Original vs. Remake (4): Duell Undercover

Vs

 

Einleitung:

Herzlich willkommen zum vierten Fight der Original vs. Remake Series. Nachdem letztes Mal Der Kampf der zwei Schwestern auf dem Programm stand, wird es heute deutlich maskuliner und rauer.

In der linken Ecke, Jahrgang 2002, aus Hongkong und trainiert von Andrew Lau und Alan Mak:

Infernal Affairs

IA

 

In der rechten Ecke, Jahrgang 2006, aus Boston, Massachussets und trainiert von Martin Scorsese:

The Departed

departed

 

Als Ringrichter fungieren auch heute wieder Ma-Go und erstmalig auch die liebe Schlopsi. Im Vorfeld gab es Diskussionen, ob Ringrichterin Schlopsi in diesem Duell wirklich subjektiv an die Sache ran gehen würde. Immerhin zeigt ihr Blogname Infernal Cinematic Affairs eine unzweifelhafte Nähe zu einem der Konkurenten. Wollen wir ein mal hören, was sie selbst dazu sagt…

Der liebe Mago war so lieb, mich zu dieser Runde „Original vs. Remake“ einzuladen und dieser Bitte kam ich nur zu gerne nach. Dabei hat er mich doch mächtig auf die Zerreißprobe gestellt, da ich das Remake immer vor mir herschob, da ich mit dem Hongkonger Original rundum glücklich und zufrieden war. Mein Blogname soll schließlich Bände sprechen… Wozu braucht es da also das Remake? Doch wollte ich mich nicht lumpen lassen und etwaige Vorurteile meinerseits aus dem Weg räumen. Und wer mich kennt, der weiß, dass das ein ungleicher Kampf wird…“

 

Das verspricht doch spannend zu werden. Dann schalten wir nun direkt in den Ring, wo die beiden Kontrahenten bereits parat stehen. Welcher Film imponiert dem cinephilen Zuschauer mehr: Der moderne Hongkongklassiker, oder die raue Bostonversion, welche Regisseur Martin Scorsese zum Oscar verhalf? Wir werden es gleich sehen. Wie immer sollte sich den Kampf nur anschauen, wer mit den hässlichen Details umgehen kann. (Das soll eine Spoilerwarnung sein…) Ring frei!

 

Runde 1: Story und Plot

Schlopsi: Natürlich hat Infernal Affairs den großen Bonus, dass ich ihn nicht nur zuerst (und bereits mehrfach) gesehen habe, sondern auch den größeren Rahmen (die beiden Fortsetzungen) kenne und sehr schätze. Auch wenn The Departed konsequenter in der Darstellung seiner Handlungsorte ist, so gerät die Story doch häufig ins Straucheln. Es ist schön zu sehen, wie zahlreiche Details übernommen wurden, aber dennoch eine weitestgehend eigene Interpretation des Materials vorgenommen wurde. Allerdings geht das sehr zu Lasten von The Departed. Hier hatte ich einige Probleme mit dem Storyfluss, der an manchen Stellen unlogisch oder zumindest weniger durchdacht erschien, als der nonchalante und absolut straighte Hongkongthriller Infernal Affairs. Das Remake schafft sich zu wenige Spannungsspitzen und schleicht durch seine Handlung, während im Original schnell die Nerven blank liegen und sich die Spannung und Intensität wie Fesseln um die Gelenke schraubt. Der Nervenkitzel, wenn Yan am Fenster die Morsezeichen gibt, und der schnelle Schnitt zwischen dem Gangstergeschäft und der Polizei, zieht sich auf positive Weise ins Unerträgliche. Etwas, dass Scorsese mit seiner Version nahezu nie schafft.
Das Ende von
The Departed gefiel mir, mit Ausnahme des letzten Akkordes, sehr gut (gab ja nun auch wenig Unterschiede…). Leider endet es jedoch auf dieser klassisch amerikanischen Note, die sich aufgrund der Abwesenheit eines bestimmten Charakters bis zu diesem Zeitpunkt dann doch zu leicht vorhersehen und klassisch strukturierte Rollenmuster durchsickern ließ. Da hätte ich mir auch weiterhin die vorangegangene Konsequenz gewünscht. Punkt für das Original.

