Keine Geschlechtertrennung bei Preisverleihungen? – Ein Experiment

Hallo Filmfreunde,

wusstet ihr, dass am 7. Mai die MTV Movie & TV Awards vergeben werden? Ich nicht. Und um ehrlich zu sein hielt ich diese Info bis vor kurzem noch für so interessant wie ein Striptease im Radio 😉

Doch dann hat mich die liebe Miss Booleana hierauf aufmerksam gemacht:

MTV schafft bei Award-Shows Geschlechtertrennung ab!

Das ist doch mal ein Ding! Ein sehr positiv zu sehendes Ding, werden jetzt die Einen sagen. Eine mittelschwere Katastrophe entgegnen die Anderen. Auf der einen Seite könnte man es schon als ein Zeichen der Gleichberechtigung sehen, wenn Männer und Frauen in Zukunft in derselben Kategorie gegeneinander antreten. Wenn man ehrlich ist, wirkt es häufig schon so, als wäre die jeweils männliche Kategorie des besten Haupt- oder Nebendarstellers höher einzuschätzen als die der besten Haupt- oder NebendarstellerIN. Letztere wirken manchmal wie eine Art „Trostpreis“, was natürlich ohne Frage ziemlich unfair ist.

Auf der anderen Seite könnte man argumentieren, dass sich Männer- und Frauenrollen in Filmen nur schwer miteinander vergleichen lassen. Aber ist das so? Und lassen sich Schauspielerleistungen in Filmen verschiedener Genres leichter miteinander vergleichen als zwischen Männer und Frauen? Eine spannende Frage, die ich hiermit zur Diskussion freigebe.

Ein weiteres Argument gegen die Auflösung der Geschlechtertrennung wäre, dass es bekanntlich (in Hollywood) einfach zu wenig gute und interessante Frauenrollen gibt und es für Schauspielerinnen dadurch noch schwerer gemacht wird Anerkennung zu bekommen, wenn sie sich bei Preisverleihungen direkt gegen ihre männlichen Kollegen durchsetzen müssen.

Ich hatte mir ja an anderer Stelle schon mal Gedanken zum Thema Sexismus und Frauenrollen in Hollywood gemacht und finde die Diskussion daher sehr spannend. So spannend, dass ich gerne ein kleines Experiment mit euch starten würde.

Dazu nehmen wir an, bei den Oscars gäbe es nur noch Geschlechter übergreifende Kategorien. Also keinen besten Hauptdarsteller und keine beste Hauptdarstellerin mehr. Nur noch eine gemeinsame Kategorie „Beste Hauptrolle“. In den kommenden Tagen werde ich nach und nach die Oscarverleihungen der letzten Jahre (sagen wir ab 2010) durchgehen und euch fragen, ob ihr dem jeweiligen Preisträger oder der Preisträgerin den Award überreicht hättet. Es kann ja nur eine/n Sieger/in geben 😉

Zur Auswahl werdet ihr immer die tatsächlichen Gewinner/innen der jeweiligen Jahre haben. Ich bin echt gespannt, wie viele weibliche Rollen nach der Auswertung UNSERER Meinung die angeblich wichtigste Trophäe der Filmbranche gewinnen würden.

Kleiner Probedurchlauf gefällig? Dann könnt ihr euch hier mal Gedanken zum Jahr 2009 machen. Damals gewannen Sean Penn (Milk) und Kate Winslet (Der Vorleser) die Oscars für den besten Hauptdarsteller und die beste Hauptdarstellerin. Wem von beiden würdet nun IHR den Oscar in der Kategorie „Beste Hauptrolle“ geben?

Hier abstimmen: (sollte keine Umfrage angezeigt werden, liegt das vielleicht an eurem Adblocker. In dem Fall auch gerne als Kommentar)

Gleiches Spiel für die Kategorie „Beste Nebenrolle“. Zur Auswahl stehen die 2009er Preisträger Penelope Cruz (Vicky Cristina Barcelona) und Heath Ledger (The Dark Knight).

