Auf dem Festival des Deutschen Films gesehen: „Wer aufgibt ist tot“

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Sommer, Sonne, Festival

Hallo Filmfreunde,

letzte Woche freute sich ganz Deutschland, dass der Sommer zumindest kurzfristig da war. Ganz Deutschland? Nein. Irgendwo im Verborgenen kauerte ein schwitzender Blogger, fluchend und stöhnend wegen der Hitze, der nur zu gerne schlimme Dinge mit den fröhlich jauchzenden Sonnenanbetern angestellt hätte. Was also tun, um den überdrüssigen Qualen zu entrinnen? Richtig, ab ins klimatisierte Kinozelt auf dem Festival des Deutschen Films. Zu sehen gab es dort nämlich mit „Wer aufgibt ist tot“ einen überraschend guten Film.

Wer aufgibt ist tot

Tragikomödie, 2016

Mit Bjarne Mädel

Kurzinhalt:

Nach einem Autounfall befindet sich Paul Lohmann (Bjarne Mädel) in einer Art Zwischenwelt. Zwischen Leben und Tod gefangen erhält er die Chance, verschiedene Punkte seines Lebens erneut zu leben, um die drohende Katastrophe zu verhindern.

Meine Gedanken zum Film:

In „Wer aufgibt ist tot“ spielt Bjarne Mädel den zu Beginn scheinbar erfolgreichen Geschäftsmann Paul Lohmann, der sein Leben im Griff zu haben scheint und kurz vor dem wichtigsten Verkaufsgespräch seiner Karriere steht. Bis der bereits erwähnte Unfall ihn unverhofft aus dem Leben reißt.

In der Folge reist Lohmann in der Zwischenwelt gefangen zu verschiedenen Punkten seiner Vergangenheit, um den Verlauf der Ereignisse zu verändern, der zu seinem Ableben führen soll. In diesen Rückblenden erfährt der Zuschauer dann nach und nach, dass in Lohmanns Leben so einiges im Argen liegt. Eheprobleme, Tristesse, Karrieretief und ein ausgesprochen schwieriges Verhältnis zu seiner Tochter lassen Lohmanns Leben wie ein Scherbenhaufen aussehen.

Ähnlich wie in „Täglich grüßt das Murmeltier“ wiederholen sich einzelne Szenen immer wieder, in denen Lohmann versucht, durch verschiedene Verhaltensweisen sein eigenes Schicksal zu verändern. Dabei läuft jedoch einiges schief und Lohmann muss erkennen, dass es für ihn nicht nur darum gehen sollte, die eigene Lebenszeit um jeden Preis zu verlängern, sondern viel mehr die gemeinsame Zeit mit geliebten Menschen zu nutzen und Fehler aus der Vergangenheit, wenn schon schon nicht ungeschehen, dann doch zumindest wieder gut zu machen.

Trotz dieser emotionalen und dramatischen Grundthematik, ist der Film an einigen Stellen jedoch auch überraschend witzig. Allerdings handelt es sich dabei um einen eher schwarzen und makaberen Humor, der vor allem in den Dialogen zwischen Lohmann und dem ihm zur Seite stehenden Engel (Friederike Kempter) seinen Ausdruck findet.

Im größte Stärke des Films ist aber zweifelsohne die tolle Leistung des Hauptdarstellers Bjarne Mädel, den viele wahrscheinlich noch aus seiner Rolle als Ernie in de TV Serie „Stromberg“ kennen. Neben ihm fällt der übrige Cast um Katharina Marie Schubert, Amber Bongard oder Friederike Kempter leider etwas ab. Trotzdem kann ich euch den Film nur wärmstens empfehlen, wenn er im Herbst dann irgendwann in der ARD ausgestrahlt wird.

Liebe Grüße vom Festival des Deutschen Films,

Euer Ma-Go

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