Film: Atomic Blonde – Über die Kunst der stylischen Belanglosigkeit

atomic blonde

Hallo Filmfreunde,

es ist mal wieder Zeit für eine Runde Kinotratsch. Heute geht es um David Leitchs Agenten-Action-Thriller „Atomic Blonde“, in dem Charlize Theron als ultra coole Geheimagentin Ostberlin zur Zeit des kalten Krieges aufmischt. Ein Film, der wunderbar zeigt, wie die Traumfabrik Hollywood seine Produkte mittlerweile so geschickt verpackt, dass das Publikum fast nicht mehr merkt welchen Müll es da gerade konsumiert. Insofern ist „Atomic Blonde“ gewissermaßen ein Meisterwerk in der Kunst der stylischen Belanglosigkeit.

 

Es gibt einen kleinen aber feinen Unterschied zwischen komplex und kompliziert. Die Story in „Atomic Blonde“ ist alles andere komplex. Genau genommen könnte sie banaler sogar kaum sein: Die bösen Russen sind in Besitz einer Liste gelangt, auf der sich die Identitäten aller westlichen Agenten befinden. Spezialagentin Lorraine Broughton (Charlize Theron) wird nach Ostberlin geschickt, um jene Liste zu beschaffen und sicherzustellen. So weit, so unspektakulär. Was im Film dann folgt, ist ein verworrener Haufen von Handlungsschritten, dem trotz der simplen Quintessenz des Films nur schwer zu folgen ist. Figuren tauchen auf und verschwinden. Schauplätze wechseln ebenso schnell wie unübersichtlich. Sollte mir übrigens jemand erklären können welche Funktion Til Schweigers Figur im Film haben soll, erntet er meine volle Bewunderung.

Nun ist es keineswegs so, dass Actionfilme per Definition tiefgründige Plots und philosophischen Exkurs miteinander vereinen müssen. Um aber nicht vollkommen langweilig zu sein, sollten jedoch auch bei eher schwacher Story zumindest die Figuren für den Zuschauer von irgendeinem Interesse sein. Doch auch das ist in „Atomic Blonde“ nicht der Fall. Keine der Figuren ist unterhaltsam oder interessant. James McAvoys Figur ist nicht mehr als ein viel zu häufig gesehenes Abziehbild. Sofia Boutella spielt das naive Dummchen, das nur Agentin werden wollte, weil sie das Reisen und die Abenteuer des Agentenleben lustig und spannend fand. Und dann bleibt da noch Charlize Theron, die als Heldin den eigentlichen Film tragen muss. Nur leider ist das interessanteste an ihr die Tatsache, dass zur Abwechslung mal eine Frau die Bösen vermöbeln und cool in die Kamera schauen darf. Ok, und vielleicht sind ihre Nackt- und homoerotische Sexszenen für den einen oder anderen (männlichen) Zuschauer auch noch von Relevanz. Meiner Meinung ist das unter dem Strich etwas wenig.

Insgesamt ist „Atomic Blonde“ somit was Story, Erzählweise und Figuren angeht gnadenlos durchgefallen. Erstaunlicherweise wirkt der Film jedoch beim Schauen gar nicht mal so schlecht. Das liegt vor allem daran, dass es Regisseur Leitch sehr gut gelingt die eklatanten Schwächen seines Films zu kaschieren. Ich betone „KASCHIEREN“. Von „ausgleichen“ kann hier trotzdem keine Rede sein.

Denn bei aller Belanglosigkeit kann man „Atomic Blonde“ eines nicht nachsagen. Nämlich dass der Film nicht stylisch sei. Der in Neonfarben leuchtende Look des Films ist ebenso cool wie der an vielen Stellen perfekte Einsatz des Soundtracks. Dieser beinhaltet im Prinzip alles was das 80er Jahre Synthie-Pop und NDW Regal hergibt: Depeche Mode, Peter Schilling, Nena, David Bowie, The Cure oder Eurythmics. Das klingt doch nach einer Menge Spaß und hilft dem Film ungemein.

Auch die Actionszenen sind sehr gut inszeniert, toll choreographiert und fühlen sich selbst im bequemen Kinosessel zum Teil ziemlich schmerzhaft an. Besonders erwähnenswert ist sicherlich eine zehnminütige Klopperei-Plansequenz, die handwerklich allererste Sahne ist. Allerdings ist es kein gutes Zeichen, wenn im Kino während solch intensiver Szenen hier und da unruhiges Raunen und Gekicher im Saal beginnt. Vielleicht wurden da an manchen Stellen ein paar Stellschrauben ein bisschen überdreht.