 

Ma-Go: Es dürfte wenig überraschen, dass sich beide Filme inhaltlich sehr ähneln. Dennoch weicht das Remake an einigen Stellen vom Original ab, was allerdings nicht immer vorteilhaft ist. Während der Schauplatzwechsel von Hongkong nach Boston eine sehr gute und logische Entscheidung war, greifen einige andere Änderungen im Original nur bedingt. Auf einige Beispiele werde ich in Runde 2 noch genauer eingehen. Auch wenn ich nicht sagen würde, dass das Remake „durch seine Handlung schleicht“, gebe ich Schlopsi insgesamt Recht. „The Departed“ ist deutlich weniger geradlinig in seinem Storytelling als die Vorlage. Alleine die Einführung der Charaktere dauert deutlich länger. Aber irgendwie muss die 40 Minuten längere Laufzeit des Remakes ja zustande kommen.

Am deutlichsten unterscheiden sich die beiden Versionen jedoch in ihren Enden. In Infernal Affairs versucht Lau Kin Ming aus seiner Rolle des Bösen auszubrechen und ein guter Mensch zu werden. Er tötet seinen Boss Hon San und entscheidet sich vor dem großen Showdown aus (mehr oder weniger) freien Stücken dazu, seinem Widersacher Chen Wing Yan dessen Identität zurückzugeben. In „The Departed“ tötet Sullivan auch seinen Boss Costello. Allerdings in erster Linie nur, weil Costello zuerst das Feuer eröffnet und zu allem Überfluss auch noch ein FBI-Informant ist. In der Folge zeigt sich Sullivan keineswegs geläutert und zeigt bestenfalls Ansätze von Menschlichkeit und Gewissen. Hier unterscheidet das Remake viel klarer zwischen schwarz und weiß als das Original, was mir persönlich weniger gut gefällt. Deshalb und wegen ein paar weiteren weniger gelungenen Änderungen in Handlung und Storytelling geht auch mein Punkt an das Original.

Zwischenstand Runde 1:

Original 2 : 0 Remake

 

Runde 2: Schauspieler und Figuren

Ma-Go: Auf den ersten Blick müsste diese Runde eine eindeutige Sache sein. Jack Nicholson, Leonardo DiCaprio, Matt Damon, Mark Wahlberg und Alec Baldwin in einem Film. Dazu kommt meine persönliche Sympathie für eine meiner Lieblingsschauspielerinnen Vera Farmiga. Was soll das Original dieser Starpower entgegensetzen? Und tatsächlich gefällt mir Jack Nicholson als Gangsterboss Costello deutlich besser als Eric Tsangs eher blasser Schurke Hon Sam im Original. Vor allem jedoch Leonardo DiCaprio gelingt es meiner Meinung nach besser, die Gefühle seines Undercover-Cops zu transportieren als Tony Leung dies im Original vermag. Die Angst aufzufliegen, die Machtlosigkeit gegenüber der Taten der Verbrecher und der verzweifelte Wunsch als Polizist wahrgenommen zu werden, wird bei Billy im Remake deutlicher als bei Chen Wing Yan im Original. Allerdings lässt sich dieses Muster nicht beliebig fortführen. Matt Damon als egoistischer Macho-Arsch ist nicht nur unsympathisch, sondern ob seiner eindimensionalen Figur deutlich schwächer einzuordnen als Andy Laus Charakter im Original. Abgesehen davon wirkt Damon in dieser Rolle auf mich auch nicht wirklich glaubwürdig. Ich fand beispielsweise auch unsinnig, warum Billy im Remake zwei Kontaktpersonen (Martin Sheen und Mark Wahlberg) braucht, während im Original eine einzige reicht. Während Martin Sheens Figur der Vorlage noch einigermaßen nahe kommt, ist Wahlbergs übler Kotzbrocken ziemlich nervig und für die Handlung genaugenommen vollkommen irrelevant. Zumindest wenn man von der Schlussszene mal absieht. Und dann bleibt da noch die bereits angesprochene Vera Farmiga. Wie eigentlich immer sehe ich sie auch in diesem Fall wieder einfach sehr gerne. Allerdings ist ihre Rolle leider nicht wirklich sinnvoll in die Geschichte eingebaut. Denn ihre Madolyn ist nicht nur Billys Psychologin, sondern gleichzeitig auch Sullivans Verlobte. Selbstverständlich kommen sich Billy und Madolyn im Laufe des Films emotional immer näher, sodass eine gefährliche Dreiecksbeziehung zwischen den Figuren entsteht. Leider ist diese Konstellation jedoch vollkommen unnötig, da der Film in sich bereits genug Spannung birgt und nicht künstlich angeheizt werden muss. Ich bin hin und her gerissen. Auch wenn sich das Original hier eigentlich nichts zu Schulden kommen lässt, sind Jack Nicholson und vor allem der überragende Leo DiCaprio zu gut. Daher geht mein Punkt hier knapp ans Remake.

