Film: Casino Undercover – 5 Gründe warum (amerikanische) Komödien dieser Tage scheiße sind

© Warner

Hallo Filmfreunde,

da habe ich mir doch mal eine wunderbar reißerische Überschrift einfallen lassen, oder? Letztendlich war das aber genau die Frage, die mir nach einem meiner selten gewordenen Kinobesuche letzte Woche in den Sinn kam. Es ist immer ein schlechtes Zeichen, wenn während eines Films zahlende Zuschauer ihre Sachen packen und das Kino fluchtartig verlassen. Doch zumindest einige haben genau das bei „Casino Undercover“, der neuen US-Komödie mit Will Ferrell und Amy Poehler, getan. Ich selbst bin tapfer bis zum bitteren Ende sitzen geblieben. Warum weiß ich eigentlich selbst nicht so genau. Jedenfalls hat Will Ferrell nun die große Chance nach 2016 auch dieses Jahr wieder in meinem persönlichen schlechtesten Film des Jahres dabei zu sein. Letztes Jahr hat er dies ja mit „Daddy’s Home“ auch schon geschafft. Warum „Casino Undercover“ meiner Meinung nach so schlecht war und warum sich die Gründe dafür auch auf die meisten anderen amerikanischen Komödien übertragen lassen, habe ich in folgenden Beitrag versucht zusammenzufassen.

In „Casino Undercover“ geht es darum, dass die glücklichen Eltern Scott und Kate (Ferrell und Poehler) Geld brauchen, um ihrer Tochter die Studiengebühren bezahlen zu können. Da es in Amerika scheinbar keine Studenten- oder sonstige Darlehen gibt, beschließen sie ein illegales Casino zu eröffnen, um so an das nötige Geld zu kommen. Und mehr gibt es zum Film eigentlich auch nicht zu sagen. Stattdessen nenne ich euch lieber fünf Gründe, warum „Casino Undercover“ und viele andere Komödien dieser Tage einfach scheiße sind. Achtung! In den folgenden Ausführungen gehe ich an einigen Stellen direkt auf Gags und Inhalt des Films ein.

 

1. Pipi-Popo-Mumu-Fuck

Ich habe schon oft betont, dass ich es in Komödien gerne auch mal etwas derber mag. Fäkalhumor und andere Obszönitäten erheitern mein simples Gemüt immer wieder. Wenn jedoch völlig ohne Kontext plötzlich Geschlechtsorgane für Lacher sorgen müssen, finde ich das reichlich dünn und geistlos. In einer der ersten Szenen in „Undercover Casino“ befinden wir uns mit den Hauptfiguren bei einer Bürgerversammlung, in der der Bürgermeister verkünden wird, dass es dieses Jahr kein Fördergeld in Form eines Stipendiums geben wird. Diese Szene ist wichtig, da sie die eigentliche Handlung des Films überhaupt erst ins Rollen bringt. Ohne das eingeplante Stipendium sind die Eheleute Johansen genötigt, das illegale Casino zu eröffnen. Leider bietet die Szene wenig Spielraum für einen Gag oder Witz. Was also tun? Ganz einfach. Der gewiefte Filmemacher baut einfach einen weiteren Tagesordnungspunkt ein, der die Zuschauer garantiert zum Lachen bringt. So haben vandalische Teenager das Footballfeld mit einem übergroßen Penis beschmiert. Foto zeigen. Lacher einsammeln. Nicht weiter darauf eingehen und weiter machen.

Ein weiteres Beispiel gefällig? Irgendwann zu Beginn des Films erfahren wir, dass Amy Poehlers Figur während ihrer Uni-Zeit gerne und viel gekifft hat und einen Faible dafür hatte in der Öffentlichkeit und im Freien zu pinkeln. Warum ist erst mal egal. Später im Film befinden sich Poehler und Ferrell betrunken auf dem Heinweg. Vollkommen unvermittelt beschließt Amy ihr altes Ritual wieder aufleben zu lassen, reißt sich die Unterhose vom Leib und pinkelt in ihren eigenen Garten, während Ferrell sie lauthals anfeuert und sich dabei halb totlacht. Fast so als wollte er den Zuschauer auffordern doch bitte schön mitzumachen. Wie gesagt, bin ich meiner Meinung nach nicht sehr prüde. Doch diese Szene fand ich zwar nicht unbedingt geschmacklos (wie einige andere angewiderte Zuschauer im Kino) aber auch nicht wirklich lustig. Es wirkte fast so, also hätte jemand zu Beginn die Idee gehabt, es wäre lustig Amy Poehler pinkeln zu lassen. Also musste diese Szene irgendwie auf Biegen und Brechen in den Film eingebaut werden. Mission erfüllt…

