der Filme gesehen habe.

    An Ma-Go: „Insgesamt hatte ich das Gefühl, dass die Einführung des komplexen Vanger Clans im Original deutlich klarer und übersichtlicher gelingt als im Original.“ Ich glaube, hier kommt irgendwo Remake statt Original rein. 😛 Im nachfolgenden Satz wird klar, dass das Remake gewinnt, aber hier hast du dich vertippt.

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  3. Wie schön, dass es diese Reihe noch gibt und was für ein spannender Kampf!

    Ich kenne bislang nur das Original und fand es ehrlich gesagt nicht sooo berauschend. Der Film zehrte doch sehr vom unbestreitbaren Charisma von Noomi Rapace (die in Hollywood einen sehr schlechten Manager zu haben scheint…) als irgendwas anderem. Daher habe ich mir bisher auch das Remake gespart, auch wenn das, wie von Euch bestätigt, dank Fincher sicherlich technisch versierter sein dürfte.

    Zum Titel: mir gefällt da keiner so richtig. Der Originaltitel ist platt, der englische beliebig und der deutsche dann völlig willkürlich. Aber dennoch sind wir uns in der Rangfolge einig… 😉

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    1. Selbstverständlich gibt es die Reihe noch. Ich bin am Überlegen ein paar Rubriken zu löschen. Aber ganz sicher nicht die OvsR Reihe.

      Allerdings war das hinter den Kulissen eine echte Odyssee bis dieser Beitrag zustande kam. Die nächste Runde lässt hoffentlich nicht so lange auf sich warten. 😉

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  4. Endlich geht es mit meiner Lieblingskategorie mal wieder weiter. Und dann auch gleich mit einem Remake, das in meinen Augen das Original weit hinter sich lässt. Allein durch den beklemmenden Soundtrack und die Umsetzung der spannendsten Szene („Hängepartie“), steht die US-Verfilmung ein paar Stufen über der ersten Verfilmung.

    Schade finde ich, dass keiner von euch beiden den Roman gelesen hat, denn dann würden solche Sätze wie „Zumal es im Roman und den Filmen eigentlich gar nicht um Lisbeth Salander geht.“ gar nicht erst fallen. Bereits im ersten Roman wird klar, dass der Mythos Lisbeth Salander die treibende Kraft hinter allem ist, was in der Welt passiert, wenn auch erst mit den Nachfolgeteilen ersichtlich wird, warum das genau der Fall ist.
    Auch so eine Sache, die das Remake besser macht. Dort gibt es wesentlich mehr und gelungenere Anspielungen auf die Welt rund um Frau Salander. Dazu ist das Ende wesentlich stimmiger.
    Insgesamt nehmen sich beide Verfilmungen Freiheiten heraus, aber die US-Version bleibt doch noch näher an der literarischen Vorlage. Ob das nun positiv oder negativ ist, sei dahingestellt, denn die Umsetzung ist in Sachen Stimmung und Spannung um ein solches Maß überlegen, dass es darauf auch nicht mehr ankommt. Und dabei finde ich die erste Umsetzung ebenfalls sehr gelungen (ganz im Gegensatz zu den beiden Fortsetzungen, die leider nur fürs Fernsehen gedreht wurden, und nicht mehr fürs Kino).
    Mal sehen, was Hollywood aus dem zweiten Teil macht. Der Trailer sieht ganz okay aus.

    Warum du das Plakat des Erstlings nicht zeigst, entschließt sich mir, da solche Bildzeugnisse frei verwendet werden dürfen. Stattdessen noch nachzutreten, finde ich auch nicht die feine Art, und da kann ich schon verstehen, warum die keine Kooperation wollen 😉
    So wird das nichts mit den Preisen für das Filmquiz.

    Alles in allem danke für das Comeback der Kategorie. Und wie so oft gilt: lest die Vorlage 🙂

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    1. „Warum du das Plakat des Erstlings nicht zeigst, entschließt sich mir, da solche Bildzeugnisse frei verwendet werden dürfen.“

      Wende dich damit mal an Ainu. Sie ist die Rechtsexpertin und sieht das anders. 😛

      „Stattdessen noch nachzutreten, finde ich auch nicht die feine Art, und da kann ich schon verstehen, warum die keine Kooperation wollen“

      Das klingt aber schon ein bisschen heulsusig 😉 Ich denke man muss nicht immer die feine Art bevorzugen. Es geht mir auch weniger darum, dass Warner nicht MIT MIR kooperieren will, sondern generell Blogs wie den unseren keinen Zugriff auf das Pressematerial gewährt. So wie es sonst eigentlich alle großen Verleihe tun.