 

Schlopsi: Hier kann ich mich Ma-Go in den meisten Fällen nur anschließen, denn beide Filme versammeln die Crème de la creme ihrer Generationen und Kulturen.
Auch wenn Tony Leung an der Spitze meiner liebsten Darsteller steht und er mit seiner melancholischen Art zwischen legerer Abgeschlossenheit mit der Vergangenheit und der steten Paranoia, die ihn umrankt, punktet, so muss im selben Atemzug auch die glanzvolle Leistung Leonardo DiCaprios Erwähnung finden. Sein Billy Costagan macht über die zweieinhalb Stunden Film eine Charakterentwicklung durch, die sich absolut sehen lässt. Auch wenn manche Storyentscheidungen nicht ganz so rational erscheinen, so tut es seinem Schauspiel keinen Abbruch. Er beeindruckt schlicht und ergreifend.
Auf der Gegenseite stehen Andy Lau und Matt Damon. Und hier hat mit Entschiedenheit Lau die Nase vorn. Er wirkt galanter und glaubwürdiger in seinen Aktionen, nicht so überheblich und er ist kein unerträglicher Drecksack, wie ihn Damon im Remake mimt. Und das ist das einzige, was ich The Departed vorwerfen muss: Matt Damon erscheint mit seiner überheblichen Mimik völlig fehlbesetzt.
Nicholson ist gut, auch wenn seine dominante Weise häufiger von humoristischen Entgleisungen geleitet wird, was ziemlich schade ist. Infernal Affairs geht damit insgesamt etwas besser um, da neben Gangsterboss Wan auch der von Chapman To gemimte Sidekick mit amüsanterem Comicrelief ausgestattet ist, und so wenigstens auch die Nebencharaktere wesentlich interessanter und vielschichtiger erscheinen.
Martin Sheen als Eingeweihter ist ein Charismabolzen und Marky Mark, nun, ziemlich überflüssig. Gegen den King-of-Cool Anthony Wong verlieren sie beide, was jedoch eher daran liegt, wie sie ihre Aufgaben filmisch erfüllen. Sheens Charakter bittet Billy auf recht emotionale und fast schon kindliche Weise um seine Kooperation, während es sich bei Wong doch klar um den Fakt dreht, dass Verbrecher in den Knast gehören und es daher unabdingbar ist. Auch funktioniert die Verknüpfung Wongs mit Yan deutlich besser, da die Interaktion beider Figuren doch etwas intensiver und zugleich abgebrühter erscheint und die Treffen eher im Gedächtnis haften bleiben.
Die Idee, im Remake beide Frauenfiguren des Originals als eine Figur in Form der bezaubernden Vera Farmiga auftreten zu lassen, erschien mir im ersten Moment sehr pragmatisch. Doch leider entwickelt sich dies zu einem trägen Plotpoint, der sich auf Dauer durch den Film zieht und für mehr Reibungspunkte mit der Logik sorgt (Sullivan hat solche Panik aufzufliegen, aber…?!). Die Dreiecksgeschichte war ein netter Einfall, aber leider nur ein kläglich umgesetzter Reinfall. Daher:
Punkt für das Original.