 

2. Blablabla… Kino ist keine Sitcom

Ein weiteres Problem, das „Casino Undercover“ und so viele andere Komödien gemeinsam haben, ist dass einfach zu viel und zu lange geredet wird. Versteht mich nicht falsch. Ein gut geschriebenes Wortgefecht oder ein passender Dialog können durchaus lustig sein. Andere Formate wie Sitcoms bauen im Wesentlichen darauf auf, dass viel gesprochen wird und sich der Humor aus der sprachlichen Interaktion zwischen den Figuren entwickelt. Ein Kinofilm hat hingegen ganz andere Möglichkeiten. Leider nutzen diese in letzter Zeit nur sehr wenig Filmemacher. Hierzu verweise ich übrigens auf ein interessantes Video mit dem Titel „How to do visual comedy“. Darin geht es eigentlich um Komödien im Speziellen. Allerdings beziehen sich die angesprochenen Aspekte eher auf Filme im Allgemeinen. Trotzdem sehenswert.

 

Auch in Filmen müssen Dialoge eine wichtige Rolle spielen. Problematisch wird es meiner Meinung nach dann, wenn die diese aus reinem Selbstzweck eingebaut werden und rein gar nichts für den Fortlauf der Handlung beitragen. In „Casino Undercover“ gibt es einige Szene, in denen genau das passiert. Es wird viiiiiel gesprochen, ohne dass überhaupt etwas passiert. In einer Szene trifft Frank, Initiator der Idee ein Casino zu eröffnen und tatkräftiger Komplize der Johansens, auf einen Polizisten. Dieser hat die heimlichen Casinobetreiber im Vedacht etwas Verbotenes zu tun und stellt Frank zur Rede. Es folgt ein Dialog, in dem Frank betont, dass er Angst vor Polizeigewalt hat und deshalb das Gespräch mit dem Cop filmt. Der Polizist schreit wütend rum und droht schlimme Dinge mit Frank anzustellen. Dann gehen Gesetzeshüter und Verdächtiger ihrer Wege. Das Video spielt keine Rolle mehr. Konsequenzen hat dieses Gespräch auch nicht. Selbst wenn man diese Szene also (warum auch immer) lustig findet, ist sie genau genommen vollkommen unnötig und unpassend.

Dabei zeigt „Casino Undercover“ selbst wie es auch gehen kann. Zu Beginn des Trailers sehen wir z.B. eine wie ich finde recht gelungene (und amüsante) Szene. Darin sehen wir aus der Perspektive des Monitors heraus die komplette Familie Johansen vor dem Bildschirm stehen. Tochter Alex hat gerade die Email mit dem Bewerbungsbescheid ihrer Wunsch-Uni bekommen. Alle sind gespannt und aufgeregt. Die Email wird geöffnet. Alle rasten aus vor Freude, dass Alex angenommen wurde. Diese Szene ist nicht zuletzt dank des erfrischenden Perspektivwechsels eine sehr schöne und eine der wenigen lustigen Szenen des kompletten Films.

