Filmkritik: Kiss the Cook

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Komödie; 2014

Mit: John Favreau

Hallo Filmfreunde,

am 28.05.2015 kommt mit „Kiss the Cook“ laut Kinoplakat die „Feelgood Komödie des Jahres“ in die Kinos. Ob es bei dem Film um einen cineastischen Gaumenschmaus handelt, oder er mir doch eher schwer im Magen liegt, erfahrt ihr hier:

Kurzinhalt und Trailer

In seiner kulinarischen Kreativität eingeschränkt ist Chefkoch Carl Caspers (John Favreau) unzufrieden mit seinem Job. Gleichzeitig hat er aus beruflichen Gründen nur wenig Zeit für seinen Sohn. Als er zu allem Überfluss auch noch eine schlechte Kritik von einem renommierten Restaurantkritiker erhält, beschließt er noch mal neu anzufangen und seinen eigenen Weg zu gehen.

Meine Gedanken zum Film:

John Favreau, der nicht nur die Hauptrolle des frustrierten Chefkochs spielt, sondern auch Regie führte und das Drehbuch zum Film schrieb, konfrontiert seine Hauptfigur mit einem Dilemma, dass wahrscheinlich die meisten kreativen Menschen kennen. Die Erwartungen der Kunden/Gäste erfüllen oder die eigene Kreativität ausleben und dem Drang neue Sachen auszuprobieren nachgeben?

Ironischer Weise entscheidet sich Favreau in seinem Film eher dafür den Geschmack der Zuschauer zu treffen, als dass er eigene neue Wege geht und mit den Zutaten für einen guten Film experimentiert.

Chefkoch Casper bei der Arbeit

Chefkoch Casper bei der Arbeit

Wird Carl in seinem neuen Job glücklich? Wird er dem fiesen Kritiker am Ende doch noch zeigen können was in ihm steckt? Gelingt es ihm gleichzeitig ein besseres Verhältnis zu seinem Sohn aufzubauen? Und kommt er am Ende vielleicht sogar wieder mit seiner Ex-Frau zusammen? Um diese Fragen beantwortet zu bekommen, müsst ihr schon selbst ins Kino gehen. Allerdings sei gesagt, dass der Film insgesamt doch schon stark nach einem 08/15 Rezept gekocht wurde.

Trotzdem macht der Film wirklich Spaß. Das liegt u.a. auch an Stars wie Scarlett Johansson, Dustin Hoffman oder Robert Downey Jr., die zwar nur kleine Gastauftritte haben, sich aber wunderbar in den Film einfügen.

Cooler Sound in "Kiss the Cook"

Cooler Sound in „Kiss the Cook“

Außerdem überzeugt „Kiss the Cook“ mit dem sympathischen Flair Latein-Amerikas, der den Film über die eine oder andere Länge in der Handlung hinweg trägt. Die leckeren und super einladend angerichtete Speisen, die oft in Nahaufnahme präsentiert werden, lassen den Zuschauer hungrig auf die Leinwand starren, während ihm das Wasser im Mund zusammen läuft. Die hispanische Musik an allen Ecken und Enden lässt den Film sich wie einen 90 minütigen Kurzurlaub anfühlen, sodass man wirklich gut gelaunt, aber auch mit knurrendem Magen aus dem Kino kommt.

Fazit:

Ob „Kiss the Cook“ tatsächlich die „Feelgood Komödie des Jahres“ ist, lasse ich mal dahin gestellt. Auf jeden Fall handelt es bei dem Film zwar um ein konventionell zubereitetes Gericht, das allerdings durchaus schmeckt und mit viel Liebe zubereitet wurde. Hier und da ein paar Längen werden von einem angenehmen Flair und witzigen Charakteren ausgeglichen. Insgesamt sicher kein Highlight des Kinojahres, aber auf jeden Fall ein netter Film für laue Sommerabende.

Meine Wertung: Note 3 (In Sternen 6/10)

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Vielen Dank!

Bildquelle: www.kissthecook-film.de

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5 Antworten zu “Filmkritik: Kiss the Cook

  1. Pingback: haltstop | Unfassbar vage Kino-Previews: KW 22

  2. Pingback: Neues Bewertungssystem | Ma-Go Filmtipps

  3. Ich hab den Film ja auch vor ein paar Wochen in der Sneak Preview gesehen und hatte erstmal aufgestöhnt, denn es war GENAU der Film, den ich eigentlich nicht sehen wollte (das hatte ich 5 Minuten zuvor draußen gesagt, als ich das Plakat sah). Und dann hat er mir doch richtig Spaß gemacht! Ich fand dann zwar das

    — SPOILER —

    unvermeidliche Happy-End am Schluss („Hochzeit, Klappe, die zweite“) arg konventionell (und überflüssig!), aber insgesamt war das schon ein „Feel-Good-Movie“, für Freitag Nacht um halb 12 genau die richtige Kost. Bedauerlich war nur, dass ich nachts dann nichts mehr essen konnte, denn bei diesen Aufnahmen von dem leckeren Essen habe ich schon RICHTIG Appetit bekommen! Ich würde wahrscheinlich zu 7 Punkten tendieren… aber hey, in letzter Zeit sind wir uns ganz schön oft relativ einig – erschreckend! 😉

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