Bleibt abschließend die Frage wie man einen Film wie „Atomic Blonde“ nun bewerten soll. Style over Substance ist ein sicherlich gerechtfertigter Ansatz, wenn es darum geht einen Film zu gestalten. Ob man das mag, muss jeder Zuschauer für sich entscheiden. Auf mich wirkte „Atomic Blonde“ vor allem wegen seiner langweiligen Figuren und der belanglosen Handlung wie ein knapp zweistündiges Musikvideo. Ein Film, der stylisch aussieht, sich energiegeladen anhört und letztenendes unfassbar öde und unspannend daher kommt. Es bleibt zu befürchten, dass dies jedoch der neue Weg Hollywoods werden könnte. Vor allem wenn man sich vor Augen hält, dass mit „Lala Land“ ein Werk zum besten Film des Jahres gekührt wurde, das die Kunst der stylischen Belanglosigkeit gewissermaßen perfektioniert hat.

 

Habt ihr „Atomic Blonde“ gesehen oder habt es vor? Wenn ja wie fandet ihr ihn? Und wie steht ihr zum Thema Style over Substance? Habt ihr Beispiele für gute oder auch schlechte Filme, bei denen Inhalt und Figuren eher im Schatten der stilistischen Gestaltung stehen? Wie immer bin ich sehr gespannt auf eure Kommentare.

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48 Kommentare zu „Film: Atomic Blonde – Über die Kunst der stylischen Belanglosigkeit

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  1. Guter Artikel, auch wenn du mir damit gerade ein bisschen die Vorfreunde genommen hast. 😉 Aber so werde ich aber auf jeden Fall nicht enttäuscht den Kinosaal verlassen. Bin sehr gespannt auf den Film, da ja Charlize Theron die meisten Stunts selber gemacht hat. „Style over Substance“ scheint schon immer mehr Trend zu werden. Es gibt Filme wo man sehr gut mit „Style over Substance“ leben kann (aktuelles Beispiel z.B. „Baby Driver“), bei anderen wiederum weniger (aktuelles Beispiel z.B. „A Cure for Wellness“.)

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    1. Gute Beispiele, „Baby Driver“ hätte ich jetzt auch als gelungenes Style-over-Substance-Beispiel genannt. Und „A Cure for Wellness“ war echt schlimm, affektierter, überambitionierter, eitler Quark, da kann ich mir auch den Zauberberg von Thomas Mann noch mal reinwürgen. 🙂

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      1. Lala Land mochte ich ganz gern, aber ich kann nachvollziehen, wenn man ihn belanglos findet. Die Musik war so lala 😛 Ein paar nette Melodien dabei, aber nichts, was mich so richtig mitgerissen hat, wie etwa bei „Evita“, „West Side Story“, „Grease“ oder „Little Shop of Horrors“

        Trotzdem mochte ich die Grundstimmung des Films und fand die Figuren sympathisch, Emma Stone und Ryan Gosling funktionieren außerdem gut als Paar und gehören zu meinen Lieblingsschauspielern. Vielleicht konnte ich mich aber auch vor allem in Emma Stones Figur gut reinversetzen, weil ich ja selbst eine Schauspielausbildung gemacht habe und die Branche ein wenig kenne. Und ein Träumer bin ich wohl auch 🙂

        Es war ein bisschen das Gegenteil von dem, was ich bei „Dunkirk“ hatte. Der Film war zwar technisch gut gemacht, aber ich fand ihn persönlich einfach doof. „Lala Land“ war technisch OK, aber nicht herausragend, aber ich mochte ihn persönlich trotzdem.

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        1. Das mit dem „im Land sein“ galt übrigens dem Weltenbummler Gobi. 🙂

          Kann schon sein, dass dein emotionaler Bezug zum Film komplett anders war als meiner. Ich bin nämlich sehr viel. Aber ein Träumer auf keinen Fall. Allerdings fand ich Lala Land technisch (also Kulissen, Musik etc.) schon gut. Nur waren halt die Figuren und der Inhalt wie ich schon sagte für mich total belanglos.

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      2. Jap, bin wieder back in Town 🙂 Bin auch sehr gespannt auf Atomic Blonde und werde dir meine Meinung dazu auf jeden Fall noch mitteilen. Lala Land fand ich so lala 😉 Bin eigentlich kein Musical-Fan und habe ihn mir nur wegen Damien Chazelle angeschaut (Whiplash stand bei mir 2015 auf Platz1!) Habe es sehr begrüsst, dass der Film nicht nur ein reines Musical war. Technisch war er definitiv eine Augenweide (Regie, Kamera, Schnitt,Szenenbild). Was mir nicht so gefallen hat, waren die teilweise kitischigen und banalen Szenen. Mit seiner Laufzeit von knapp über 2h hat er auch diverse langweiligen Stellen. Nach meiner zweiten Sichtung wird sich dann entscheiden, ob ich ihn in meine Sammlung aufnehme. Evtl. mache ich es auch nur um meine Freundin zu ärgern, die hasst nämlich Lala Land 😀