Hier abstimmen: (sollte keine Umfrage angezeigt werden, wisst ihr ja was zu tun ist…)

Das Thema liegt mir wie gesagt sehr am Herzen und interessiert mich wirklich. Daher hoffe ich, dass möglichst viele von euch an den Umfragen teilnehmen werden. Je mehr Stimmen eingehen, desto aussagekräftiger ist natürlich das Ergebnis. Über Teilen und Unterstützung wäre ich demnach sehr dankbar 🙂

Ich bin gespannt…

Advertisements

15 Antworten zu “Keine Geschlechtertrennung bei Preisverleihungen? – Ein Experiment

  1. Wieso Oscars 2009?
    Wenn, dann schon richtig und die beiden Gewinner der MTV Movie Awards 2009 gegeneinander antreten lassen:
    Zac Efron und Kristen Stewart

    Gefällt 1 Person

    • Oh was werde ich diese geistreichen Kommentare vermissen 😀 😀 😀
      Ich kann mich einfach nicht entscheiden. Bin aber aus Prinzip für Efron, damit wir Männer gewinnen.

      Gefällt 1 Person

      • Will dir den Abschied ja nicht allzu schwer machen.
        Wobei es auf die Frage nach dem Oscar für die beste Hauptrolle 2009 nur eine richtige Antwort gibt: Mickey Rourke

        Die Frage ist ja eher, warum MTV das macht. Offizielle Antwort: Die Zuschauer sehen keinen Grund, das aufzusplitten. (Quelle: http://www.vulture.com/2017/04/mtv-movie-tv-awards-moonlight-this-is-us-to-compete.html)
        Meine Antwort: sie fürchten sich vor der Frage, warum sie keine Kategorie für Transgender, etc. bieten. Deswegen lieber alles gleich in einen Topf werfen.

        Wenn man sich selbst die Frage stellt, ob es biologisch Sinn macht, die Kategorien aufzusplitten, wie z.B. im Sport, dann ist die Antwort ein klares Nein. Es gibt keine geschlechterspezifische Gründe, Frauen und Männern in Darsteller-Kategorien unterschiedlich zu behandeln.
        Der von dir angesprochene Grund, dass es nicht genügend große Frauenrollen gebe, um die Kategorie fair zu halten, hätte eine Untersuchung verdient. Allerdings wäre das Prozedere bei den Oscars vermutlich so, dass es eine gleiche Anzahl an Nominierten aus beiden Geschlechtern gäbe. Also z.B. 3 Männer und 3 Frauen. Und schaut man sich dann die Nominierten seit 2010 an – und das in einem Artikel und nicht in 9 verschiedenen – dann hält sich in meinen Augen die angenommene Gewinnerverteilung die Waage.
        Die einnahmenträchtigsten Filme haben auf den ersten Blick meist einen Männerüberschuss (http://www.boxofficemojo.com/yearly/chart/?yr=2017&p=.htm), aber die Oscars interessiert sowas glücklicherweise wenig.

        Dafür sehe ich ein anderes Problem, das du mit deinem Kommentar vorwegnimmst: nach wie vor wird sich darüber beschwert, dass die Oscarjury mehrheitlich aus alten, weißen Männern besteht. Wer sagt, das die nicht lieber einen Vertreter des eigenen Geschlechts wählen?

        Wenn es darum geht, die wirklich best gespielte Hauptrolle des Jahres zu finden, dann führt nichts an einer Zusammenlegung vorbei. Allerdings gäbe es dann eben zwei Gewinner weniger, was ich wiederum schade fände.

        Zu meinem Kommentar von oben:
        Die MTV Movie Awards haben keinen Anspruch und daher ist jede Diskussion darüber nur unnötig PR für den Schund.

        Gefällt mir

  2. Prinzipiell finde ich die Aufhebung der Geschlechter gut, allerdings ist das schwer umsetzbar. Wenn man nur zwei Schauspieler zur Auswahl hat (wie du es in deinen Umfragen gemacht hast), dann lässt sich schnell eine Auswahl treffen, aber wenn es – sagen wir – 10 Namen sind, kann man sich nicht entscheiden. Es gibt doch diese Regel, wenn es mehr als 7 Sachen zur Auswahl gibt, kann man sich nicht mehr entscheiden. Und wählt dann im Zweifel irgendwas oder irgendwen, weil man sich ja entscheiden muss.

