The Ghost of #Horrorctober (11): Katakomben

horrorctober-2016

Hallo Filmfreunde,

der #Horrorctober geht zu Ende und die letzten drei Filme gab es gestern zu Halloween. Die Beiträge dazu kommen jetzt nach und nach mit etwas Verspätung. In meinem elften Beitrag geht es weit nach unten…

Filmdaten:

Sub-Genre: Found-Footage Mystery

Mit: Perdita Weeks, Ben Feldman, Edwin Hodge

Jahr: 2014

Land: USA

Regie: John Erick Dowdle

Länge: 93 min

OT: As above, so below

Kurzinhalt und Trailer:

Eine Gruppe von Menschen um eine führende Wissenschaftlerin sucht in den unterirdischen Katakomben von Paris den berühmten „Stein der Weisen“. In den engen Tunneln und Schächten sehen sie sich bald mit etwas Furchtbaren konfrontiert.

Ma-Gos Kommentar:

Vielleicht ist „Katakomben“ einer dieser Filme, die so schlau und voller mystischer Symbolik und psychologischen Metaphern sind, dass es meine kognitiven Kapazitäten übersteigt. Vielleicht ist die Story aber auch einfach nur so absurd und bescheuert, dass man mit gesundem Menschenverstand gar keine Chance hat, dem Gesehenen ernsthaft zu folgen. Nachdem wir zu Beginn des Films feststellen dürfen, dass die Hauptfigur Scarlett Marlow eine unsympathische Abenteurerin mit zahlreichen akademischen Titel ist, begleiten wir sie dank Helm- und Handkameras in die Katakomben von Paris. Found-Footage Filme sind für viele Zuschauer (wie mich) oftmals eine schwierige Angelegenheit. Jedoch muss man sagen, dass diese Art der Kameraführung in „Katakomben“ wirklich gut funktioniert, da sie dazu beiträgt, die klaustrophobischen Gänge richtig schön wirken zu lassen, ohne dass einem schlecht wird. Auch die mangelnde Beleuchtung lässt gewisse Dinge, die der Gruppe widerfahren, ziemlich unheimlich wirken. Atmosphärisch ist der Film wirklich gut und gruselig. Deshalb auch der relativ hohe Gruselfaktor, den ich an dieser Stelle schon mal vorwegnehmen darf.

Problematisch wird es dann auf inhaltlicher Ebene. Ich kann beim besten Willen nicht sagen, was da unten eigentlich vor sich gehen soll. Und ich bin mir auch nicht sicher, ob Regisseur John Erick Dowdle uns diese Frage beantworten könnte. Handelt es sich bei den Katakomben um eine einzige große Metapher für das Unterbewusstsein? Das würde das Erscheinen der zahlreichen Gegenstände und Personen erklären, die an einigen Stellen des Films auftauchen. Durch Stress und Sauerstoffmangel versuchte Halluzinationen sind es wohl eher nicht, da alle Figuren das Gleiche sehen. Oder handelt es sich bei den unterirdischen Gängen tatsächlich um das Reich der Toten und den Eingang zur Hölle? Oder am Ende sogar beides? Und was hat es mit diesem Stein der Weisen auf sich? Zahllose Rätsel später, die an sämtlichen Maßstäben der Logik und Nachvollziehbarkeit vorbeigehen, sind wir kein Stück schlauer und hoffen, dass die ätzende Hauptfigur doch endlich von einem herabfallenden Stein den Schädel gespalten bekommt.

Um es also noch ein mal deutlich zu sagen: „Katakomben“ ist wirklich gruselig und atmosphärisch gut gemacht. Die Story und Auflösung sind hingegen fast schon trashig und stehen dem Sehvergnügen leider im Weg. Aber vielleicht bin ich auch einfach nicht clever genug, um die tiefgründige Metaphorik und Symbolik zu erkennen.

Gruselfaktor: 6/10

Kennt ihr „Katakomben“? Wie fandet ihr ihn?

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10 Antworten zu “The Ghost of #Horrorctober (11): Katakomben

  1. Mit Cleverness hat das wenig zu tun, glaube ich. Es sei denn, man ist wirklich eine hohle Nuss oder verschließt sich gänzlich vor solchen Ebenen. Vielmehr sollte sich ein gewisses Gefühl nach dem Film einstellen, an dem man sich abarbeiten kann. Wenn dem nicht so ist, ist da vielleicht auch wirklich nichts.

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  2. Die Hauptfigur könnte auch eine junge Lara Croft sein, zum Grossteil ist der Film auch eher Abenteuer als Horror. Das letzte Drittel fand ich dann auch ziemlich schwach, das war auch einfach nicht stimmig.

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  3. Wie gesagt, mit ein wenig Abstand… sehe zumindest ich ihn (etwas) wohlwollender. 😉
    Übrigens, mein Artikel über den Film sorgt dafür, dass mein Blog immer mal wieder mit dem Suchbegriff „ptolemäisches Scharnier“ gefunden wird. Es tut mir immer etwas leid, wenn ich bedenke, wie enttäuscht die Sucher sein müssen…

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  4. Uff… den fand ich so richtig, richtig furchtbar. Ich weiß noch, den habe ich sogar im Kino gesehen und wir haben eigentlich die ganze Zeit nur gelacht, weil der wirklich schon ziemlich doof war. Da waren ein paar gute Ansätze drin, aber an und für sich fand ich den einfach nur furchtbar.

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  5. Pingback: Kritik: Katakomben (As above so below) – filmexe

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