 

Zwischenstand Runde 2:

Original 3 : 1 Remake

Runde 3: Technik und Ausstattung

Ma-Go: Auf technischer Ebene nehmen sich die beiden Filme relativ wenig. Mir persönlich gefällt die deutlich rauere Atmosphäre des Remakes. Die Dialoge sind vulgärer, die Figuren aggressiver und die dunklen Ecken Bostons verschärfen die bedrohliche Situation, in der sich einige der Szenen abspielen. Sehr stark und passend finde ich übrigens auch den Soundtrack, der u.a. von einer Band stammt, die ich auch privat sehr gerne höre.

Um es kurz zu machen: Punkt für das Remake.

Schlopsi: Nun, die Dropkick Murphys gehen immer. Dennoch gibt es einige Aspekte, die mich an The Departed eher irritiert, denn erfreut haben. Wo Infernal Affairs mit satten Farbkontrasten und entsättigenden Filtern arbeitet, um die Stimmung noch schärfer zu gestalten als sie ohnehin schon ist, zeigt sich The Departed doch wenig abwechslungsreich und fährt nahezu durchgehend auf der tristen Schiene des rauen Bostons. Das Framing ist herausragend (aber auch dominant) und auch manche Einstellungen wissen aufgrund ihrer Lichtsetzung zu überzeugen (die Übergabe bei den Chinesen bspw.), doch wirkt vieles zu gewollt: Der Schnitt ist gleichermaßen ähnlich dem Ton verspielt und versucht diese abgeklärte Coolness zu evozieren, die mir persönlich auf Dauer zu peinlich wurde. Auch der Schauplatz Boston kommt mir zu kurz, hier hätte ich mir doch einiges mehr gewünscht, ähnlich wie es Infernal Affairs mit seinen wundervollen Aufnahmen Hongkongs macht. Vermutlich funktioniert allein die Dachszene schon dadurch um einiges besser als im Remake, wo ich nur das Gefühl hatte, dass Scorsese recht lieblos dem Original hinterherrennt. Punkt für das Original.

Zwischenstand nach Runde 3:

Original 4 : 2 Remake

 

Runde 4: Genre Taste

Ma-Go: Beide Filme sind richtig spannend und unabhängig voneinander absolut sehenswert. Hongkong ist nicht Boston und Hollywood ist nicht Fernost. Insofern ist es klar, dass sich beide Filme trotz des gemeinsamen Inhalts unterscheiden. Wenn ich mich für einen Film entscheiden müsste (und das muss ich in diesem Fall tatsächlich), würde ich wohl nach langem Abwägen eher zum Remake tendieren. Insgesamt bin ich auf Grund meiner bisherigen Filmerfahrungen vielleicht zu stark westlich geprägt, sodass mir insgesamt das Remake einfach ein bisschen besser gefällt als das ebenfalls starke Original. Punkt für das Remake.

Schlopsi: Wie Ma-Go schon sagt, sind beide Filme absolut autark, was ihre (narrativen und) filmischen Flairs angeht. Beide vermitteln sie unterschiedliche Stimmungsbilder und geben sich komplex, ohne jedoch zu überfordernd zu werden. Wer es rau und amerikanisch mag, der wird mit The Departed bestens bedient. Wer sich nach etwas exotischerem sehnt, der sollte sich definitiv an Infernal Affairs und seine Fortsetzungen wagen. Aufgrund seiner direkteren Art und insgesamt besserem Spannungsverhältnis zur Story ziehe ich persönlich jedoch das Original vor. Zumal es mir mit seiner Zugänglichkeit erst den südostasiatischen Filmraum eröffnet hat. Da spricht auch einiges an Dankbarkeit meinerseits zu meinem persönlichen Lieblingsfilm heraus. Also ist es doch leichter als gedacht: Punkt für das Original.