    Davon abgesehen gibt es da noch ein weiteres Problem und das heißt Motion Capture. Wie ich schon in meinem Artikel (http://adoringaudience.de/performance-capture-vs-oscars-runde-2/) beschrieben habe, kämpft Andy Serkis seit Jahren dafür, dass Motion-Capture-Artists als Schauspieler wahrgenommen zu werden und somit auch in der „Bester Schauspieler/Beste Schauspielerin“-Kategorie nominiert werden. Die Preisverleihungen sträuben sich dagegen, was ich natürlich verstehen kann. Wie soll man eine schauspielerische Leistung einschätzen, die eine Mischung aus Mensch und Maschine/Computer ist? Ich bin wirklich mal gespannt, ob das Experiment bei den MTV Movie Awards gelingt.

    Gefällt 1 Person

    • Ja ich bin auch gespannt. Und um ehrlich zu sein, bin ich mir selbst noch nicht sicher, was ich von der Geschlechtertrennung (oder auch eben nicht) halten soll. Ich tendiere aber im Moment noch eher dazu das aktuelle System beizubehalten. Meine Meinung könnte sich aber auch noch ändern 😉

      Gefällt 1 Person

  3. Eigentlich natürlich eine gute Idee. Aber, wie Du richtig sagst, die guten Rollen für Frauen werden, nur weil sich Preiskategorien ändern, nicht plötzlich vom Himmel fallen. Es wäre vielleicht klüger damit abzuwarten, bis Frauen auch hinter der Kamera in gleichen Zahlen wie Männer arbeiten.

    Abgesehen davon gibt es bei diesen Kategorien auch durchaus noch mehr Probleme. Wie zum Beispiel was eine Haupt- und was eine Nebenrolle ist. Anthony Hopkins ist keine Viertelstunde in Schweigen der Lämmer und hat seinen Oscar als bester Hauptdarsteller bekommen. Gerade dieses Jahr wollte Viola Davis lieber als Nebendarstellerin als als Hauptdarstellerin für ‚Fences‘ nominiert werden. Das hat sich ja auch ausgezahlt für sie, nur zeigt das wie wenig diese Begriffe eigentlich definiert sind.

    Gefällt 1 Person

    • Ja das stimmt. Ich war (und bin) auch sehr überrascht, dass Reese Witherspoon für ihre Rolle in „Walk the line“ (ein Film über Johnny Cash) den Oscar für die beste Hauptrolle gewonnen hat. Finde den Fehler…

      Gefällt 1 Person

  4. MTV kann das gerne machen, sie vergeben ja auch einen Preis für den besten Kuss.
    Bei den ernsthaften Filmpreisen sehe ich wenig Sinn darin, weniger Awards zu vergeben. Man sollte lieber die Definitionen von Haupt- und Nebendarstellern überarbeiten. Eine richtige Nebenrolle wie Naomie Harris in Moonlight hat eigentlich keine Chance gegen so eine tragende Rolle wie die von Viola Davis in Fences.

    Ich habe nach kurzer Überlegung für Penn gestimmt, weil ich ihn für einen unglaublich guten Schauspieler halte und ich Milk öfter gesehen habe als Der Vorleser.
    Bei Ledger war ich mir sicherer, wobei ich Vicky Christina Barcelona auch länger nicht mehr gesehen habe.

    Gefällt mir

  5. Spannende Diskussion.

    Dazu muss man bedenken, dass die Schauspielkategorien die einzigen sind, die nach Geschlechtern aufgeteilt sind!
    Der grund dafür ist relativ einfach und historisch bedingt: Als das mit dem Kino und den Preisverleihungen anfing, waren die Rollen für Frauen und Männer extrem weit getrennt und recht simpel zusammengefasst: Frau = unterstütztende Damsel in Distress, Mann = aktiv handelnder Held.
    Frauen hatten damit immer schon deutlich weniger zu tun, und vor allem deutlich andere Vorgaben als die Männer, weshalb ihre Leistung gesondert gewürdigt werden sollte – immerhin konnte man mittels eines Preises schnell Stars aufbauen, und die waren gut für die Umsätze an den Kinokassen.

    In unserer Zeit sind diese Grenzen deutlich schärfer verwischt und enger zusammengerückt, so dass die Frage berechtigt ist, ob die Trennung noch zeitgemäß ist.
    Zumal gerade 2016 gezeigt hat, dass auch Frauenrollen extrem stark sind – letztes Jahr haben wir kaum interessante Männerrollen im Kino gesehen, dafür jede Menge packender, interessanter Frauenrollen!