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  2. Wenn La La Land Style over substance ist, sind 90% der Filme Style over substance…
    Kann dieses Problem bei La La Land wirklich nicht sehen, ist für mich auch ein klares Actionfilmsyndrom, das hin und wieder Historienfilme trifft…

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    1. Hi und danke für deinen Kommentar. Vielleicht kurz zur Erklärung. Ich fand Lala Land über weite Strecken stinklangweilig. Die Lieder sind nett und die Schauspieler hübsch. Das war es dann aber auch schon. Die Träumer-Botschaft fand ich nervig und die Figuren z.T. in ihrem Handeln unglaubwürdig.
      Ich weiß, dass wir hier über ein Musical reden. Aber insgesamt war das einfach zu wenig Inhalt für mich

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      1. Interessant wie du den Film siehst, ich fand die Träumerbotschaft nicht nervig und nicht unrealistisch. Die Figuren handelten wie normale Menschen die einen Traum haben, egal ob ihrer Beziehung oder Karriere.
        Ich fand der Film hatte mehr Inhalt als fast alle Liebesfilme

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        1. Vielleicht liegt es ja daran, dass ich einfach keine Träume mehr habe und deswegen nicht mitreden kann. 😁
          Emma Stone sagt im Film sinngemäß „Die Leute werden kommen, weil du mit Leidenschaft dabei bist. Die Menschen stehen auf Leidenschaft.“ Und am Ende muss Frank Rosin kommen und den Laden retten, weil der Besitzer keinen Plan hat, wie man einen Club führt. Das halte ich für naiv. Genauso wie dass man sich (Träume hin oder her) nach dem ersten Streit direkt trennt. Sehr erwachsen 😉

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  3. „Vor allem wenn man sich vor Augen hält, dass mit „Lala Land“ ein Werk zum besten Film des Jahres gekührt wurde, das die Kunst der stylischen Belanglosigkeit gewissermaßen perfektioniert hat.“

    Eigentlich wollte ich mich ja aus dem Filmbusiness auf Blogs heraushalten, aber La La Land in einem Nebensatz so abwatschen, da pulsiert mir die Kunstader auf meiner hohen Stirn.
    La La Land ist kein Independent-Film und dafür bietet er eine Liebesgeschichte, die auf Casablancas Spuren wandelt. Zwei Menschen passen einfach nicht zusammen, eine Erkenntnis, die ich für wesentlich Erwachsener halte, als das, was uns von Hollywood aufgetischt wird. Wie viele Filme blenden denn genau dann ab, wenn sich ein Paar gerade so bekommen hat, obwohl man sich als Zuschauer genau ausmalen kann, dass diese zwei nie im Leben ihr ganzes Leben zusammen verbringen werden (es sei denn, sie bringen sich gegenseitig um)? Bei der heutigen Scheidungsrate ist es in meinen Augen viel verlogener und heuchlerischer, dass so viele Filme die ewige Liebe propagieren, das ewige Glück, Wolke Sieben (oder 9…), dass mir dabei regelmäßig schlecht wird.
    La La Land zeigt eine Liebesgeschichte, die auf Grund der individuellen Träume zu der Zeit einfach nicht funktionieren kann. So wie in Casablanca bleibt ihnen aber immer noch „Paris“, wenn sie auf die gemeinsame Zeit am Ende zurückbleiben und in der Frage schwelgen, was wäre wenn. Und das alles vor dem wohlgewählten Hintergrund der Hollywood-Traumfabrik im wörtlichen Sinne und dem Musikbusiness, wo Träumerei an der Tagesordnung ist. Irgendwo ist es aber zum Scheitern verdammt und hier haben wir einen Film, der das bereits in der Anfangsszene deutlich macht. Ein Traum, so schön er auch ist, ist nicht die Realität. Und mit La La Land haben wir endlich einen Film, der genau das zeigt.

    Man kann hier von Style over Substance reden, aber nur dann, wenn der eigene Blick nicht weiter als die Oberfläche reicht (bewusst hetzerisch formuliert).

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    1. Hi! Wieso „aus dem Business raushalten“? Wenn das alle machen würden, wäre es hier aber sehr ruhig. Von daher immer her mit den Kommentaren. Vor allem wenn sie hetzerisch formuliert sind. 😛 So lange keiner beleidigt wird ist alles gut.

