Auf dem „Festival des Deutschen Films“ gesehen: Der Verlust

Hallo Filmfreunde,

20150619_215455und ganz liebe Grüße vom 11. Festival des Deutschen Films in Ludwigshafen. Wie bereits angekündigt berichte ich nun an dieser Stelle ab und zu von meinen Erfahrungen und Erlebnissen auf dem Festival. Ich versuche die Atmosphäre auf dem Gelände zu beschreiben, ein paar Fotos zu zeigen und natürlich stelle ich die Filme vor, die ich mir im Rahmen des Programm zu Gemüte führe.

Seit vier oder fünf Jahren treibe ich mich nun jedes Jahr im Juni/Juli auf dem Festival herum. Meistens natürlich um Filme zu sehen. Manchmal aber auch nur um rumzulungern und die Atmosphäre zu genießen. Dieses Jahr war es zum ersten Mal so, dass ich mir für meinen Besuch einen Regentag ausgesucht hatte, was den Wohlfühlfaktor doch etwas einschränkte. Es war nass und kalt und irgendwie einfach anders. Trotzdem waren sowohl die Gastronomiezelte, als auch die Festivalkinos bis zum Anschlag gefüllt. Ins Kino 1, in dem u.a. mein Film lief, passen etwa 1200 Leute rein und ungefähr 1200 Leute waren dann auch drin.

Das Festivalkino 1 füllt sich langsam. 1200 Leute waren da.

Das Festivalkino 1 füllt sich langsam. 1200 Leute waren da.

An warmen Sommerabenden kann man, wenn nicht gerade eine Filmdiskussion mit Regisseuren oder Schauspielern ansteht, ganz gemütlich an der Strandbar direkt am Fluss sitzen und es sich gut gehen lassen. Ich muss sagen, dass mir das wegen des schlechten Wetters schon gefehlt hat.

Die Plätze am Flussufer blieben wegen schlechten Wetters leider leer :(

Die Plätze am Flussufer blieben wegen schlechten Wetters leider leer 😦

Trotzdem war auf dem Glände mal wieder viel los

Trotzdem war auf dem Glände mal wieder viel los

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Was die Filme angeht, bekommt man auf dem Festival des Deutschen Films das geboten, was das deutsche Kino und die deutsche Filmszene nun mal so hergibt: Viele Krimis, Dramen und natürlich Filme, die sich rund um das Thema Nazi-Deutschland und Zweiter Weltkrieg drehen. Alles abseits von kommerziellen Kassenschlagern wie „Fack Ju Göhte“, „Honig im Kopf“ oder „Vaterfreuden“. Obwohl ich kein sonderlich großer Freund oder gar Fan des deutschen Films bin, habe ich in den letzten Jahren im Rahmen des Festivals immer wieder tolle Filmperlen entdeckt. Zuletzt wäre da der Tatort „Im Schmerz geboren“, der es 2014 sogar auf meine Liste der besten Filme des Jahres schaffte. Dieses Jahr hatte bei meinem persönlichen Filmauftakt leider etwas Pech.

Der Verlust

Drama

Mit Heino Ferch, Ina Weisse, Fritzi Haberlandt

Kurzinhalt und Trailer:

Fremdenführer Uli (Heino Ferch) erleidet eines Tages aus heiterem Himmel einen Schlaganfall. Während er Im Krankenhaus liegt, erfährt seine Freundin Nora (Ina Weisse) mehr über die Vergangenheit ihres Geliebten und seine privaten Geheimnisse, die er vor ihr hat.

Meine Gedanken zum Film:

Der Film basiert auf der gleichnamigen Erzählung von Sigfried Lenz, die ich natürlich nicht gelesen habe und damit nur die Informationen über den Film hatte, die ich dem Programmheft des Festivals entnehmen konnte.

Um ehrlich zu sein hatte ich vom Film etwas ganz anderes erwartet, als ich dann tatsächlich geboten bekam. Ich dachte der Film sei ein Drama, welches den Kampf eines Schlaganfallpatienten zurück ins Leben thematisiert und die Probleme beim Herstellen der alten Ordnung des Selbigen dokumentiert. Dabei geht es im Film viel mehr um eine komplizierte Dreiecks Beziehung und eine kaputte Familiengeschichte. Beides zusammen ergibt ein Wirrwarr an Beziehungsgeflechten, das dem Zuschauer leider nur wenig emotionale Identifikationspunkte liefert. Die Figuren sind zwar komplex gestaltet, aber auf Grund ihrer persönlichen Schicksale und jeweiligen Vergangenheit nur schwer greifbar, sodass es schwerfällt mit auch nur einer von ihnen mitzuleiden oder -fühlen.

Eine wirklich gelungene Gastrolle hat übrigens Tedros Teclebrhan, den viele vielleicht aus seinem Youtube-Video „Umfrage zum Integrationstest“ kennen und der hier einen Taxifahrer spielt, der Heino Ferch durch die Gegend fährt und für einige Lacher sorgt.


Fazit:

Den Film kann man sich an grauen Novemberabenden vielleicht mal im ZDF anschauen. Allerdings ist das Versäumnis ziemlich gering, wenn man es nicht tut. Wer sich den Film anschaut achtet mal bitte darauf, ob es nur mir so geht oder ob Heino Ferch wirklich immer mehr aussieht und aus der Wäsche guckt wie Bruce Willis.

Meine Wertung: Note 4 (In Sternen 4/10)

Wer sich den Film noch anschauen möchte, kann dies am 20.06. um 22:00 Uhr oder am 21.06. um 16:00 Uhr auf dem Festival des Deutschen Films tun.

Liebe Grüße und bis bald,

Euer Ma-Go, der sich ganz leise, still und heimlich für über 25 000 Seitenaufrufe bedankt und mit euch auf die kommenden 25 000 anstößt. Vielen Dank!

Wie immer liken, kommentieren und folgen nicht vergessen 😉

Bildquelle: Networkmovie.de, Ma-Go Filmtipps

 

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Eine Antwort zu “Auf dem „Festival des Deutschen Films“ gesehen: Der Verlust

  1. Pingback: Auf dem Festival des Deutschen Films gesehen: „Ooops! Die Arche ist weg“ | Ma-Go Filmtipps

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