 

Zwischenstand nach 4 Runden:

Original 5 : 3 Remake

 

Runde 5: Zuschauerwertung

Laut der IMDB kommt „Infernal Affairs“ auf eine Wertung von 81, „The Departed“ auf 85. Auf Letterboxd schlägt das Remake das Original mit 72:82. Das ergibt eine addierte Zuschauerpunktzahl von 153:167. Bonuspunkt für das Remake.

 

Endstand:

Original 5 : 4 Remake

 

Fazit: Und damit haben einen Sieger. Zum vierten Mal in Folge schlägt das Original das Remake. Allerdings war es noch nie so knapp wie heute. Nachdem wir in den letzten Kämpfen z.T. krachende K.O.s zu sehen bekommen haben, mussten dieses mal die Punkte gezählt werden. Und da scheinen sich die beiden Ringrichter nicht ganz einig gewesen zu sein. Nichtsdestotrotz haben wir wieder einen spannenden Kampf gesehen, der euch hoffentlich schon Lust auf den nächsten Fight gemacht hat. Bis dahin schaut euch gerne noch mal die bisherigen Ausgaben der Reihe an und schreibt uns in die Kommentare wer eurer Meinung nach der Sieger ist. Bis zum nächsten Mal.

 

Bisherige Fights zum Nachlesen:

(1) Ringu vs. The Ring

(2) King Kong vs. King Kong

(3) A Tale of two Sisters vs. Der Fluch der zwei Schwestern

Advertisements

28 Antworten zu “Original vs. Remake (4): Duell Undercover

  1. Schade, dass einer von euch beiden voreingenommen war.
    Man hat deutlich gemerkt, dass das Original mit Vorschusslorbeeren in den Ring gegangen ist, somit war es schwer bis unmöglich für das Remake irgendeinen Punkt zu holen. Allerdings gibt es wahrscheinlich kaum einen, der die Vorzüge so exakt benennen kann, wir ein Liebhaber des besagten Filmes.

    Good Job. Vielleicht vergibst du dein goldenes Lesezeichen diesen Monat mal an dich.

    Gefällt 1 Person

    • Ich muss mal im Regelwerk nachschauen, ob das erlaubt ist.
      Nur um das auch noch mal klarzustellen. Ich nehme es Schlopsi nicht krumm, dass sie ein bisschen voreingenommen war. Das wusste ich ja, als ich sie gefragt habe ob sie mitmachen möchte. Wie du schon sagtest, hat sie meiner Meinung nach plausibel erklärt, warum ihr das Original in den jweiligen Runden besser gefällt. Insofern passt das schon. Wenn „The Departed“ die Sache mit der Handlung besser gemacht hätte, wäre mein Punkt hier an das Remake gegangen. Und dann hätte zum ersten mal tatsächlich das Original den kürzeren gezogen.

      Gefällt 1 Person

      • Stimmt schon, ich finde es immer schwierig sich glaubwürdig darzulegen. Jemand der ein riesen Fan vom Remake gewesen wäre, findet auch Gründe warum es besser als das Original ist. Aber ich muss wirklich sagen: Gute Reihe, gefällt mir sehr. Auch dieser Beitrag.

        Gefällt 1 Person

      • Danke. Unter uns: Ich wusste im Vorfeld auch schon, dass mir das Remake besser gefällt. Ich finde es immer auch für mich selbst ganz hilfreich, wenn man sich genau überlegt warum das eigentlich so ist.
        Klar ist aber auch, dass wenn zwei Departed Fans diesen Beitrag erarbeitet hätten, das Ergebnis wahrscheinlich ein anderes gewesen wäre. Aber das liegt in der Natur der Sache. Objektiv kann (und will) dieses Format gar nicht sein. Ich denke als Fazit kann man festhalten, dass beide Filme (sehr) gut sind und unterschiedliche Stärken und Schwächen haben. Welcher Film dann letztendlich der bessere ist, entscheidet letztendlich ohnehin jeder für sich 🙂

        Gefällt 1 Person

      • Da gebe ich dir vollkommen recht.
        Mach doch mal ein Duell wo du beide Filme nicht kennst und einfach überrascht wirst.😁
        Ich freue mich schon auf den nächsten Kampf.