      Deine Ausführungen sind nachvollziehbar und stichhaltig. Ändern aber nichts an der Tatsache, dass der Film langweilig ist. Wenn man von der Liebesgeschichte absieht, zeigt der Film auf keinen Fall, dass „ein Traum, so schön er auch ist“, nicht die Realität ist. Wie ich in einem anderen Kommentar schon geschrieben habe, sind die Träume der Protagonisten keineswegs zum Scheitern verurteilt, da beide am Ende das bekommen, was sie wollten. Ihre Karriere und den Club. Insofern zeigt der Film diesen Realismus nur bedingt.

      Übrigens habe ich Lala Land nur in einem Nebensatz erwähnt, weil es hier um Atomic Blonde geht. Wenn ich Zeit und Lust habe, schreibe ich vielleicht auch mal einen Beitrag zu Lala Land. Mal sehen.

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      1. Ich schreibe nochmal, da es etwas unhöflich wäre, wenn du eine Antwort auf deinen Post erwartet haben solltest (wobei ich davon nicht unbedingt ausgehe, da du nicht auf meine Punkte eingehst und sie mit einem simplen „aber“ abwatschst.

        „Wenn das alle machen würden, wäre es hier aber sehr ruhig.“

        Ganz ehrlich, im Gegensatz zum Filmquiz, bei dem sich alle gleichermaßen beteiligen können, wäre mir das um (fast) keinen Filmblog zu schade. Da möchte ich dich nicht persönlich angreifen, sondern in die kritische Masse hineinnehmen (was vielleicht am Ende auf dasselbe hinausläuft). Was jetzt folgt, untersteht einigen Verallgemeinerungen, die im Sinne einer gesunden Medienkompetenz hinterfragt werden sollten.
        Die meisten (Film-)Blogger haben ein Sendungsbewusstsein, aber leider keinen Empfänger an Bord. Es gibt die Kommentarspalte, um andere Meinungen zu zerpflügen, aber eine Auseinandersetzung sehe ich selten. Was aber auch daran liegen könnte, dass Kommentare häufig dafür benutzt werden, um auf den eigenen Blog aufmerksam zu machen Manchmal ehrlich aber schamlos mit einem direkten Link „schau mal hier“, manchmal eher unterschwellig, wenn nur einmal kurz was geschrieben wird, aber bei einer seltenen guten Antwort des Seitenbetreibers gar nicht weiter geantwortet wird. Man hat seinen Stempel hinterlassen und gut ist. Besonders ins Auge fällt mir ein gewisser Seppo (name nicht geändert, d. Red.), der jeden neuen Blog, den er sieht, mit einem Follow bedacht und hier und da einen Like raushaut, aber keine zehn Sekunden verweilt. Am Ende alles, um sich selbst bekannter zu machen. Leider kein Ausnahmefall sondern Standard. Weiß nicht, ob du mir hier recht geben wirst, aber die wirklich an einer Diskussion interessierten Blogger kann man an den vorhandenen Fingern abzählen.
        Selbstdarstellung ist das A und O. Gelesen werden und das im besten Fall ohne Gegenwind (wobei doch erst der für ein Vorankommen sorgt).

        Als zweiten Punkt möchte ich direkt auf Filmblogger eingehen, bei denen es nur wenige Ausprägungen gibt, eine wirkliche Kompetenz sehe ich allerdings auch hier selten. Es fehlt die Kompetenz, einen Text fehlerfrei zu verfassen, wobei das schlimme vielmehr ist, dass der Ehrgeiz fehlt, sich mit Textgestaltung auseinanderzusetzen.
        Es fehlt die Kompetenz, sich mit dem Medium Film abseits von Tiraden (wie dieser hier) und Lobeshymnen auseinanderzusetzen. Man schreibt halt eine Kritik zu einem neuen Streifen, aber wirklich neue Erkenntnisse gewinnt der Leser nicht. Alles dem untergeordnet, dass man schnell seine Meinung raushaut und hoffentlich viele gleichlautende Meinungen bekommt.
        An dieser Stelle möchte ich den Blog von Filmlichtung loben, der (obwohl seine beliebtesten Beiträge „Die 5 besten“ zu sein scheinen) nicht müde wird, hier und da einen gut recherchierten, sinnigen und sinnvollen Beitrag hinaushaut.
        Nicht falsch verstehen, jeder darf seinen Blog führen, wie er das möchte. Ich verweise auf meinen Eingangssatz, dass es nicht schade drum wäre, wenn bei diversen Blogs eben nichts mehr geht. Sei es nun wegen der fehlenden Diskussionskultur oder den lieblos hingerotzten Beiträgen, die auf möglichst viele Klicks ausgelegt sind (oder in Wirklichkeit als Werbung für ein Produkt dienen). Von der „wir wollen edgy sein“ Fraktion gar nicht erst zu sprechen, die stets eine undifferenzierte Gegenmeinung an den Tag legt und es nicht einmal schafft, dass der Blog gelesen werden kann, ohne dass man optisch die Krätze bekommt.
        Wow, das wird ja eine wirklich Tirade hier. Ich spreche nochmal deine / eure Medienkompetenz an, dass man diese Worte auch entsprechend einordnet und sich vielleicht selbst und seine Meinung hinterfragt. Sofern das überhaupt noch möglich ist.
        Bloggt, wie ihr lustig sei. Und wenn etwas Lesenswertes dabei herumkommt, bin nicht nur ich froh. Jemanden nachzuahmen, möglichst schnell möglichst viel heraushauen, Einheitsbrei verquirlen, sich in einer Filterblase zu verstecken, das gehört alles meiner Meinung nach nicht dazu. Und leider sind genau das die Dinge, die man auf den meisten Blogs zu sehen bekommt.

