Filmlogbuch #5: 10 kurze Kurzkritiken

Hallo Filmfreunde,

im Gegensatz zum letzten Logbucheintrag ging es dieses mal wieder ziemlich schnell bis ich 10 Filme zusammenbekommen habe. Auch in dieser Ausgabe finden sich wieder einige Filme, die ich im Rahmen der Filmreise Challenge geschaut habe. Aber nicht nur das. Ich denke, es ist mal wieder eine bunte Mischung zusammen gekommen. Viel Spaß mit folgenden 10 Kurzkritiken:

 

1. Die Brücke am Kwai (1957) – (Anti-)Kriegsfilm

Kwai

Kriegsfilme gehören ganz sicher nicht zu meinen bevorzugten Genres. „Die Brücke am Kwai“ ist jedoch auf jeden Fall sehenswert. Der Film verknüpft sehr gekonnt zwei parallele Handlungsstränge miteinander, die unaufhaltsam in ein fatales Finale münden. Dabei ist der Film nicht nur spannend, sondern er zeigt auch anhand einiger satirischer Elemente den Irrsinn des Krieges und des militärischen Geistes in der Armee. „Die Brücke am Kwai“ ist Teil meiner Tolle Filme, die noch älter sind als ich“- Reihe und wurde dort in einem eigenen Beitrag besprochen. Sehenswert!

 

2. Money Monster (2016) – Thriller

Money

George Clooney spielt hier den schmierigen TV-Moderator Lee Gates, der in seiner Show Zuschauern hoffnungsvolle Geldanlagetipps präsentiert. Einer seiner Tipps entwickelt sich als Flop, was einen verzweifelten Anleger dazu bringt, das Studio zu stürmen und Gates als Geisel zu nehmen, da er hinter allem eine millionenschwere Verschwörung vermutet. Der Film ist insgesamt sehr spannend und beinhaltet an einigen Stellen Kritik am Kapitalismus und der gleichermaßen sensationsgeilen und gleichgültigen Mediengesellschaft. Allerdings hätte es vom kritischen Aspekt gerne noch etwas mehr sein dürfen. Trotzdem ist „Money Monster“ insgesamt ein spannender und sehenswerter Thriller.

 

3. The Founder (2016) – Drama/Biopic

Founder

Noch ein Film, den ich für die Filmreise Challenge gesehen und besprochen habe. Es geht um Ray Croc, den (angeblichen) Gründer von McDonald’s, der vom erfolglosen Vertreter zum milliardenschweren Chef eines Fast-Food-Imperiums wird. Der Weg dort hin wird in „The Founder“ sehr spannend und interessant erzählt. Es geht um den amerikanischen Traum, Kapitalismus und ein persönliches Drama. Sehr sehenswert. Zur Bespechung des Films –>

 

4. Raw (2016) – Horror/Drama

Raw

Bei „Raw“ handelt es sich um einen Horrorfilm. Allerdings nicht um so einen, der in Trailern und einigen Besprechungen im Vorfeld angekündigt wurde. Demnach sollte der Film so schockierend und eklig sein, dass im Kino einzelne Zuschauer in Ohnmacht fielen oder die Gegend vollkotzen. So ein Film ist „Raw“ meiner Meinung nach nicht. Der Filmlichter hat ihn sehr treffender Weise als „Cannibaling-Of-Age-Movie“ bezeichnet. Es geht um die junge Justine, die während des Studiums plötzlich in Kontakt mit Kanibalismus kommt und ungeahnte Gelüste entwickelt. Mehr möchte ich dazu nicht verraten. Für demnächst habe ich eine Interpretation des Films geplant, da er mich noch einige Zeit nach der Sichtung beschäftigt hat. Bis dahin könnt ihr „Raw“ ja mal eine Chance geben. Denn er ist wirklich sehenswert.

 

5. Die Verlegerin (2017) – Thriller

Post

In „Die Verlegerin“ geht es eigentlich nicht um die Verlegerin Kay Graham, sondern um die sog. Pentagon Papers, die in den 1970er Jahren den Zeitungen „New York Times“ und „The Washington Post“ in die Hände fallen. Die Pentagon Papers beinhalten brisante Informationen über den Vietnamkrieg, die eindeutig belegen, dass die Regierung der USA die Welt über Jahre gezielt belogen hat. Natürlich hat die Regierung daher ein Interesse daran, dass diese Informationen nicht an die Öffentlichkeit gelangen. Im Film geht es dann um den Prozess für/gegen die Pressefreiheit und die Frage der Verantwortung der Medien sich auch gegen Druck von außen (von welcher Seite auch immer) zu behaupten. Auch dieser Film ist auf jeden Fall sehenswert. Zur ausfürlichen Besprechung des Films geht es hier lang →

 

6. Mountain (2017) – Dokumentation

mountain

Hierbei handelt es sich um eine Dokumentation über die Berge und deren Fasziation auf den Menschen. Das steht zumindest auf der Blurayhülle. Von Faszination konnte ich beim besten Willen nichts erkennen. In meiner Besprechung des Films sprach ich deshalb sogar vom Gipfel der Langeweile. Insgesamt eine eher schwache Doku.

