Filmkritik: Schändung

Krimi/Thriller, 2014

Kinostart: 15.01.2015

OT: Fasandræberne

Der Polizist Carl Mørck (Nikolaj Lie Kaas) bildet gemeinsam mit seinem Kollegen Assad (Fares Fares) das Sonderdezernat Q, das sich um ungelöste Fälle aus dem dänischen Polizeiarchiv kümmert. Als sie auf einen 20 Jahre zuvor verübten Doppelmord stoßen, kommen die beiden Ermittler einer Verschwörung auf die Spur, die sie in elitäre Kreise führt…

Ja ich gebe zu: Ich bin kein Krimi-Fan. Und von skandinavischen Krimis schon gar nicht. Ebenso wenig habe ich die Romanvorlage von Jussi Adler-Olsen gelesen. Dafür habe ich den ersten Teil der Reihe „Erbarmen“ gesehen und fand ihn gar nicht übel. „Schändung“ hingegen ist mal so richtig mies. Warum?

Wie gesagt, schaue ich nicht gerne Krimis. Doch selbst für mich war bereits nach 20 Minuten klar, worauf das Ganze hinausläuft. Täter, Motive, Hintergründe – alles selbst für Nicht-Genre-Kenner wie mich absolut offensichtlich. Wenn man bedenkt dass der Film insgesamt 120 Minuten läuft, hat man nach den besagten 20 Minuten noch sehr zähe 100 Minuten vor sich.

Da ich wie immer versuche meine Kritiken zu 100% Spoiler-frei zu halten, ist es schwer zu erklären was in diesem Film alles schlecht ist. Da die beiden Ermittler eigentlich den ganzen Film über im Trüben fischen, erfährt der Zuschauer über diverse Rückblenden, was sich vor 20 Jahren ereignete hat und einen Einblick in das Gefühlsleben und die Psyche der Täter. Dadurch erzeugt der Film eigentlich eine sehr gute Atmosphäre, da schnell klar wird, dass die Täter zu allem bereit sind. Allerdings weiß dadurch der Zuschauer stets mehr als die Hauptfiguren des Films. Dadurch wird vor allem das Handeln Carls im gesamten Film nur schwer nachvollziehbar, da er Sympathien zu einer der beteiligten Personen entwickelt.

In Schändung gibt es einige durchaus heftige Darstellungen von Sex und Gewalt, die zwar auch zur erwähnten realistischen und bedrohlichen Atmosphäre beitragen, auf Grund der lahmen Geschichte aber leider wie pure Effekthascherei wirken.

Es stellt sich die Frage, ob dem Film einfach nur eine schwache Romanvorlage zu Grunde liegt, oder der Film soweit vom Buch abweicht, dass er es selbst verbockt. Denn was Erzähltechnik, Schauspielerleistungen und Atmosphäre angeht, weiß Schändung durchaus zu überzeugen. Aber was nutzt all das bei einer schlechten Geschichte?

Fazit:
Machen wir es kurz. Der Film ist einfach nur langweilig. Die Handlung ist bis ins letzte Detail vorhersehbar und ein Spannungsbogen praktisch nicht vorhanden. Lediglich die Atmosphäre des Films und die guten Schauspieler verhindern, dass der Film eine totale Zeit- und Geldverschwendung ist.

Meine Wertung: Note 4-5

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6 Antworten zu “Filmkritik: Schändung

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  3. Hast Recht. War wirklich Zeitverschwendung.

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