        Und da ich jetzt so feuchtfröhlich ausgeteilt habe, kann ich dir endlich sagen, dass du häufig auch zu den Ausnahmen gehörst und versuchst, etwas Leben in die Bude zu bringen und dir mehr Mühe machst. Ob aus Zeitmangel oder sonstigem geht das wohl nicht immer. Die Rosinen muss man sich überall herauspicken, die meisten Zopfbrote in der Blogger-Szene sind allerdings ohne gemacht.
        Am Ende ist der / das Blog ein Portal, um die eigene Meinung zu verkünden und keines, um Meinungen anderer wirklich zu diskutieren (auch hier gibt es Ausnahmen). Dafür böte sich ein Forum viel mehr an.

        „Ändern aber nichts an der Tatsache, dass der Film langweilig ist.“

        Da haben wir das „ja, aber“. Dazu das Wort „Tatsache“ und den Vergleich Langeweile Style over Substance.
        Es ist eine Tatsache, dass du den Film langweilig findest. Nicht, dass er langweilig ist. Schaut man mal, wie gut der Film insgesamt ankam, die Bewertungen auf diversen Filmportalen und die vielen Film-des-Jahres-Preise an (wenn auch nicht beim Oscar), dann sitzt du hier in der Gegenmeinung. Eine Gegenmeinung, die gerne (wie man auch an diesem Kommentar hier sieht) sehr laut schreit, um nicht in der Masse unterzugehen. Alles in Ordnung.
        Mir stieß es sauer auf, dass dies in einem völlig verqueren Zusammenhang mit dem Film Atomic Blonde geschah unter dem Deckmantel Style over Substance, den man einem selbstgeschriebenen(!) Musical über die Themen Träume, Liebe & beruflichen Erfolg nicht in nur einem Halbsatz vorwerfen sollte.

        „Übrigens habe ich Lala Land nur in einem Nebensatz erwähnt, weil es hier um Atomic Blonde geht.“

        Da sagst du es selbst.

        „Wenn man von der Liebesgeschichte absieht“

        Wenn man vom Humor absieht, dann ist die Nackte Kanone… bei einem Film über Liebe (ich schreibe explizit nicht Liebesfilm) die Liebesgeschichte nicht mit in den Kontext zu nehmen, ist dann doch etwas dreist und so kann man sich seine Argumente zurechtbiegen.

        „sind die Träume der Protagonisten keineswegs zum Scheitern verurteilt, da beide am Ende das bekommen, was sie wollten.“

        Auf Kosten der Liebe. Und genau das ist der Knackpunkt, wenn sie zum Schluss die was-wäre-wenn-Geschichte vor ihrem inneren Auge ablaufen lassen. Das ist genau die Frage, die sich jeder selbst im wirklichen Leben stellen muss. „War es das wert?“ Habe ich wirklich meinen Traum erfüllt, oder habe ich die Prioritäten falsch gesetzt? Ist die Liebe gar nur ein kurzfristiger Traum, der mit dem Alltag zerplatzt, oder wäre es mehr Arbeit wert gewesen?
        Man denke nur an die Hollywood-Geschichte, die im Hintergrund gedreht wird, als die beiden in ihrer Zweisamkeit schwelgen. Es wird eine Liebesgeschichte gedreht und sobald die Kamera ausgeht, streiten sich die beiden Hauptdarsteller. In Filmen sieht man nur das, was der Drehbuchautor will, was man zu sehen bekommt. Das meinte ich damit, dass in so vielen Filmen zu früh abgeblendet wird. Hier wird genau das gezeigt. Im Hintergrund wohlgemerkt. Hinter der Oberfläche.

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        1. „Wobei ich davon nicht unbedingt ausgehe, da du nicht auf meine Punkte eingehst und sie mit einem simplen „aber“ abwatschst.“

          Ich finde nicht, dass ich deinen Kommentar abgewatscht habe. Um ehrlich zu sein weiß ich nicht genau, wie ich mehr auf deine Punkte eingehen soll.

