Filmkritik: The Loft

Thriller, 2014

Kinostart: 11.12.2014

OT: The Loft

Die fünf Freunde Chris (James Marsden), Luke (Wentworth Miller), Vincent (Karl Urban), Filip (Matthias Schoenaerts) und Marty (Eric Stonestreet) mieten sich gemeinsam ein Loft, in welchem sie nach Herzenslust ihre Ehefrauen betrügen können. 5 Männer – 5 Schlüssel – 1 Geheimnis. Als sie eines Morgens eine tote Frau im Loft auffinden, wird schnell klar dass einer von ihnen etwas damit zu tun haben muss…

The Loft ist ein packender, weil toll aufgebauter und verschachtelter Thriller. Nachdem bereits zu Beginn des Films das Problem in Form der ans Bett gefesselten Leiche offenkundig ist, erfährt der Zuschauer nach und nach einzelne Häppchen aus der Vergangenheit der fünf Männer. Dabei werden einzelne Details bewusst ausgelassen und zu einem späteren Zeitpunkt nachgereicht.
Dieses Prinzip funktioniert ausgesprochen gut, da so ständig neue Wendungen in die Handlung eingebaut werden. Immer wenn der Zuschauer glaubt das Rätsel gelöst zu haben, erfahren wir ein neues Detail, das alles verändert. Wenn es zur finalen Auflösung kommt, hat man eigentlich jeden verdächtigt, den man verdächtigen kann.
Leider ist es bei The Loft so wie in vielen eigentlich guten Thriller. Twist folgt auf Twist und irgendwie verpasst der Film dann den richtigen Zeitpunkt aufzuhören. An einem Punkt hätte ich mir gewünscht, dass es das jetzt war. Nach dem Motto: „Ok, damit habe ich jetzt nicht gerechnet. Coole Auflösung.“ Abspann. Aber das reicht natürlich nicht. Es muss noch mal eins drauf gesetzt werden. Dadurch wirkt das Ende leider etwas konstruiert und macht den sonst sehr guten Gesamteindruck kaputt.

Außerdem wirken die Schauspieler in einigen Szenen überfordert, was sich in einem nicht immer hollywoodwürdigem Einsatz von Mimik und Gestik ausdrückt. Die Figuren selbst sind durch die Bank eigentlich unsympathisch, sodass man an dieser Stelle schon mal sagen muss, dass nicht alle Männer so sind wie Vincent im Film an einer Stelle behauptet: „Wir sind Männer. Wir sind alle ein bisschen so.“ Trotz Mangel an Identifikationsfiguren bleibt man von Anfang bis Ende am Ball und rätselt mit, was natürlich für ein sehr gutes Skript spricht.

Fazit: Leider muss ich The Loft Abzüge für den Gesamteindruck geben, weil mich die Hauptdarsteler nicht überzeugen konnten und die Wendungsschraube etwas überdreht wird. Das ist Schade, da der Film eigentlich das Potential hätte eine richtige Granate zu sein. Trotzdem vor allem für Thriller-Fans absolut sehenswert!

Meine Note: 2-3

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Alle bisher auf dieser Seite veröffentlichten Filmkritiken gibt es hier.

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3 Antworten zu “Filmkritik: The Loft

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  3. Okay, was den verpassten Absprung angeht, sind wir uns einig. Schauspielleistung meinen wir das genaue Gegenteil 🙂
    Aber so wirkt es eben auf jeden unterschiedlich.

    Gefällt 1 Person

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