 

7. Fack Ju Göhte (2013) – Komödie

Fuck you

Lange habe ich mich davor gedrückt diesen Film zu schauen. Deutsches Kino, noch dazu eine Komödie und so… Doch im Laufe der Jahre wurden die „Ich mag eigentlich keine deutschen Filme. Aber DER ist echt gut“-Stimmen immer mehr und ich dachte vielleicht haben die Leute ja doch Recht. Oh mein Gott! Das haben sie nicht. Zugegebenermaßen musste ich an ein paar Stellen wirklich lachen. Aber insgesamt ist „Fack Ju Göhte“ einfach nur stumpfsinnig und inhaltlich fragwürdig. Sorry, aber das war eine echte Klobürste.

 

8. The Girl on the Train (2016) – Thriller

Girl on the train

The Girl on the Train“ ist einer dieser Filme, bei dem ich die vielen negativen Kritiken nicht ganz nachvollziehen kann. Im Grunde geht es darum, dass Emily Blunt unter Einfluss ihres Alkoholkonsums und ihrer psychische Probleme in ein Verbrechen verwickelt wird, an das sie sich nicht erinnern kann. Ja, der Film hat ein paar Schwächen. Die Handlung wirkt zum Beispiel an manchen Stellen ein bisschen seifenopermäßig. Wem kann man vertrauen? Wer hat mit wem? Und wie stehen die Figuren alle in Verbindung zueinander? Die nicht lineare Erzählstruktur ist dabei jedoch die größte Stärke des Films, die „The Girl on the Train“ meiner Meinung nach zu einem packenden und sehenswerten Thriller macht.

 

9. Cinderella (2015) – Märchen

Cinderella

Wenn du The Junglebook“ mochtest, wird dir diese Realverfilmung bestimmt auch gefallen“, meinte eine Freundin zu mir, als wir über „Cinderella“ sprachen. Das dürfte dann wohl auch das letzte mal gewesen sein, dass ich auf sie gehört habe. 😉

Um ehrlich zu sein, gehörte die Zeichentrickversion des Films, im Gegensatz zum Dschungelbuch, nie zu meinen Lieblingsfilmen aus dem Hause Disney. Vielleicht fand ich die Realverfilmung deshalb so langweilig, belanglos und somit eher schwach.

 

10. Das System Milch (2017) – Dokumentation

Milk

Hierbei handelt es sich um eine Dokumentation, die zum einen die Produktionsbedingungen der großen Molkereien zeigt. Zum anderen aber auch aufdeckt, wie die großen Konzerne gemeinsam mit der Politik in ganz Europa nur nach Profit gieren und damit den Bauern (und deren Tieren) das Leben zur Hölle machen. Dabei ist es vor allem spannend und interessant zu sehen wie in der modernen Welt alles miteinander zusammenhängt. Wie unser Kauf- und Konsumverhalten und „unsere“ Wirtschaftspolitik das Leben der Menschen in Afrika oder Asien beeinflusst, die ihrerseits keinen anderen Ausweg als die Flucht aus ihrer Heimat mehr sehen. „Das System Milch“ zeigt beispielhaft am weißen Lebenselixier, was heute auf der Welt alles schief läuft und ist daher auf jeden Fall für jeden sehenswert.

 

Das waren die zehn Filme dieses Logbucheintrags. Habt ihr welche davon gesehen? Und stimmt ihr mir zu? Insgesamt hatte ich diese Runde ein gutes Händchen mit meiner Filmauswahl wie ich finde. Ich freue mich auf eure Kommentare. Bis bald,

Euer Ma-Go

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Film: Mountain – Auf dem Gipfel der Langeweile?