          „Weiß nicht, ob du mir hier recht geben wirst, aber die wirklich an einer Diskussion interessierten Blogger kann man an den vorhandenen Fingern abzählen.“

          Absolut! Das mit dem Folgen und Liken ohne Sinn und Verstand ist mir natürlich auch schon aufgefallen. Darüber gab es hier und an anderer Stelle auch schon häufiger Diskussionen. Ich kann für meinen Teil nur sagen, dass ich nur denen Blogs folge, die mich auch wirklich interessieren. Wohl wissend, dass viele mir entfolgen, wenn die „Gegenleistung“ meinerseits nach einer Weile ausbleibt. Aber das kann ich verkraften.
          Auch ich verlinke gelegentlich meine Artikel in den Kommentaren anderer Blogs. Allerdings mache ich das nur bei Leuten, bei denen ich das Gefühl habe, dass es sie auch interessieren könnte. Mit der Zeit hat man da ja glücklicherweise ein paar Leutchen um sich gesammelt mit denen man tatsächlich im Austausch steht. Der von der angesprochene Filmlichter gehört da auf jeden Fall dazu. Aber auch noch ein paar mehr.

          „Es fehlt die Kompetenz, einen Text fehlerfrei zu verfassen, wobei das schlimme vielmehr ist, dass der Ehrgeiz fehlt, sich mit Textgestaltung auseinanderzusetzen.“

          Ja, da erwische ich mich leider auch immer wieder, dass in meinen Texten Fehler (trotz mehrfachen Korrekturlesens) auftauchen. Trotzdem versuche ich natürlich (und ich denke die meisten anderen auch) meine Texte in sich stimmig und sinnvoll aufzubauen. Ob das gelingt, muss der geneigte Leser selbst entscheiden. Ich für meinen Teil bin zufrieden, sonst würde ich ja etwas ändern 😉

          „Man schreibt halt eine Kritik zu einem neuen Streifen, aber wirklich neue Erkenntnisse gewinnt der Leser nicht.“

          Genau das ist der Grund, warum ich selbst kaum noch Filmkritiken schreibe. Wenn ich über einen Film (z.B. Atomic Blonde) schreibe, geht es mir eher um grundlegende Gedanken zum Thema Film im Allgemeinen. Das Ganze schreibe ich dann eben an einem aktuellen Beispiel.

          „Und da ich jetzt so feuchtfröhlich ausgeteilt habe, kann ich dir endlich sagen, dass du häufig auch zu den Ausnahmen gehörst und versuchst, etwas Leben in die Bude zu bringen und dir mehr Mühe machst.“

          Vielen Dank 🙂

          „Es ist eine Tatsache, dass du den Film langweilig findest. Nicht, dass er langweilig ist.“

          Absolut richtig! Da habe ich einen Fehler gemacht. Das MUSS und SOLLTE auch heißen „… FÜR MICH langweilig ist“.

          „Bei einem Film über Liebe (ich schreibe explizit nicht Liebesfilm) die Liebesgeschichte nicht mit in den Kontext zu nehmen, ist dann doch etwas dreist und so kann man sich seine Argumente zurechtbiegen.“

          Ich glaube genau das war das Problem. Ich habe den Film nicht als Liebesfilm (oder Film über die Liebe) gesehen. Die Liebesgeschichte war viel mehr irgendwie auch dabei. So wie sie es in den meisten Filmen dieser Tage eben ist. Vielleicht habe ich auch nur keine Liebesgeschichte gesehen, weil ich beim Schauen einfach keine Emotionale Bindung zu den Figuren (und dem Film im Allgemeinen) aufbauen konnte. Für mich war Lala Land jedenfalls kein Liebesfilm, sondern ein „Lebe-Deinen-Traum Film“. In schönen Bildern und mit netter Musik (und gut kopierten Tänzchen) hinterlegt. Abgesehen von der Eröffnungsszene. Die war spitze.

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          1. „Um ehrlich zu sein weiß ich nicht genau, wie ich mehr auf deine Punkte eingehen soll.“

            Na, genau das hast du doch jetzt getan 😉

            „Ja, da erwische ich mich leider auch immer wieder, dass in meinen Texten Fehler (trotz mehrfachen Korrekturlesens) auftauchen.“

            Das meinte ich jetzt nicht unbedingt. Fehler können immer passieren. Mir geht es vielmehr um das fehlende Interesse an Grammatik, Interpunktion, Satzbau und einer verständlichen Schreibe. Das sind aber dann doch die Ausnahmen. Man wird auch besser mit der Zeit, nehme ich an. Wenn man nur für sich schreibt, dann ist das kein Problem, gibt dann aber doch ein paar Spezialisten.