Hier der Trailer:

 

3. Humor braucht (k)ein Konzept

Wenn man darunter versteht, dass man Humor nicht mit mathematischen Formeln berechnen und statisch konstruieren kann, dann stimmt diese Aussage durchaus. Wenn man jedoch darunter versteht, dass man beim Drehen einer Komödie einfach drauf los filmen kann und sich irgendwie alles schon zusammenfügen wird, dann ist das ein riesiger Irrtum, dem viele Filmemacher dieser Tage scheinbar erliegen. Natürlich muss eine Komödie nicht bis ins letzte Detail realistisch sein. Selbstverständlich dürfen die Figuren überspitzt gezeichnet und dargestellt werden. Und dennoch braucht auch ein lustiger Film ein gewisses Konzept. Machen wir uns nichts vor. Die Story in Komödien interessiert in der Regel ähnlich viele Zuschauer wie bei Pornofilmen. Die meisten wollen unterhalten werden und sind dafür bereit, Logiklöcher in Kauf zu nehmen. Es wird wohl nie so sein, dass ein Zuschauer aus dem Kino geht und sagt: „Ok, die Gags waren lahm. Aber die Story war interessant und tiefgründig.“ Trotzdem sollte auch eine Komödie in sich stimmig und logisch sein. Figuren müssen bei aller Extravaganz konsistent sein. Beides passiert, wie beispielsweise in „Undercover Casino“, zu oft nicht.

Der Spruch „Pack lieber deinen Reisepass ein. Wir fahren nach Fucktown“ ist eigentlich gar nicht so übel. Wenn er aber von einem eher spießigen Familienvater kommt, der gerade überlegt was er und seine Frau machen sollen, wenn die gemeinsame Tochter ausgezogen ist, wirkt das irgendwie unpassend.

Im Film gibt es einige Szenen, in denen klar wird, dass Will Ferrells Charakter nicht gerade ein Ass im Rechnen und im Umgang mit Zahlen ist. So schätzt er die Besucher des Casinos auf mindestens 800. Tatsächlich sind es 35. Das ist stellenweise ganz amüsant. Wenn er später jedoch plötzlich Angst vor Geldscheinen hat, weil dort Zahlen drauf stehen, dann ist das schlicht und ergreifend Unsinn. Zumal die Casinobetreiber zuvor ordentlich mit ihrer Kohle posiert und rumgealbert haben.

Mit einer Laufzeit von unter 90 Minuten ist „Undercover Casino“ erstaunlich kurz, fühlt sich aber unfassbar lang an. Im Grunde passiert nämlich während der eineinhalb Stunden so gut wie gar nichts. Die Eltern brauchen Geld, um ihrer Tochter das Studium zu finanzieren. Sie eröffnen ein Casino. Sie nehmen Geld ein. Sie verlieren Geld. Sie nehmen Geld ein. Sie verlieren Geld. Und dann ist der Film eigentlich auch schon wieder vorbei. Dazwischen finden sich wie bereits erwähnt unzählige Szenen und Dialoge, die einfach rausgschnitten werde könnten. Die genannte Polizisten-Szene oder den Fucktown-Spruch hatte man möglicherweise bereits vor Produktionsbeginn im Kopf und wollte diese dann unbedingt in den Film einbauen. Am Ende steht dann ein Film, der wie eine planlose Aneinanderreihung von (lustigen) Szenen daher kommt. Und genau dieses Gefühl hatte ich in letzter Zeit bei sehr vielen vor allem amerikanischen Komödien.

 

4. „Improvisation ist die Kunst, etwas Unbeabsichtiges gut vorzubereiten“ (Willy Millowitsch)

Wenn man keinen Plan hat, muss man in der Regel improvisieren. Improvisierte Szenen haben in Hollywood eine lange Tradition. Egal ob Robert DeNiro in „Taxi Driver“ oder Heath Ledger als Joker in „The Dark Knight“. Immer wieder finden Szenen den Weg in den fertigen Film, die in der Form eigentlich gar nicht vorgesehen waren. In den genannten berühmten Fällen ergab sich das aus der jeweiligen Situation heraus. Bei aktuellen Komödien habe ich jedoch das Gefühl, dass die meisten Szenen aus Mangel an Konzept von den Schauspielern von vorne rein selbst gefüllt werden sollen. Bei den herausgeschnittenen Szenen oder den Pannen nach dem Abspann finden sich immer wieder Szenen, die mehrfach mit vollkommen veränderten Texten gedreht wurden. Auch in Trailern sieht man oft Szenen oder Gags, die im Film dann gar nicht oder deutlich verändert enthalten sind. Das alles könnte unter anderem daher kommen, dass man den Schauspielern zu viel Raum lässt eine Szene zu füllen. Das sind jetzt zugegebenermaßen nur Spekulationen meinerseits. Aber auf mich wirken viele Szene in Komödien so, als hätte der Regisseur den Schauspielern lediglich ein paar Impulse gegeben und dann machen lassen.