Hallo Filmfreunde,
für die heutige Filmbesprechung habe ich mich in schwindelerregende Höhen begeben und mir die Dokumenation „Mountain“ angeschaut. Wie der Titel bereits andeutet, hat das nur bedingt Spaß gemacht. Warum, erfahrt ihr hier:

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The Mystery Blogger Award

mysterybloggeraward

Hallo Filmfreunde,
ich wurde nach langer Zeit mal wieder für einen der mittlerweile nicht mehr so beliebten Award-Spielereien nominiert. Namentlich den „Mystery Blogger Award“. Was das ist und worum es geht ist eigentlich egal. Hauptsache wir haben Spaß. Oder so ähnlich. Wie dem auch sei. Ich komme meiner Pflicht natürlich gerne nach und halte mich dabei brav an die Regeln.

Die da wären:

1. Füge das Logo in deinen Beitrag ein. → Hab ich gemacht

2. Füge die Regeln dem Beitrag hinzu → Hab ich gemacht

3. Bedanke dich bei dem, der dich nominiert hat, und füge einen Link ein. → Danke Lufio 🙂

4. Verlinke die Urheberin des Awards → Das ist die Urheberin Okoto Enigma

5. Erzähle drei Dinge über dich

6. Beantworte die Frage desjenigen, der dich nominiert hat

7. Nominiere zehn bis zwanzig weitere Blogger

8. Informiere deine Nominierten mittels Kommentaren

9. Stelle deinen Nominierten fünf Fragen; eine sollte lustig und/oder etwas verrückt sein

10. Verlinke deine besten Beiträge

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Film: The Founder – Oder der amerikansiche Burgertraum

 

Hallo Filmfreunde,

nun hat mich die Filmreise Challenge doch tatsächlich an einen Ort geführt, an dem ich seit mindestens zehn Jahren nicht mehr war. Nämlich zu McDonald’s. „Schaue ein Biopic über eine männliche Person“ hieß meine nächste Aufgabe und ich habe mich für „The Founder“ entschieden, der die Geschichte von Ray Croc, dem (angeblichen) Gründer der berühmten Fast Food Kette, erzählt. Ob der Film etwas für cineastische Feinschmecker ist oder doch eher lauwarmer Kantinenfraß, erfahrt ihr in meiner Besprechung.

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Das Goldene Lesezeichen: März 2018 (Plus persönlicher Kram)

Goldenes Lsezeichen

Hallo Filmfreunde,

wieder ein Monat vorbei und damit mal wieder Zeit das Goldenes Lesezeichen an meinen Lieblingsartikel des vergangenen Monats zu vergeben. Bevor ich das jedoch tue, möchte ich vorab noch schnell ein paar Worte in eigener Sache loswerden. Vor ein paar Tagen hat eine liebe Kollegin in einem recht langen Artikel auf ihrem Blog über eine Art Sinnkrise geschrieben, die sie mit ihrem Blog gerade durchlebt. Dabei geht es um die eigene Lust am Schreiben, den Austausch mit anderen, die entgegen gebrachte Wertschätzung und eben generell dem Sinn an der Bloggerei. Passend dazu hat der liebe Bullion dann auch noch mal einen Artikel zum Thema Aufruferzahlen und Blogstatistiken verfasst, der ebenfalls sehr interessant ist. Das alles hat mich sehr beschäftigt, zum Nachdenken angeregt und dazu geführt, dass ich mich mal wieder mit meinen eigenen Zahlen beschäftigt habe.

Erfreulicherweise kann ich sagen, dass mein Blog mittlerweile die 100.000 Seitenaufrufe geknackt hat.

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Film: Die Verlegering – Ein Hoch auf die Pressefreiheit

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Quelle: imdb.com

 

Hallo Filmfreunde,

neulich war ich endlich mal wieder im Kino und habe mir im Rahmen der Filmreise Challenge Stephen Spielbergs Film „Die Verlegerin“ angesehen, der seines Zeichens bei den Oscars 2018 als bester Film nominiert war. Ähnlich wie beim Oscarfilm 2017 „Spotlight“ geht es auch hier um Bedeutung und Macht der Medien und um die Wichtigkeit der Pressefereiheit. Ob mich „Die Verlegerin“ genauso packen konnte wie „Spotlight“ erfahrt ihr in meiner Besprechung zum Film: Weiterlesen

Film: Logan – Ein versöhnlicher Abschluss (für einen Superheldenmuffel)

logan

Quelle: Imdb.com

Hallo Filmfreunde,

im Rahmen der Filmreise Challenge stand ich neulich vor einer für mich echten Herausforderung. Schließlich lautet dort eine der Aufgaben „Schaue eine Comicverfilmung“. Und wie ihr wisst führten Comicverfilmungen und ich ja bisher eine eher durchwachsene Liaison. Also entschied ich mich für das aus meiner Sicht potentiell geringste Übel. Den vielerorts hochgelobten „Logan“. Weiterlesen