    Auf der anderen Seite denke ich, dass Männer und Frauen in Hollywood noch immer sehr weit auseinanderliegen. Unsere Recherchen zu Barbra Streisand haben das wieder schön bewiesen. So schlecht sind die Regisseurinnen nun auch nicht, dass von 445 Oscarnominierungen für die Regie gerade mal 4(!) an eine Frau gingen. Das ist weniger als EIN Prozent!

    Von daher wäre es vielleicht auch ein angenehmer Ansatz, die Geschlechtertrennung auszuweiten: Bester Regisseur + Beste Regisseurin, Bester Kamermann + Beste Kamerfrau, Bester Drehbuchautor + Beste Drehbuchautorin. Natürlich wäre das extrem unpraktisch, aber es würde eben auch das Augenmerk auf all die wirklich tollen Filmemacherinnen lenken, die aktuell noch viel zu stark von den männlichen Kollegen verdeckt werden.

    Vielleicht würde das einer Gleichberechtigung auch entgegenwirken, das kann ich schwer vorhersagen. Aber Tatsache ist, dass bei dem Großteil der Bevölkerung, wenn man sie nach weiblichen Filmschaffenden fragt, vornehmlich Schauspielerinnen bekannt sind, und das eben auch deshalb, weil sie durch ihre eigene Preiskategorie sehr viel sichtbarer sind. Das würde ich mir in den anderen Kategorien auch wünschen, und ich denke, dann würden die Künstlerinnen dort von den Männern, die, in Hollywood vor allem, das Sagen haben, vielleicht auch ernster genommen.

    Gefällt 1 Person

    • Danke für deinen Kommentar 🙂

      „So schlecht sind die Regisseurinnen nun auch nicht, dass von 445 Oscarnominierungen für die Regie gerade mal 4(!) an eine Frau gingen. Das ist weniger als EIN Prozent!“

      Diese Zahlen waren mir gar nicht bekannt. Unglaublich. Hast du da eine Quelle, die du verlinken kannst?

      „Aber Tatsache ist, dass bei dem Großteil der Bevölkerung, wenn man sie nach weiblichen Filmschaffenden fragt, vornehmlich Schauspielerinnen bekannt sind, und das eben auch deshalb, weil sie durch ihre eigene Preiskategorie sehr viel sichtbarer sind.“

      Hier bin ich mir nicht sicher, ob das wirklich messbar mit den großen Awards zu tun hat. Wenn man die gleiche Frage zu Männern stellen würde, käme wahrscheinlich ein ähnliches Ergebnis raus. Ich glaube, der gemeine Kinobesucher kennt kaum Regisseure, Kameramänner oder Produzenten. Egal ob es nun Männer oder Frauen sind. Zumindest in meinem Umfeld 😉

      Die Frage, die sich mir bei dem Thema in erster Linie stellt ist, wer einen solchen Unisex-Preis gewinnen soll. Vermutlich der Mann oder die Frau, der/die seine/ihre Rolle am glaubwürdigsten gespielt hat. Nur wer entscheident das? Sind die Jurys wie sie sich momentan größtenteil zusammensetzen in der Lage „objektiv“ zu beurteilen, ob eine Schauspielerin ihre (logischerweise weibliche) Rolle gut und glaubhaft gespielt hat? Oder wählet eine Jury, die überwiegend aus Männern besteht nicht automatisch und ohne sexistische Absicht männliche Darsteller, weil sie sich mit deren Rollen besser/leichter identifizieren und in sie hineinversetzen können? Ich denke, wenn man die Geschlechter zusammenlegt, muss auch die Jury dementsprechend angepasst werden.

      Gefällt mir

      • „Hier bin ich mir nicht sicher, ob das wirklich messbar mit den großen Awards zu tun hat. Wenn man die gleiche Frage zu Männern stellen würde, käme wahrscheinlich ein ähnliches Ergebnis raus.“

        Das kann natürlich sein. Wobei ich immer davon ausgehe, dass noch der letzte Kino-Loser Namen wie Steven Spielberg, Alfred Hitchcock, George Lucas oder Quentin Tarantino kennt. Aber es ist schwer, da für andere zu sprechen, da hast du recht.Ich weiß aber, dass selbst durchschnittlich erfahrene Filmkenner, wenn man sie nach Regisseuren fragt, kaum eine Frau aufzählen würden, zumindest habe ich diese Erfahrung einige Male in meinem Umfeld gemacht. 🙂

        „Sind die Jurys wie sie sich momentan größtenteil zusammensetzen in der Lage „objektiv“ zu beurteilen, ob eine Schauspielerin ihre (logischerweise weibliche) Rolle gut und glaubhaft gespielt hat?“

        Ach, welche Jury ist schon objektiv?! Mir wäre keine bekannt. 😀 Aber du sprichst da was Wahres an, weshalb ich ja sage, dass eine breitere Aufteilung auf beide Geschlechter einem Unisexpreis gegenüber leicht im Vorteil wäre.