Ihr braucht Geld und geht auf die Bank. Versucht die Frau am Schalter zu überreden euch einen Kredit auszuzahlen. Seid dabei lustig.“ Darauf werden 3-4 verschiedene Szenen in der Bank gedreht und die lustigste wird dann genommen. Nächste Szene.

XY hat seine Schulden beim Casino nicht beszahlt. Mach ihm Angst, Will. Sei dabei lustig.“ Es werden wieder 3-4 verschiedene Szenen gedreht. Die lustigste wird genommen. Das Problem dabei ist, dass vorher überhaupt nicht feststeht, wohin das Ganze führen soll. Die Schauspieler wissen bei einer Szene nicht, was zuvor im Film tatsächlich gezeigt wurde und was nicht. Gut möglich, dass Will Ferrell in einigen Szenen zu Beginn des Films eingebaut hat, dass er Angst vor Zahlen hat. Wenn ja, hat es keine davon in den Film geschafft. Als es dann gegen Ende des Films dann doch in der genannten Szene auftaucht, macht das leider überhaupt keinen Sinn. Improvisierte Szenen sind eine coole Sache und viele Schauspieler haben das Talent selbstständig Dialoge zu erfinden, zu erweitern oder ganze Szenen umzugestalten. Allerdings müssen sie dazu ein großes Ganzes im Blick haben, um zu wissen in welchem Raum sie sich bewegen können. Ohne Plan führt Improvisation nur ins Chaos. Und das ist auch bei Komödien nicht wünschenswert.

 

5. Alkohol und Drogen als letzter Ausweg

Nein, das soll kein Tipp sein wie man sich „Casino Undercover“ erträglich gestalten kann. Es geht um viel mehr um ein weiteres unlustigen Element, das gerne in Komödien eingebaut wird, wenn sonst keine Lacher zu holen sind. Was macht man, wenn eine Szene einfach keinen lustigen Dialog oder humoristische Einlage zulässt? Richtig, man setzt eine oder mehrere Figuren unter Drogen und lässt die dann im Rausch peinlich Dinge tun. Denn jeder weiß, dass der Konsum von Koks, Gras oder Alk zu den komischsten Verhaltensweisen führen. Wer kennt das nicht? Da sitzt man am Wochenende gemütlich in seiner Stamm-Crackhöle des Vertrauens und plötzlich fängt einer an sich wie ein Affe aufzuführen und die Vorhänge hinauf zu klettern, Frauen fangen in der Kneipe an der Ecke an sich auszuziehen und Männer führen bekifft lustige Gespräche mit ihren Halluzinationen. Nicht? Naja, in Komödien kann man heute davon ausgehen, dass zumindest eines dieser Szenarien eintrifft. Das ist häufig nicht nur nicht lustig sondern nervt mittleweile tierisch.

 

Über Humor lässt sich bekanntlich nicht streiten. Ich persönlich fand „Undercover Casino“ furchtbar schlecht und unlustig. Der Kollege Derplappergott sieht das hingegen ganz anders und scheint sich im Kino amüsiert zu haben. Auch wenn ich das nicht nachvollziehen kann, lacht jeder zum Glück über andere Dinge. Wie sind eure Erfahrungen mit amerikanischen Komödien in letzter Zeit? Sind euch ein paar meiner Kritikpunkte auch schon negativ aufgefallen? Welche Filme fandet ihr denn so richtig mies? Und welche denn überraschend gut? Ich freue mich auf eure Kommentare.

Euer Ma-Go

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30 Antworten zu “Film: Casino Undercover – 5 Gründe warum (amerikanische) Komödien dieser Tage scheiße sind

  1. Also, hat Dir der Film jetzt gefallen oder nicht? 😉

    Ich hab den Film zwar nicht gesehen aber zum allgemeinen Problem der amerikanischen Komödie:
    Dein Millowitsch Zitat trifft einen der wichtigsten Punkte glaube ich. Improvisation gehört in Tischlesungen oder Proben, nicht in den fertigen Film. Ein problem ist wahrscheinlich, dass seit den 80ern viele Stand-Up Comedians (meist über den Saturday Night Live Umweg) in Hollywood Komödien gelangt sind. Und deren Stärke der Improvisation beisst sich manchmal mit dem präzisen Timing einer Komödie. Und Macher älterer Komödien haben in Interviews ja immer wieder betont wie freudlos so ein Dreh ist, weil man Szenen wiederholt und wiederholt bis das Timing endlich exakt sitzt.