            “ Ich für meinen Teil bin zufrieden, sonst würde ich ja etwas ändern 😉“

            Wobei ich denke, dass auch die andere Seite eine gewisse Selbstzufriedenheit in sich trägt.

            „Absolut richtig! Da habe ich einen Fehler gemacht. Das MUSS und SOLLTE auch heißen „… FÜR MICH langweilig ist““

            Das war von mir auf die Spitze getrieben. Ich hoffe, dass bei Filmkritiken jeder weiß, dass sie von dem Schreibenden selbst stammen und keinesfalls Allgemeingültigkeit besitzen.

            „weil ich beim Schauen einfach keine Emotionale Bindung zu den Figuren (und dem Film im Allgemeinen) aufbauen konnte“

            Das kann ich nachvollziehen. Wenn das bei einem solchen Film fehlt, dann kann man es ganz vergessen.

            „Für mich war Lala Land jedenfalls kein Liebesfilm, sondern ein „Lebe-Deinen-Traum Film“.“

            Wie geschrieben, ist er auch in meinen Augen kein Liebesfilm, sondern ein Film über Liebe. Kein Anti-Liebesfilm, aber einer bei dem, man sich über die Liebe und alles, was sie mit sich bringt, Gedanken machen kann. Kann.

            Jedenfalls weißt du jetzt, warum ich mich wieder aus der Filmbloggerei zurückhalten werde. Ab und an schreibe ich etwas zu Filmen in einem Forum und habe schon überlegt, das Filmquiz dort zu promoten. Allerdings habe ich die Sorge, dass dort die Antworten veröffentlicht werden, oder anderweitig getrollt wird, wie ich es mir noch nicht vorstellen kann.
            Was die deutsche Filmbloggerszene anbelangt, dann ist sie in meinen Augen leider so gut wie tot. Das hat verschiedene Faktoren, von denen wir noch nicht ansatzweise alle genannt haben.

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          2. „Wie geschrieben, ist er auch in meinen Augen kein Liebesfilm, sondern ein Film über Liebe. Kein Anti-Liebesfilm, aber einer bei dem, man sich über die Liebe und alles, was sie mit sich bringt, Gedanken machen kann. Kann.“

            Die Beschreibung erinnert mich an 500 days of Summer“. An den Film erinnere mich nicht mehr ganz genau. Aber da hat genau das im Gegensatz zu Lala Land bei mir funktioniert. Allerdings weiß ich nicht mehr was der Unterscheid war. Abgesehen von der Musik natürlich. Wobei es in „500 days…“ glaueb ich auch eine Musical Szene gab.

            „Ab und an schreibe ich etwas zu Filmen in einem Forum und habe schon überlegt, das Filmquiz dort zu promoten.“

            Das wäre doch eine gute Idee. Wenn du da regelmäßig unerwegs bist, kennst du ja vielleicht ein paar User, bei denen du einschätzen kannst ob sie verlässliche Mitspieler wäre oder eben nicht. Wäre doch einen Versuch wert.

            „Was die deutsche Filmbloggerszene anbelangt, dann ist sie in meinen Augen leider so gut wie tot. Das hat verschiedene Faktoren, von denen wir noch nicht ansatzweise alle genannt haben. “

            Da hast du leider nur allzu Recht 😦

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          3. 500 days of summer halte ich auch für ne ganze Spur besser, wenn es explizit um einen Film über Liebe geht. Wobei der schon an einen Anti-Liebesfilm grenzt, was auch immer die Definition davon ist.

            Ich werde das nach diesem Monat entscheiden. Je nachdem wie viele mitgemacht und, noch wichtiger, wie viele gewonnen haben. Runden mit mehreren Gewinnern finde ich persönlich nicht so spannend.

            Trotz des ausgerufenen Todes gibt es tapfere Mitstreiter, die sich inmitten der Leiche augenscheinlich wohlfühlen. Ob und wie es eine Wiedergeburt geben kann, müssen andere entscheiden.
            So wie du den Wunsch geäußert hast, dass ich andere zum Quiz einladen würde,
            so hege ich den Wunsch, dass sich fähige Mitstreiter zusammentun, um eine gute Seite mit laufend qualitativ hochwertigem Content auf die Beine zu stellen, anstatt dies über mehrere Seiten verstreut zu machen, wo man zusätzlich gefordert ist, regelmäßig selbst und eigenständig Inhalt zu bringen, der darunter leidet, dass man nicht genug Zeit dafür aufwenden kann. Ob dies in Blog-Form überhaupt möglich ist, steht auf demselben Blatt, wie die Frage, ob es dafür überhaupt noch ein gesteigertes Interesse gibt.

