Auf dem Festival des deutschen Films gesehen: Brandmal

Hallo Filmfreunde,

20150619_215455trotz der für mich unerträglichen Temperaturen, melde ich mich ein letztes Mal vom Festival des deutschen Films. Zum Glück sind die Festivalkinos seit 2 Jahren klimatisiert, sodass ich wahrscheinlich sogar nur um der Hitze zu entkommen ein Ticket gekauft hätte. Selbst wenn ich dann 90 Minuten auf die schwarze Leinwand hätte starren müssen. Trotzdem gab es dann noch einen Film zu sehen:

Brandmal

Krimi/Thriller, 2015

Mit Peter Lohmayer

Kurzinhalt und Trailer:

Jan Fabel (Peter Lohmayer) ermittelt in einer brutalen Mordserie. An jedem Tatort findet die Polizei skalpierte Leichen, blutrote Farbe und ein langes rotes Haar. Die Spuren führen die Ermittler bald zu einer ehemalige Aktivistengruppe, aus deren Reihen der Täter stammen muss und nun seine alten Kameraden nacheinander beseitigen will.

Meine Gedanken zum Film:

Auf die Gefahr hin, dass ich mich wiederhole. Ich bin kein Krimifan. Und so kann ich als Genre-Laie eigentlich nur sagen, dass „Brandmal“ genauso ist wie jeder Krimi. Die Ermittler finden Hinweis für Hinweis, verhören Verdächtigen nach Verdächtigen und erhalten Information nach Information. Es gibt einen Hauptverdächtigen, der natürlich unschuldig ist, weil eine solche Lösung viel zu banal und offensichtlich wäre.

Was relativ neu ist, sind ein paar Elemente aus zeitgenössischen (amerikanischen) Filmen. Wir haben mit Fabels Partnerin eine traumatisierte Polizistin, deren Bedeutung für die Handlung mir nicht ganz klar wurde.

Ebenso unnötig war meiner Meinung nach die Vater-Tochter-Beziehung zwischen Fabel und seiner Tochter, die für zwei Wochen bei ihrem Vater leben muss. Unglücklicher Weise ist die Kleine in einem sehr schwierigen Alter und der ungeübte Vater natürlich nicht zuletzt wegen des verzwickten Falls total überfordert.

Trotz dieser inhaltlichen Stolpersteine handelt es sich bei „Brandmal“ um einen soliden Krimi. Man denkt mit und stellt Vermutungen darüber an, wer denn nun der Täter sein könnte. So weit so gut. Und dann kommt das Ende mit einer Auflösung um die Ecke, die wohl zu dem unsinnigsten gehört, was ich in letzter Zeit gesehen habe. Nicht das „Wer?“ ist dabei das Problem, sondern viel mehr das „Warum?“ und das „Wie?“ sind wirklich hanebüchen. Bevor ich mich jetzt hier verplappere, höre ich lieber auf und komme zu meinem Fazit:

Fazit:

Brandmal“ ist ein solider Krim/Thriller mit guten Schauspielern, einem spannenden Fall und dennoch einigen unnötigen Nebenhandlungen. Die Auflösung ist fast schon absurd und wirkt, als wollte man mit Gewalt eine Wendung einbauen, mit der definitiv keiner gerechnet hat.

Meine Wertung: Note 4 (In Sternen 4/10)

Auch wenn der Film also beim besten Willen nicht überzeugen konnte, saß ich zumindest während der Vorstellung direkt hinter Peter Lohmayer und Lisa Maria Potthof, den beiden Hauptdarstellern des Films. Das war zwar jetzt kein bewusstseinserweiterndes Erlebnis, das mein Leben nachhaltig verändert hat. Aber es sind die Kleinigkeiten wie diese, die den Charme des Festivals ausmachen.

Im Anschluss an den Film gab es noch einen 45-minütigen Filmtalk mit eben Lohmayer und Potthof, sowie einigen anderen Mitgliedern der Filmcrew. Und natürlich saßen wir im Anschluss noch eine Weile am Rheinufer mit paar kühlen Getränken. Schade, dass es das für dieses Jahr schon wieder war. Ich freue mich schon auf nächstes Jahr, wenn das Festival des deutschen Films dann in die 12. Runde geht. Ich bin dann auf jeden Fall auch wieder dabei. Und vielleicht hat einer von euch ja auch Lust bekommen und schaut mal vorbei 🙂

Liebe Grüße,

Euer Ma-Go

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Eine Antwort zu “Auf dem Festival des deutschen Films gesehen: Brandmal

  1. Pingback: Auf dem Festival des Deutschen Films gesehen: „Ooops! Die Arche ist weg“ | Ma-Go Filmtipps

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