    Wo ist der Slapstick?! Okay, in Animationsfilmen, vor allem Stop Motion Filmen. Aber seit Jackie Chan zu alt ist, ist der Slapstick im internationalen „echten“ Film wohl erst mal tot. Schade.

    Im Film will niemand mehr der „straight man“ sein. Der unlustige, der auf das Chaos der anderen reagieren muss. Zu Abbott und Costello Zeiten bekam der „straight man“ jedes Komikerduos stets mehr Geld, weil das eine sehr undankbare Aufgabe ist. Seit das nicht mehr so ist, will jeder die Sympathie und die Lacher. In der SitCom sieht es anders aus. In der klassischen Fmailiensitcom ist das Bild ja total festgelegt. Der chaotische/kindische/lustige Mann und seine spielverderberische/ordentliche/Stimme der Vernunft Ehefrau. Das Konzept hat zwar einen Bart bis zu den Knien, ist aber immer noch besser, als wenn jeder den „lustigen“ Part übernimmt (oder der böse Antagonist des Films ist, der darf noch unlustig sein).

    Und „gross out“ Humor kann funktionieren, tut das aber so selten, dass ich mich jetzt mal zu einer (so oder so richtigen) Aussage hinreissen lasse: gross out Humor ist scheiße! 😉

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    • Ja, ich weiß ich hätte meine persönliche Meinung zum Film klarer rausarbeiten sollen. Der Film war so mittel 😀

      Das mit den Stand-Up Comedians hatte ursprünglich sogar einen eigenen Absatz im Artikel. Hat dann aber irgendwie nicht mehr ganz geschmeidig rein gepasst. Aber dafür hab ich ja dich 😉 Schön zusammengefasst.

      Hätte aber gar nicht gedacht, dass du so eine (Gross out)Spaßbremse bist.

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      • Wobei es da natürlich auch absolute Gegenbeispiele gibt. Eddie Murphy zum Beispiel. Aber im Großen und Ganzen ist es richtig.

        Ist die gross out Schiene eigentlich auf Youtube schon besetzt? Oder liegt da noch eine Chance auf Weltruhm und Millionen unter Aufgabe sämtlicher Würde, als „angry german vomit guy“? 😉

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  2. Hihi, Daddys Home war für mich der Abstand schlechteste Film mit Willy Ferrell. Neighbors 2, How to be Single und Sisters waren aber auch sehr schlechte Komödien im letzten Jahr.
    Casino Undercover hebe ich mir fürs Heimkino auf.

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  3. Ich schaue eher ungern amerikanische Komödien, weil sie mir meist relativ austauschbar vorkommen und mich selten zum Lachen bringen. Besonders der von Dir schon erwähnte Fäkalhumor geht mir tierisch auf den Keks (der kommt ja in den US-Filmen echt besonders häufig vor!). Allerdings gibt es auch ein paar Ausnahmen, zB bezüglich Deines Drogenrausch-Kritikpunktes: „21 Jump Street“ fand ich superlustig! Überraschend und lustig und auch gar nicht so dumm fand ich „Leicht zu haben“, obwohl sich das erstmal wie eine 0815-Highschool-Romantik-Komödie liest. Okay, Ausnahmen gibt es immer 😛
    Aber zu „Casino Undercover“ hatte ich schon einen Trailer gesehen, und direkt wieder aus meinem Gedächtnis gestrichen. Sah eben wie eine dieser typischen platten Komödien aus, um die ich normalerweise einen Bogen mache.

    Aber ich find Deinen Artikel echt toll, wirklich sehr interessant zu lesen! Da habe ich mal schwarz auf weiß und ausformuliert, wieso diese Filme bei mir auch meist nicht funktionieren (ehrlich gesagt, habe ich da nie sooo detailliert drüber nachgedacht, warum die denn so platt rüberkommen)!

