Filmkritik: The Drop – Bargeld

Krimi-Drama, 2014

Kinostart: 04.12.2014

OT: The Drop

 

Bob Saginowski (Tom Hardy) arbeitet als Barkeeper mit seinen Cousin Marv (James Gandolfini) in einer Bar. Der Laden gehört der Mafia und fungiert als sogenannte Dropbar, einem Ort wo Kriminelle und Kleinganoven ihr „verdientes“ Geld kurzfristig deponieren und verschwinden lassen können. Als sein Arbeitsplatz Schauplatz eines großen Coups werden soll und er mit privaten Probemen konfrontiert wird, steht Bob plötzlich mit dem Rücken zur Wand.

Hier haben wir mal wieder einen dieser Filme, die man sich anschaut und dann nicht weiß, ob man gerade einen guten Film gesehen hat oder nicht. Zumindest ging es mir so.

Der Trailer verspricht knallharte Gangster-Action und spricht von einem „meisterhaften Thriller mit umwerfender Besetzung und einer mörderischen Wendung“.
Zunächst einmal fällt es schwer bei The Drop von einem Thriller zu sprechen. Das zwielichtige Milieu in dem der Film spielt, erzeugt zwar eine düstere und bedrohliche Atmosphäre. Dennoch schlägt der Film dann doch eher leise Töne an und stellt viel mehr Leben und Probleme seiner Hauptfiguren in den Mittelpunkt.
Vor allem Tom Hardy überzeugt als einfacher, aber loyaler und gutherziger Barkeeper Bob. Obwohl man zu Beginn des Films durchaus skeptisch sein darf, wie einzelne seiner Charakterzüge im weiteren Verlauf zusammen passen sollen, wird er im Laufe der Handlung zur einzigen echten Identifikationsfigur. Leider war es das dann auch schon mit der „umwerfenden Besetzung“. Ich gebe zu, dass ich absolut kein Fan von Noomi Rapace bin. Aber als Bobs Partnerin Nadia wirkt sie hier (wie schon in „Prometheus“) total austauschbar und blass. Ähnliches gilt für James Gandolfini, der leider in seinem letzten Kinofilm ebenfalls nicht so richtig zur Geltung kommt.
Bleibt die „mörderische Wendung“. Die hat es tatsächlich in sich, da sie so was von unvorhersehbar eintritt und den Genre-Erwartungen der aller meisten die lange Nase zeigt.

Fazit:
Und jetzt? Halten wir fest, dass es sich bei The Drop um ein atmosphärisch gutes (Krimi)-Drama mit einem sehr guten Hauptdarsteller Tom Hardy handelt. Obwohl das Erzähltempo recht gemächlich ist und der Film sich an einigen Punkten deshalb leider zieht, hat es trotzdem Spß gemacht den Film zu schauen. Insgesamt kann man sich „The Drop“ durchaus anschauen, wenn man nicht unbedingt einen typischen Gangster-Streifen erwartet. Allerdings reicht es wahrscheinlich auch sich demnächst einen netten DVD-Abend zu machen, anstatt den Weg ins Kino zu suchen.

Meine Wertung: Note 3

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3 Antworten zu “Filmkritik: The Drop – Bargeld

  1. Hört sich interessant an, ich denke den muss ich mir mal merken.

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  2. Na gut, dann gehe ich nicht rein. Wenn ich was verpasst habe, bist Du es Schuld! 😉

    Wobei die unglaubliche Wendung, von der ich jetzt schon mehrmals gelesen und gehört habe, mich schon interessiert. Finde ich immer schön, wenn man mit einer originellen Wendung daher kommt.

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