        „Oder wählet eine Jury, die überwiegend aus Männern besteht nicht automatisch und ohne sexistische Absicht männliche Darsteller, weil sie sich mit deren Rollen besser/leichter identifizieren und in sie hineinversetzen können? “

        Da wären wir ja jetzt in der OscarsSoWhite-Debatte, weswegen ich nur sagen kann: Ja, ich denke, das wäre so. Man wählt oft das, was einem selbst vertrauter ist. Was ja in meinen Augen ein Grund dafür ist, das Regisseurinnen so schlecht abschneiden.

        „Diese Zahlen waren mir gar nicht bekannt. Unglaublich. Hast du da eine Quelle, die du verlinken kannst?“

        Ich würde unseren Barbra Streisand Artikel verlinken, aber das ist mir zu egozentrisch. 😀 Es ist aber bekannt und an mehreren Stellen zu lesen, dass bisher erst vier Frauen als beste Regisseurin nominiert wurden: Lina Wertmüller (1976), Jane Campion (1993), Sofia Coppola (2003) und Kathryn Bigelow (2009). Das lässt sich auch auf der Wiki-Seite nachprüfen:
        https://en.wikipedia.org/wiki/Academy_Award_for_Best_Director#Winners_and_nominees

        Ansonsten hab ich es mir einfach gemacht und ein bisschen geschummelt: Ich hab einfach 5 Nominierungen pro Jahr mal 89 Jahre gerechnet. Das ist nicht ganz sauber, weil es in einigen Jahren mal mehr oder weniger als 5 waren, aber das macht den Kohl auch nicht fett. Kurz gesagt: von ca. 445 Regie-Nominierungen gingen 4 an Frauen.

        Etwas konkreter ist die Zahl, dass insgesamt 69 verschiedene Filmemacher als Bester Regisseur mit dem Oscar ausgezeichnet wurden (mehrere davon haben ja mehr als einen Preis), davon 1 Frau: Kathryn Bigelow. Das sind 1,45%! 😦 Es ist wirklich ein Trauerspiel …

        Gefällt 1 Person

      • Ok, die Zahlen sind nachvollziehbar. Und euren Artikel hättet ihr natürlich genre verlinken dürfen 🙂 Passt ja zum Thema.

        Und ich habe es gestern mal ausprobiert und habe 4 Leute (durchschnittliche Filmkenner/innen) spontan nach 5 Regisseuren oder Regisseurinnen gefragt. Keine einzige wurde genannt. Tarantino, Spielberg und ein paar übliche Verdächtige hingegen schon. Insofern würde das deine Erfahrungen bestätigen 😉

        Gefällt mir

  6. Der Erfolg ist doch an der Kinokasse zu sehen. Es ist doch häufig so, dass diese Art von Preisen am Ende oft kaum nachvollziehbar sind. Eine Trennung nach Geschlechtern ist aber nicht mehr Zeitgemäß. Dann müsste man ja noch Preise für Homosexuelle, Transsexuelle usw. vergeben. Also lieber weg lassen.
    Objektivität ? Also die gibt es doch bei subjektiven Einschätzungen sowieso nur begrenzt. Ich glaube nicht, das eine männliche Jury Männer bevorzugt 😉 Die Frage ist doch dann eher ob die Anzahl der Themen zu denen es Filme gibt eher Männer dominiert ist.
    Letztlich sollten Leistungen nicht in einer weiblichen oder männlichen Blase verglichen werden. Da bleibt ja immer ein fader Beigeschmack, der geschlechtsspezifischen Schonung oder Zweitklassigkeit.

    Gefällt 1 Person

  7. Pingback: Die besten Nebenrollen (2010 – 2017) | Ma-Go Filmtipps

  8. Pingback: Die besten Hauptrollen (2010-2017) | Ma-Go Filmtipps

Ja, hier darfst du gerne etwas schreiben. Trau dich! :)

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s