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  4. Sehr fundierte Kritik. Zum Glück sprechen mich solche Komödien von vornherein nicht an, so dass ich nicht in Gefahr geraten, sie auch noch im Kino zu sehen 🙂 . Und um einen weiteren Großen des Showbiz zu zitieren: Man muss etwas in den Ärmel hineingetan haben, um später etwas heraus zaubern zu können. In dem Fall heißt es, ein gutes bzw. ideenreiches Drehbuch ist fundamental für eine gute Komödie.

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  5. Cooler Artikel, bitte mehr davon.
    Amerikanisches-Komödien-Kino ist halt selten anspruchsvoll, zumindest wenn es um reine Komödien geht, Mischformen wie Action-Komödien oder ähnliches sind da teilweise wesentlich witziger. Ich verstehe deine Kritik. Wie siehst du das denn mit deutschen Vertretern? Hast du „Lommbock“ gesehen? Teilweise geht’s ja auch in diese Richtung, aber doch irgendwie auf andere Weise.

    Bitte mehr solcher Beiträge.

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    • Danke dir.
      Ja, Action- oder Horrorkomödien sind wieder ein ganz anderes Thema. Auch da wollte ich im Artikel kurz drauf eingehen. Aber das hätte wohl den Rahmen gesprengt.

      Was den deutschen Markt angeht , kann ich wenig sagen. Lommbock habe ich genauso wenig gesehen wie Fack Ju Göte. Was ich kenne sind eigentlich nur die Schweiger- oder Schweighöfer RomComs. Und die sind jetzt nicht unbedingt schlecht. Aber halt sehr austauschbar und stereotyp.
      Kennst du gute deutsche Komödien? Und wenn nicht, was stört dich?

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      • Lammbock und Lommbock sind mir sehr bekannt und mag ich auch total gerne.
        Diese RomComs finde ich eigentlich alle doof.
        Ist halt nicht meins und, wie du schon sagtest, austauschbar.
        Mich stört die Liebesgeschichte dahinter.
        Als ob es nichts anderes mehr gibt.
        Ich mag auch alte Komödien: „die Feuerzangenbowle“ und „der brave Soldat Schwejk“ oder aus den ’60ern und ’70ern „die Lümmel von der ersten Bank“.
        Ich habe auch das Gefühl, dass amerikanische Komödien diesen „Seth-Rogen-Effekt“ haben. Ich nenne ihn so, weil ich es oft seinen Filmen sehe. Dieses Vulgäre, aber nicht gut sondern einfach nur sinnlos (ich habe nichts gegen obszönen Humor).

        Mhmm, Komödien schaue ich mir aber auch schon lange nicht mehr im Kino an.

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  6. Habe den Film nach dem Trailer auf meine „Muss ich eindeutig nicht sehen“-Liste gesetzt und scheinbar gut daran getan.
    Was Komödien allgemein angeht, so ist mir aufgefallen, dass ich in den letzten Jahren unterbewusst klassische amerikanische Komödien eher meide und dafür die skandinavischen und dänischen Komödien immer mehr in meinen Fokus rücken. Bei den Amis halte ich mich da doch lieber an die Klassiker mit Mel Brooks, Leslie Nielsen und Peter Sellers ;-)!

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  7. Heyho,

    was hälst du denn davon, wenn du auf deiner Seite eine kleine Ankündigung zu deinem Filmquiz auf Kroetors Seite veröffentlichst?
    Da es eher deren Seite zugute kommt, schrecke ich mal nicht davor zurück, als Bittsteller aufzutreten.

    Wir haben letzten Monat kurz darüber geschrieben, wieso so wenige daran teilnehmen. Ich denke, wenn der eigentliche Initiator mit seiner großen Followerschaft darauf hinweist, dann sollten sich schon nochmal einige Teilnehmer finden. Oder was meinst du?

    Grüße

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    • Hi! Sorry für die späte Antwort. Ich war im Urlaub und bin heute erst zurückgekommen. Lass dich mal von der Followerschaftzahl nicht täuschen. Ich bin mir nicht sicher, wie viele Leute ich tatsächlich mobilisiren kann. Aber ich werde gerne einen Aufruf starten.

