Filmkritik: Die Highligen drei Könige

Drei Könige

Hallo Filmfreunde,

die Adventszeit steht an und somit natürlich auch dieses Jahr wieder so mancher Weihnachtsfilm in den Startlöchern. So läuft beispielsweise am 26.11.2015 „Die Highligen drei Könige“ in den deutschen Kinos an. Ein Film, bei dem nicht nur die kreativen Köpfe des Verleihs bei der Titelfindung mal wieder zu tief in den Glühweinbecher geschaut haben. Nein, der Titel ist bei weitem nicht das Schlimmste an dem Film, der auf jeden Fall zu dem Schlechtesten gehört, was ich dieses Jahr im Kino gesehen habe.

Die Highligen drei Könige

Komödie, 2015

Mit: Joseph Gordon-Levitt, Seth Rogen, Anthony Mackie

Kurzinhalt und Trailer:

Die drei Freunde Ethan (Joseph Gordon-Levitt), Isaac (Seth Rogen) und Chris (Anthony Mackie) verbringen seit Jahren Heiligabend zusammen. Dieses Jahr soll jedoch die letzte große Party steigen, bei der es die Freunde noch einmal richtig krachen lassen wollen. Das Chaos nimmt seinen Lauf…

Meine Gedanken zum Film:

Tja, was schreibt man an dieser Stelle über einen Film, bei dem man das Hirn besser auf Standy-by schalten sollte? Humor ist ja bekanntlich ein Thema, zu dem sich keine objektiven Aussagen treffen lassen. Deswegen betone ich, dass ICH den Film überhaupt nicht lustig fand. Allerdings habe ich auch „Das ist das Ende“ (ebenfalls mit Seth Rogen) gehasst. Da der Trailer und das Filmplakat mit dem Zusatz „Von den Typen von Das ist das Ende“ werben, lässt sich da vermutlich eine Korrelation herleiten.

Seth Rogen spielt sich mal wieder selbst. Einen tollpatschigen, übergewichtigen Typ, der Drogen in sich hinein stopft als seien es Süßigkeiten, wirres Zeug von sich gibt und über seinen eigenen und fremde Penisse philosophiert. Ach ja, Jude ist er auch noch.

Neben Rogen gibt Anthony Mackie den coolen Schwarzen, der immer einen lässigen Spruch auf Lager hat, ein Auge auf die Damenwelt hat und natürlich rappen darf.

Den dritte König im Bunde spielt Joseph Gordon-Levitt, bei dem man sich den ganzen Film über fragt, was zum Teufel er in einem solchem Film verloren hat. Witzige Szenen hat er eigentlich keine, was die Vermutung nahe legt, dass seine Figur eher für die ernsteren Elemente des Films verantwortlich sein soll. Und tatsächlich erfahren wir zu Beginn des Film, dass Ethan früh seine Eltern verloren hat, was ihn schwer aus der Bahn geworfen hat und eine schwere Zeit für ihn bedeutete. Allerdings hat dieser Verlust für den Film eigentlich keine weitere Bedeutung, da relativ schnell klar wird, dass es letztendlich mal wieder um eine gescheiterte Liebesgeschichte geht. Oder wird wie durch ein Weihnachtswunder am Ende doch alles gut?

Könige

Isaac, Chris und Ethan lassen es krachen…

Insgesamt wirkt der Film wie eine Ansammlung loser Ideen, die krampfhaft zu einem großen Ganzen zusammengenagelt wurden. So bekommt Chris beispielsweise sein Gras geklaut, das er einem Freund mit auf die Party bringen soll. Das führt zu einer wilden Verfolgungsjagd ohne Ergebnis. Dass die drei Könige am Ende ohne Gras auf der Party auftauchen, spielt dann eigentlich auch keine Rolle. In einer Nebenrolle ist dann auch noch Michael Shannon als Drogendealer Mr. Green zu sehen, dessen Auftritte mehr Fragezeichen aufwerfen, als dass sie Lacher produzieren.

Das einzige positive, dass ich über „Die Highligen drei Könige“ sagen kann, sind die nett eingebauten Gastauftritte (u.a. Miley Cyrus, wie im Trailer schon verraten wird) und einige Andeutungen und Querweise auf bekannte Filme der letzten Jahre. Aber die können den Film leider auch nicht retten.

 

Mein Fazit:

Die Highligen drei Könige“ ist ein Film über Freundschaft und Familie, der auf narrativer Ebene eine absolute Katastrophe ist. Egal ob man diese Art von Humor nun mag oder nicht, wirken die Gags wie ziel- und sinnlos aneinander gereiht. Vor allem für Zuschauer, die „Das ist da Ende“ schon nicht lustig fanden, wird auch dieser Film nicht viele Lacher bereit halten.

Meine Wertung: Note 5 (In Sternen 1/10)

 

Habt ihr den Film gesehen oder habt es vor? Wie fandet ihr ihn oder was erwartet ihr? Wie immer freue ich mich über jeden Kommentar und Like.

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Vielen Dank!

Bildquelle: Sony Pictures Deutschland
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14 Antworten zu “Filmkritik: Die Highligen drei Könige

  1. Mir hat der Film auch gar nicht gefallen, obwohl ich durch Mackie und JGL eine gewisse Erwartung hatte und ihn daher auch sehen wollte. Das ist das Ende fand ich aber wesentlich schlechter, den konnte ich nicht mal zur Hälfte sehen bis ich meinen Freund anflehte den Scheiß auszumachen.
    Dieser Film hatte eher das Problem das sie sich mit der sinnfreien Liebesgeschichte aufgehalten haben und der Humor zu weit unter der Gürtellinie saß. Da war doch ein gewisses Potenzial da.
    Naja ich muss meine Kritik noch schreiben, dass schiebe ich grad wieder vor mir her

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  2. Ich habe den Trailer verweigert und werde es ebenso mit dem Film handhaben. Meine kostbare Lebenszeit, mein Denkvermögen und mein Taschengeld sind mir dafür definitiv zu schade 😀

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  3. Oha… ich traue mich ja gar nicht, jetzt noch was zu kommentieren… aber… ich mochte „Das ist das Ende“ und vielleicht ist das auch tatsächlich eine kleine Grundvoraussetzung, um diesen Film zu mögen. Er ist natürlich kein Meisterwerk und sehr schnell wieder vergessen, aber ich hatte doch durchaus meinen Spaß.

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  4. Eigentlich stehe ich ja total auf „sinnfreie“ Filme. Aber wenn die Handlung nicht mal Hand und Fuss hat ist es echt n bisschen verschwendete Lebenszeit 😉

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  5. Fand ihn leider auch nicht gut – wobei ich ein kleines bisschen wohlwollender bei der Bewertung bin. Ja, der Film war leider nicht mal ansatzweise wirklich lustig, dennoch habe ich ein wenig Besinnlichkeit verspürt. Und auch den „Twist“ bzgl. des Veranstalters des Nussknackerballs fand ich noch ganz nett. Aber ja, es ist mir ein Rätsel wie Gorden-Levitt sich für diesen Film hergeben konnte. Er passt zwar auf die ihm zugedachte Rolle – aber dennoch: Perle vor die Säue …

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