Filmkritik: Bob, der Streuner

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© Concorde

Hallo Filmfreunde,

Liebhaber von Romanverfilmungen und Katzenvideos dürfen sich erwartungsfroh die Hände reiben. Denn „Bob, der Streuner“ könnte DER Film für eben diese Zielgruppe sein. Ob der Film auch sonst etwas taugt, erfahrt ihr hier:

In „Bob, der Streuner“ geht es um den drogenabhängigen und obdachlosen Straßenmusiker James, der sich vergeblich müht, sein Leben in den Griff zu bekommen. Als der Straßenkater Bob in sein Leben tritt, geht es tatsächlich steil bergauf.

 

Wie bereits erwähnt, handelt es sich bei dem Film aus Großbritannien um eine Romanverfilmung. Genau genommen sogar um die Verfilmung einer dreiteiligen Buchreihe, in der die wahre Geschichte des Straßenmusikers James Bowen und dessen zugelaufenen Katers Bob erzählt wird. Wie viele andere Literaturverfilmungen auch hat „Bob, der Streuner“ das Problem, dass er die vielen Elemente und Stationen der beiden Protagonisten in zwei Stunden pressen muss, die in den Vorlagen wahrscheinlich gemächlicher und tiefgründiger beschrieben und erzählt werden.

Das ist einer der Gründe, warum der Film es nicht geschafft hat, mich emotional zu packen. Vieles bleibt oberflächlich und bestenfalls angekratzt. Die Figuren bleiben trotz einer wirklich guten und glaubhaften Darbietung des Hauptdarstellers Luke Treadaway eher blass, was vor allem daran liegt, dass der vierbeinige Star des Films ihnen die Show stiehlt. Auch wenn ich persönlich einer Katze, die ihrem Herrchen high five gibt wenig Unterhaltsames abgewinnen kann, sorgten diverse Szenen zwischen Bob und James immer wieder für Lacher und Gekicher unter den Kinozuschauern.

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Awwww, wie süß! Die Katze spielt mit dem Weihnachtsbaum… © Concorde

Gleichzeitig führt jedoch Bobs Niedlichkeit dazu, dass dem Film jegliche Spannung genommen wird. Egal ob die obligatorische sich anbahnende Liebesgeschichte zu platzen droht, ob James‘ Konflikt zu seinem Vater eskaliert, ein kalter Entzug ansteht oder die Gefahr rückfällig zu werden. Die Präsenz der Katze lässt beim Zuschauer zu keinem Zeitpunkt das Gefühl aufkommen, dass James Probleme wirklich ernst wären und am Ende nicht alles gut werden könnte.

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James und Bob bei der Arbeit © Concorde

Positiv hervorzuheben ist auf jeden Fall der wirklich gelungene Soundtrack des Films, der hervorragend zum Film passt. Die Songs werden von Luke Treadaway sehr schön auf der Gitarre gespielt und gesungen.

Fazit:

„Bob, der Streuner“ ist sehr seichte Unterhaltung, die vollkommen auf den Putzigkeitsfaktor ihres tierischen Hauptdarstellers setzt. Die Handlung plätschert dabei ohne große Höhepunkte vor sich hin, ohne jedoch zu langweilen. Alles in allem eine schöne Geschichte, die wahrscheinlich in den Büchern spannender erzählt werden konnte.

 

Habt ihr den Film gesehen oder habt es vor? Wie fandet ihr ihn oder was erwartet ihr? Wie immer freue ich mich über jeden Kommentar und Like.

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Vielen Dank!

Weitere Meinungen zum Film:

Popcornfilme (8/10)

Zacksmovie (7,7/10)

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7 Antworten zu “Filmkritik: Bob, der Streuner

  1. Der Film verfolgt mich in meinen Träumen

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  2. Nur quergelesen. Da ich zu voreingenommen bin, um ihn mir anzuschauen, bevor er im TV läuft – und das wird sicher nicht vor nächstem Jahr sein – kann ich das mit meinem Gewissen vereinbaren.

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  3. Ist der Film für Katzenhaarallergiker geeignet?
    Ich glaube das ist die Art von Film, die wirklich nur in der Vorweihnachtszeit funktionieren kann. Überall sonst scheint er mir dann doch zu rührselig. Mal sehen vielleicht dieses Jahr. Okay, seien wir ehrlich bis dahin isser vermutlich vergessen. 😉

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    • Das dachte ich mir auch. Hat mich echt gewundert, dass der bei uns erst jetzt im Januar raus gekommen ist. Ich denke der liebe Bob ist so goldig, der haart nicht. Und wenn doch, dann sind das allergiekompatible Haare 😉

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