      Liebe Grüße!

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      • Kein Stress.

        Wenn nur 1% der Leute daran teilnehmen, dann wären das ja schon mehr als im gesamten letzten Monat 🙂

        Hab da eine Idee, keine Ahnung, was du als Quiz-Initiator davon hälst. Hat sich ja immerhin über 19 Ausgaben bewährt.
        Aber wie fändest du es denn, wenn eine Seite erstellt würde, auf der wirklich nur das Quiz stattfindet? filmquiz.wordpres gibt es zwar leider schon, aber dann könnte man die Seite so aufziehen, dass sie auch im Netz gefunden werden kann und jeder weiß, wo er teilnehmen kann. Zusäätzlich gäbe es eine Post mehr zwischendrin, die vom quiz ablenken, nichts damit zu tun haben.
        Du würdest die Hoheit über die Seite haben und den jeweiligen Quiz-gewinner einen Login zum Schreiben für einen Monat geben, damit er seine Rätsel hochladen kann.

        Negativ wäre, dass mancher natürlich gerne den Traffic auf seiner Seite hätte. Aber ich denke, dass auf diese Weise viel mehr Traffic generiert würde als beim bisherigen Modus. Zudem kann man ja seinen Link unter jedes Rätsel setzen.

        Was meinst du denn dazu?

        Grüße

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      • Das klingt nach einer sehr guten Idee. Ich hatte auch schon mal darüber nachgedacht, das Ganze auf eine Facebookseite „auszulagern“ oder so. Bei wordpress wäre wie du sagst der Vorteil, dass jeder (zeitlich begrenzt) als Admin fungieren kann. Ich werde mal rum fragen was die anderen Mitspieler davon halten. Die Idee ist aber cool. 🙂

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      • Kann man denn bei Facebook Kommentare verbergen? Oder wolltest du das mit Mitteilungen gestalten?

        Wenn du bereits daran gedacht hast, dann wäre doch jetzt eine gute Zeit für die Umsetzung, nachdem Filmlichter gewonnen hat und ihr offensichtlich einen guten Draht zueinander habt.
        Wenn dir Zeit oder muße fehlt, dann kann ich dir auch gerne helfen, eine Seite aufzubauen. Ach, wem mach ich was vor, mehr als eine WordPress-Baukastenseite bekomme ich auch nicht hin 🙂 Helfe aber gerne. Diesen Monat haben ja scheinbar nochmal weniger mitgemacht. Fände ich schade. Gehe sehr häufig bei uns ins Pubquiz und freue mich immer über Filmfragen.

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      • Ich weiß gar nicht wieso im Moment so wenig los ist. Das ist ja echt traurig. 😦
        Ich werde auf die Hilfe wohl zurückkommen. Im Moment ist echt viel zu tun. Aber so eine WordPress-Seite ist ja eigentlich kein Problem. 😉

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      • Waren ja doch ein paar mehr als zunächst gedacht. Aber als ich für meine Fragen mir mal die anderen Runden angeschaut habe (die es noch zu sehen gibt), war am Anfang ja schonmal mehr los.

        Meld dich ruhig, auch wenn du am besten hier antwortest, da ich bei mir keine Kommentare freischalten möchte, um der Impressumspflicht zu umgehen und meinen Blog nur aus einsamer Spaßverzapferei habe.

        Bezüglich deiner Frage, hab eich eine Gegenfrage, was du genau mit „Interesse am Rätsel“ meinst?
        Wenn es darum geht, dass ich Spaß daran habe, teilzunehmen, bzw. irgendwo zu gewinnen, dann auf jeden Fall. Wenn es darum geht, dass ich mich Frage, wieso so wenige daran teilnehmen und ich es cooler fände, wenn das Quiz ein bisschen größer wäre, dann ebenfalls.
        Ich schaue gerne Filme, quizze gerne und verbinde gerne, was ich gerne mag. Und warum sollte es da nicht noch mehr Leute geben, die so denken? Und für euch als WordPress-Community (sofern es das so noch gibt) ist es doch ein cooles Ding, an dem mehrere beteiligt sind und Spaß haben können.

