Film: Logan – Ein versöhnlicher Abschluss (für einen Superheldenmuffel)

logan
Quelle: Imdb.com

Hallo Filmfreunde,

im Rahmen der Filmreise Challenge stand ich neulich vor einer für mich echten Herausforderung. Schließlich lautet dort eine der Aufgaben „Schaue eine Comicverfilmung“. Und wie ihr wisst führten Comicverfilmungen und ich ja bisher eine eher durchwachsene Liaison. Also entschied ich mich für das aus meiner Sicht potentiell geringste Übel. Den vielerorts hochgelobten „Logan“.

In „Logan“ schlüpft Hugh Jackman nach 17 Jahren zum letzten mal in die Rolle des Mutanten und ehemaligen X-Man Wolverine/Logan/James. Seine alten Weggefährten existieren nicht mehr und der alternde Logan ist dabei seine Kräfte zu verlieren und daran zu sterben. Als das junge Mutantenmädchen Laura auftaucht, die offensichtlich von skrupellosen Killern gejagt wird, muss Logan ein letztes mal die Krallen wetzen und den Helden spielen.

Logan“ ist im Vergleich zu anderen Superheldenfilmen erfrischend anders. Das merkte ich bereits in der ersten Szenen, in der Wolverine auf recht blutrünstige Art und Weise ein paar Ganoven aufmischt. Ach was, nennen wir das Kind ruhig beim Namen. Er hackt ihnen ganze Körperteile ab und rammt ihnen seine adamantiumgestählten Krallen in den Schädel. Das hat schon Spaß gemacht. Selbstverständlich sind jedoch das hohe Maß an Brutalität in den Kampfszenen und die beachtliche Menge an vergossenem Blut dabei keineswegs ein Qualitätsmerkmal. Dennoch wird dieser düstere und ernste Ton dem Charakter der Hauptfigur wesentlich mehr gerecht als die bunte Welt des MCU oder z.T. auch der X-Men-Filme.

Auch die Charakterzeichnung des alternden und müden Logan hat mir gut gefallen. Der sowohl körperliche als auch seelische Verfall des einstigen Helden ist allgegenwärtig und wird durch beeindruckende Bilder untermalt. Ein wirklich grandioses und damit würdiges Finale für Hugh Jackman, der in seinem letzten Auftritt als Wolverine glücklicherweise den Film bekommen hat, den er selbst und wahrscheinlich auch viele Fans haben wollten.

Selbst mir als Superheldenmuffel hat „Logan“ gut gefallen, weil er einiges besser macht als die meisten anderen Genrebeiträge. Trotzdem ist auch „Logan“ bei weitem nicht perfekt. So erschloss sich mir beispielsweise nicht, was der Auftritt des Albino-Mutantenfinders zum Film beitragen sollte. Oder warum die kleine Laura zunächst stumm ist, später dann doch spanisch sprechen und als das auf Dauer zu kompliziert wird, sich plötzlich in perfektem Englisch ausdrücken kann. Und wenn ich ehrlich bin, wäre auch ein Bösewicht mit etwas mehr Profil deutlich interessanter gewesen.

Sei es wie es sei. Um meine einleitende Formulierung noch mal aufzugreifen war „Logan“ nicht nur das vermutlich geringste Übel, sondern in meinen Augen tatsächlich eine ziemlich gute Comicverfilmung. Auch wenn ich die Vorlage gar nicht kenne.

Den Film habe ich im Rahmen der großen Filmreise Challenge gesehen. Aufgabe 63 – Schaue eine Verfilmung eines Comics. Für weitere Informationen mögen Interessierte einfach auf das hübsche Banner klicken.

Filmreise-Banner1

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5 Kommentare zu „Film: Logan – Ein versöhnlicher Abschluss (für einen Superheldenmuffel)

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  1. Also für mich war Logan der schlechteste Film, den ich jemals gesehen habe, gerade WEIL er so krass anders war als alle vorherigen Filme.

    Mit deinen negativen Punkten zum Thema Sprache des Mädels, Plot und Antagonist hast du ohnehin Recht 🙂

    Gefällt 1 Person

  2. Deine Negativpunkte sind zwar richtig, haben mich hier aber überhaupt nicht gestört. Jackman, Stewart und Daphne Keene waren letztlich alles was James Mangold brauchte, um wohl den einzigen Superhelden-Film zu machen, den ich guten Gewissens Superheldenmuffeln empfehlen würde. Aber ich mag ja ohnehin Western, von daher lag er eh auf meiner Wellenlänge.

    Hoffentlich bleibt Jackman bei seiner Entscheidung, dass es das war und sieht nicht so viele Disney-Nullen auf nem Check, das er gar nicht nein sagen kann…

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      1. Logan-Regisseur James Mangold hat sich soeben einen „Gastauftritt“ in meinem Samstagsartikel verdient. Mit einem Text so wütend, dass man die pulsierende Ader auf der Stirn fast lesen kann…

        Was da mit dem Thema zu tun hat? Nix, aber es amüsiert mich gerade. 😉

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