Film: Mountain – Auf dem Gipfel der Langeweile?

Mountain
Quelle: imdb.com

Hallo Filmfreunde,
für die heutige Filmbesprechung habe ich mich in schwindelerregende Höhen begeben und mir die Dokumenation „Mountain“ angeschaut. Wie der Titel bereits andeutet, hat das nur bedingt Spaß gemacht. Warum, erfahrt ihr hier:


In ihrer Dokumentation „Mountain“ entführt uns Jennifer Peedom auf die höchsten Gipfel der Erde und versucht dabei dem Zuschauer die Faszinnation der Berge näherzubringen. Ich habe ja mal gehört, dass Menschen entweder eher von den Bergen oder von Wasser fasziniert sind und sich angezogen fühlen. Ich persönlich bin ganz eindeutig eher der Wassertyp. Vielleicht hängt das ja mit meinem Sternzeichen zusammen…


Trotz meines Mangels an Interesse hat mich vor einiger Zeit Baltasar Kormakurs Bergsteigerdrama „Everest“ so nachhaltig beeindruckt, dass ich nun auch „Mountain“ eine Chance geben wollte. Vielleicht wird ja aus mir doch noch ein Bergsteiger? Eher nicht, denn der Film war leider absolute Zeitverschwendung.
Zugegebenermaßen zeigt der Trailer ein paar sehr schöne Naturaufnahmen. Allerdings kommt im Film kaum noch etwas Sehenswertes dazu und die Einstellungen sind zum Teil viel zu lang. Wahrscheinlich sollen die Bilder so besser auf den Zuschauer wirken. Bei mir hat das jedoch überhaupt nicht funktioniert. Tatsächlich fiel es mir aufgrund der hypnotischen Wirkung der Bilder zwischendurch sehr schwer bei der Sache zu bleiben. „Einschläfernd“ wäre ein anderer, weniger wohlwollender, Begriff der mir dazu in den Sinn kam.
Hinzu kommt ein aus dem Off erzählender Willem Dafoe, der alle paar Minuten Glückskekssprüche und Kalenderweisheiten vorlesen darf. „Die Berge die wir besteigen, bestehen nicht nur aus Fels und Eis. Sondern auch aus Hoffnungen und Wünschen.“ Ernsthaft?
Zum Ende des Films deutet der Film so etwas wie Kritik am Abenteuer-Tourismus der Menschen an, der die rohe Natürlichkeit der steinigen Giganten verändert und zerstört. Dazu werden ein paar Aufnahmen von Extremsportlern in Aktion gezeigt. Dabei weiß man am Ende gar nicht mehr, ob nun die waghalsigen Athleten oder die Berge im Hintergrund bewundern soll.
Alles in allem ist „Mountain“ meiner Meinung nach eine eher schwache Doku, die mein Interesse an der Welt der Berge zu keinem Zeitpunkt wecken konnte. Viele der Bilder habe ich in anderen Naturdokus und sogar im realen Leben schon wesentlich imposanter gesehen. Von daher dürfte das wohl der bisher enttäuschendste Halt auf meiner Filmreise gewesen sein. Schade. Die wenigen coolen Aufnahmen, die der Film dann doch hat, so wie der durchaus gelungene Soundtrack verhindern, dass „Mountain“ ein kompletter Griff ins Klo ist.

Den Film habe ich im Rahmen der großen Filmreise Challenge gesehen. Aufgabe 54 – Schaue zwei Dokumentationsfilme zu zwei verschiedenen Themen (2). Für weitere Informationen mögen Interessierte einfach auf das hübsche Banner klicken.

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14 Kommentare zu „Film: Mountain – Auf dem Gipfel der Langeweile?

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  1. Oooch, den hatte ich eigentlich für die Filmreise Challenge vorgemerkt. Ich dachte, wenn mich einer für Berge begeistern kann, dann der Willem. Ich wusste nicht, dass er Poesie-Album Sprüche von sich geben würde.

    Dann mus ich vielleicht doch „schummeln“ und auf Unser blauer Planet II *Schock! TV-Serie* zurückgreifen…

    Gefällt 1 Person

      1. Sehen werd ich ihn so oder so. Ein Freund (begeisterter Snowboarder) will ihn mir unbedingt zeigen. Wenn er mir nicht gefällt, nehme ich ihn aber eher nicht in die Challenge. Da fände ich es doof über einen Film zu schreiben, der mir nicht gefällt.

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