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  4. So, ich werde den Film wegen meinem Freund nochmal schauen und diesmal bin ich schon sehr gespannt, denn wie man meiner Rezension entnehmen kann empfand ich den Film bei weitem nicht so kritisch wie viele andere und ich bin schon echt neugierig, ob er mich damals einfach auf dem richtigen Fuß erwischt hat oder mein Geschmack einfach bei diesem Film aussetzt 😉

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      1. Ja, du hast ganz recht… 😀 ist einfach noch so neu und ungewohnt, dass ich es noch immer falsch sag wenn ich nicht darüber nachdenk ;-)! Er fand ihn übrigens auch ganz okay…so wie ich eben – kein Meisterwerk aber ganz amüsant 😉

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  5. So, habe mir Atomic Blonde gestern im Kino angeschaut und nochmals deine Meinung dazu durchgelesen. Kann eigentlich alles bis auf eine kleine Ausnahme unterschreiben.

    „Der in Neonfarben leuchtende Look des Films ist ebenso cool wie der an vielen Stellen perfekte Einsatz des Soundtracks.“
    Die 80er Jahre Synthie-Pop Mucke fand ich auch toll, allerdings nicht wirklich überall gut eingesetzt. Störend fand ich vor allem, dass die Tracks teilweise einfach abgehackt und nicht zu Ende gespielt wurden. Der Einsatz des Soundtracks hat mich ein bisschen an Suicide Squad erinnert.

    „Besonders erwähnenswert ist sicherlich eine zehnminütige Klopperei-Plansequenz, die handwerklich allererste Sahne ist.“
    War ganz klar das Highlight. Hier schmerzt wirklich jeder Schlag sogar den Zuschauer. Die Szene wäre wahrscheinlich der einzige Grund, warum ich mir den Film nochmals anschauen würde und wird sicher in diversen Toplisten auftauchen, wenn es um die beste Actionszene der letzten Jahre geht.

    „Allerdings ist es kein gutes Zeichen, wenn im Kino während solch intensiver Szenen hier und da unruhiges Raunen und Gekicher im Saal beginnt. Vielleicht wurden da an manchen Stellen ein paar Stellschrauben ein bisschen überdreht.“
    War bei mir im Kinosaal genau gleich und ist definitiv kein gutes Zeichen, vor allem wenn der Film eher einen ernsten Ton einschlägt.

    Generell leidet der Film meiner Meinung nach daran, dass er versucht eine innovative Spionagegeschichte zu erzählen. Dafür geben die Story und auch die Charaktere zu wenig her. Der Erzählstil mit den Rückblenden sollte eigentlich für Spannung sorgen, bezweckte aber bei mir das Gegenteil. Man wusste schon von Anfang an wie der Film enden wird. Eine geradlinige Actiongeschichte wie bei John Wick hätte dem Film sicher besser getan. Wahrscheinlich wollte man aber genau kein „Jane Wick“ haben und so ist dann diese komische verworrene Geschichte entstanden. Die Optik, Action und Charlize Theron machen aus Atomic Blonde gerade noch so einen soliden Film. Mit der Aussage „Style over Substance“ trifft man hier sicher ins Schwarze.

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    1. Na dann sind wir uns ja größtenteils einig.

      „Die 80er Jahre Synthie-Pop Mucke fand ich auch toll, allerdings nicht wirklich überall gut eingesetzt.“

      Jetzt muss ich ganz ehrlich sagen, dass der Film schon wieder zu lange zurückliegt und ich gar nicht mehr weiß wie das umgesetzt war. Ich weiß nur noch, dass mich der Soundtrack echt elektrisiert hat. Negativ ist mir da nichts aufgefallen. Zumindest nicht nachhaltig.

      „Eine geradlinige Actiongeschichte wie bei John Wick hätte dem Film sicher besser getan. Wahrscheinlich wollte man aber genau kein „Jane Wick“ haben und so ist dann diese komische verworrene Geschichte entstanden.“

      Möglich. Wobei Theron diesen (oder einen solchen) Film schon länger im Kopf gehabt haben sollte. Sie hat den Film ja auch produziert, oder? Von daher weiß ich nicht, ob die Wick-Abgrenzung wirklich so gewollt und vorsätzlich war.

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    1. Manchmal ist es schwer auseinander zu halten, ob man einen Film wirklich schlecht findet. Oder ob man ihn nur bei weitem nicht so gut findet wie alle behaupten. Ich glaube im Fall von Lala Land trifft letzteres auf mich zu.

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    1. Hab deinen Artikel gerade gelesen. Du bist ja in deinem Fazit auf 6/10 gekommen. Ich wäre wahrscheinlich eher bei 5. Aber insgesamt schön , dass wir das ähnlich gesehen haben. 😉

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