        Gefällt 2 Personen

      • Hm… Das ist schwierig. Bei Filmen, die ich nicht kenne, weiß ich in der Regel nicht, dass es ein Remake gibt. Der nächste Kampf ist bereits geplant. Und ich will nicht zu viel verraten. Aber da kenne ich dann nur das Remake. Das wird also auch für mich spannend 🙂

        Gefällt 1 Person

      • Wer wird sich den duellieren?

        Gefällt 1 Person

      • Wie immer top secret 😀

        Gefällt 1 Person

    • Juchuu, ich schalte mich auch mal kurz ein.
      Wie Mago schon sagte, wussten wir beide in etwa, wie die Tendenzen liegen würden. Dem habe ich zumindest versucht, argumentativ entgegenzusteuern. Was hoffentlich auch gelungen ist. Ich habe tatsächlich kein Problem mit Remakes und schätze an Departed sehr, wie sehr er sich um eine eigene Erzählung bemüht und nicht völlig stur nacherzählt.
      Das größte Problem sehe ich bei ihm – wie oben bereits erwähnt – darin, dass er immer zu früh auf die Bremse steigt und sich die Spannung dadurch nur sehr selten entfalten kann. Wenn dann die Verfolgung aus dem Kino heraus als erstes funktionierendes Spannungselement erst im späteren Verlauf präsentiert wird, dann lief da gehörig was falsch. Die Wirkung verpufft zu schnell und das ist bei einem solchen Film der Knackpunkt.
      Es brächte mir ja nichts, dem Remake einfach so eins auszuwischen, nur weil das Original gut ist. Mir bleibt nur die Argumentation. Und wenn da Diskurse entstehen, scheint alles richtig zu sein.

      Gefällt 2 Personen

  2. Super Fight….ihr habt beide schlüssig und gut argumentiert, weshalb euch der eine oder eben der andere Film in den jeweiligen Kategorien mehr zugesagt hat und mich persönlich durch diesen Kampf soweit gebracht, dass Infernal Affairs jetzt auf meiner Watchlist steht 😉

    Gefällt 2 Personen

  3. Schöner Fight zweier starker Filme. Vielleicht liegt es bei mir dran, dass ich das Original zuerst gesehen habe und es deswegen lieber mag. Oder es liegt an einer gewissen „Boston Müdigkeit“. Jeder US-Gangsterfilm der letzten 15 Jahre scheint in und um Baaahston stattzufinden und ich habe The Departed vor gar nicht so langer Zeit zum ersten Mal gesehen. Trotz Topbesetzung vor der Kamera und Scorcese dahinter fühlt sich Departed für mich ein bisschen nach Stangen-Ware an, während Infernal Affairs zweifellos maßgeschneidert ist.

    Gefällt 2 Personen

  4. Hat dies auf Infernal Cinematic Affairs rebloggt und kommentierte:
    Schon längst überfällig, habe ich mir nur für MaGo-Filmtipps „The Departed“ angesehen. Und es tat gar nicht so weh, wie befürchtet. Dennoch folgte ein Kampf mit harten Bandagen in seiner Serie: Original vs. Remake!

    Gefällt 1 Person

  5. Pingback: Original vs. Remake (4): Duell Undercover | Infernal Cinematic Affairs

  6. Knappe Kiste, würde ich sagen – lesenswerte sowieso. Muss mir das Original endlich mal ansehen. Yeah für Dropkick Murphys!

    Gefällt 1 Person

Ja, hier darfst du gerne etwas schreiben. Trau dich! :)

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s