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      • Wenn du mir über das Kontaktformular auf meiner Über-mich Seite eine Mail schickst, kann ich dir auch da schreiben. Wenn du das nicht möchtest, gerne auch hier.

        Mit dem „Interesse haben“ wollte ich nur wissen, ob ich dich als regelmäßigen/zuverlässigen Mitspieler sehen darf. Wäre nämlich schön 🙂

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      • Okay, dann weiß ich bescheid. Ansonsten hab ich auch so ein Kontaktformular auf meiner Seite.

        Hast du denn schon mit Filmlichter geschwätzt wegen nächsten Monat?

        Das kommt natürlich ganz darauf an, ob die Rätsel auch weiterhin mit Liebe gemacht werden 😉 So lange es mir Spaß macht, bin ich dabei und werde versuchen zu gewinnen. Und wie gesagt, helfe ich auch gerne, wenn es um den Aufbau einer zentralen Anlaufstelle geht.

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      • Ich habe Filmlichter kontaktiert, habe aber noch keine Antwort erhalten. Das wird aber schon 🙂

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      • Lese ich aus deinen Kommentaren aber richtigerweise ein gewisses Interesse am Rätsel?

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  8. Servus, wie es der Zufall so will habe ich mich gerade erst vor ein paar Tagen mit Arbeitskollegen am Mittagstisch darüber unterhalten, dass es heutzutage kaum mehr wirklich gelungene Komödien im Kino gibt (wobei wir die Diskussion eher auf Hollywood-Filme bezogen haben – andere Filmländer haben da durchaus noch einen größeren Output an irrsinnig witzigen Sachen). Und ja, auch wir waren uns schnell einig, dass der übertriebene Einsatz von Fäkalhumor und die Konzeptlosigkeit in den letzten Jahren überhand genommen haben. Ich habe mich dann mal durch meine bewerteten Filme auf Moviepilot geklickt um zu sehen, was die letzte von mir gut bewertete Komödie (mindestens 7,0 von 10) war – ich habe in diesem Jahr keine einzige gefunden. Über Geschmack kann man bekanntlich streiten, und gerade Humor ist auch etwas völlig Subjektives, aber dennoch scheinen die reinen Komödien auf dem absteigenden Ast zu sein. Actionfilme oder Fantasyfilme mit komödiantischen Anteilen (siehe zB die Marvel-Verfilmungen) stoßen ein bisschen in diese Lücke. Der Actionfilm von heute ist offensichtlich nicht mehr so bierernst wie noch in den 80ern und 90ern, als Stallone und Schwarzenegger stoisch alles weggeballert haben, was ihnen vor die Flinte gekommen ist. Offensichtlich ist es heute erfolgsversprechender, für Nervenkitzel und Zwerchfellkitzel gleichermaßen in einem Film zu sorgen, was es der klassischen Komödie in all ihren Ausrichtungen (Slapstick, Screwball, …) schwer macht, sich zu positionieren und zu behaupten. Man spult als Filmemacher halt noch sein Standardprogramm herunter, um die verbliebene Zielgruppe zu bedienen, aber viel Energie und Hirnschmalz möchte man da offenbar nicht mehr hineinstecken – so kommt es mir jedenfalls vor.

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    • Hi! Ja das sehe ich ähnlich. Vor allem Action-Komödien scheinen relativ gut zu funktionieren. Da hat man wohl eine Formel gefunden zu haben.

      „…was es der klassischen Komödie in all ihren Ausrichtungen (Slapstick, Screwball, …) schwer macht, sich zu positionieren und zu behaupten.“

      Kann schon sein, dass der Zeitgeist sich auch im Humor der Mesnchen widerspiegelt und wir heute einfach über andere Sachen lachen (wollen) als früher. Nur rechtfertigt das nicht diese unsägliche Planlosigkeit, die euch ja scheinbar auch aufgefallen ist. Nicht lustig zu sein ist für einne Komödie zwar schlecht, kann aber passieren. Von vorne bis hinten ein grottiges Gebilde zu sein hat mit Zeitgeist oder verändertem Publikum nichts zu tun. 😉

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