      Egal. Ich bin jedenfalls froh, dass dein gewünschter Beitrag nun endlich von der To-Do Liste verschwunden ist. 🙂

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      1. Im Urheberrecht wird viel erzählt, wenn der Tag lang ist. Wenn man sich mit dem Film auseinandersetzt und das Bild gescheit mit einer Quelle versieht, dann spricht meiner Einschätzung nach nichts dagegen.
        Und wenn, dann sollen sie erst einmal den non-profit-Blog abmahnen. Viel Spaß dabei ^^

        „Das klingt aber schon ein bisschen heulsusig 😉“

        Jupp, genau so klingt der weiße Text vor schwarzem Hintergrund 🙂

        Welches Remake steht denn als nächstes an?

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        1. „Wenn man sich mit dem Film auseinandersetzt und das Bild gescheit mit einer Quelle versieht, dann spricht meiner Einschätzung nach nichts dagegen.“

          Das ist jetzt nicht abwertend gemeint sondern ehrlich interessiert. Aber was qualifiziert dich zu dieser Aussage? Ich habe, nachdem mich Ainu kostenlos belehrt hat, selbst ein bisschen recherchiert und habe die Rechtslage so verstanden, dass man selbst mit Quellenangabe die Zustimmung des Autors/Besitzers einholen muss. Es sei denn es handelt sich um ein Bildzitat. Das ist aber in diesem Beitrag hier nicht der Fall. Oder?

          „Jupp, genau so klingt der weiße Text vor schwarzem Hintergrund“
          Touché!

          „Welches Remake steht denn als nächstes an?“
          Gibt ein paar Optionen. Ich persönlich hätte seit längerem Bock auf einen Disney Klassiker. Gibt ja bereits einige und es kommen demnächst auch noch ein paar mehr.
          Urspunglüch war für die jetzige fünfte Runde „Brothers vs. Brodre“ angedacht. Da hab ich aber das Original nicht bekommen. Im Zweifelsfall wird es einfach wieder ein Horrorfilm. „Evil Dead“ hätte ich auch Lust drauf 🙂

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          1. Mich qualifiziert gar nichts zu dieser Aussage. Ich habe den Mist zwar studiert, aber Urheberrecht spielt dabei keine Rolle, weswegen ich für eine wirklich qualifizierte Aussage zu diesem Thema Kommentare und Gerichtsurteile wälzen müsste.
            § 51 UrhG ist da (wie die meisten Gesetze) nicht so eindeutig https://www.gesetze-im-internet.de/urhg/__51.html

            Nur so lege ich das jetzt mal auf die schnelle aus.
            Allerdings, und da gebe ich Ainu vollkommen recht, ist die sicherste und beste Lösung diejenige, sich an die Verleiher und deren Presseportale zu wenden. Von dem her gibt es da nichts zu beanstanden.

            Du hättest daraus ein Bildzitat machen können, wenn ihr euch auch darüber unterhalten hättet, welches Poster warum besser ausschaut 🙂

            Du hast das Original nicht bekommen?
            Ein gesetzestreuer Bürger, sehr schön ^^
            Ist schon länger her, dass ich die beiden gesehen habe, aber in meiner Erinnerung ist bis auf die Gefangenschaft und die schauspielerische Leistung das meiste sehr ähnlich.

            Evil Dead bietet da doch einen gänzlich anderen Ansatz, wüsste aber nicht, wie das Original da eine Chance haben sollte, wäre aber zumindest ein Vergleich zweier wirklich unterschiedlicher Filme. Ich würd’s lesen 😛

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          2. Leider finde ich das Passwort zu der Mail-Adresse, die du hast, zur Zeit nicht mehr.
            Und bei web.de weigere ich mich, die Telefongebühr für die Wiederherstellung zu zahlen.
            Hab dir ne Mail von meiner „richtigen“ Adresse geschickt.

            Gefällt 1 Person

  5. Ich stell mich mal beschämt in die Ecke. „Verblendung“ ist „The Girl with the Dragon Tattoo“? Wusste ich durch die deutsche Übersetzung bis zum heutigen Tag noch nicht 😀
    Wird bei Gelgenheit mal nachgeholt 🙂

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      1. Bücher nie gelesen, beim ersten „Verblendung“ an irgendeinen skandinavischen Krimi gedacht, beim zweiten dann an ein schlechtes amerikanisches Remake. „The Girl with the Dragon Tattoo“ hat mich aber schon immer interessiert, so rein vom Titel her 😀 😀
        Danke für die Aufklärung 😉

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  6. Ich mag den Originalfilm sehr viel lieber. Zum einen auch aufgrund der Figur Lisbeth Salander. Zum anderen und da bin ich konträr zu euch beiden aufgrund der Optik, die eben gerade genau den skandinavischen Stil hat, den Filme aus dieser Region sofort als Filme aus dieser Region outen. (Klingt komisch, ist aber so. ;)) Und Nyqvist (R.i.P.) ist großartig in seiner Rolle.

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